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7. Januar 2012, 22:02 Uhr

US-Marine befreit Iraner aus Piratenhand

Vom Feind gerettet: Ausgerechnet Matrosen der US-Marine haben offenbar 13 iranische Geiseln aus der Hand von somalischen Piraten befreit. Dass die Retter der "USS John C. Stennis" angehören, deren Präsenz im Persischen Golf vor kurzem Unmut in Teheran ausgelöst hatte, wird dem iranischen Regime sicher nicht gefallen.

Matrosen der US-Marine haben nach amerikanischen Militärangaben 13 iranische Geiseln aus der Hand von Piraten befreit.

Demnach gehören die Retter ausgerechnet der Kampfgruppe um den Flugzeugträger "USS John C. Stennis" an, deren kürzliche Präsenz im Persischen Golf eine zornige Reaktion des Teheraner Regime hervorgerufen hatte.

Wie das Zentralkommando der US-Seestreitkräfte am Freitag mitteilte, fing die Besatzung des US-Zerstörers "USS Kidd" am Donnerstag in der Nähe der Straße von Hormus einen Notruf auf. Er kam demnach vom Kapitän des bereits vor 40 bis 45 Tagen von Piraten gekaperten Fischerei-Schiffes "Al Molai". Zur selben Zeit habe die Besatzung eines US-Helikopters ein Piratenboot an der Seite des iranischen Schiffes liegen sehen.

Ein Team von der "USS Kidd" habe dann die Besatzung der "Al Molai" befreit. Die iranischen Geiseln hätten unter "harschen Bedingungen" gelebt, mit begrenzten Essensrationen und unter der Androhung von Gewalt, schilderte Josh Schminky von der Besatzung der "USS Kidd" der Mitteilung zufolge. "Nachdem wir an Bord kamen, gaben wir ihnen Essen, Wasser und medizinische Versorgung. Wir haben unser Möglichstes getan, die Fischer-Crew freundlich und respektvoll zu behandeln." Der Kapitän des iranischen Schiffes habe "seine aufrichtige Dankbarkeit" bekundet.

Die 15 mutmaßlichen Piraten, wahrscheinlich größtenteils Somalier, hätten anscheinend ihre Geiseln dazu gezwungen, ihnen bei ihren kriminellen Operationen zu helfen, hieß es in der Mitteilung weiter. Sie hätten sich rasch ergeben und befänden sich vorläufig auf dem Flugzeugträger "Stennis" in US-Gewahrsam.

Der Marineverband hatte in der vergangenen Woche den Persischen Golf auf der Straße von Hormus verlassen und der iranische Verteidigungsminister Ahmad Wahidi danach vor einer Rückkehr gewarnt. Die Präsenz der Kampfgruppe richte nur "Chaos" an, sagte Wahidi nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars.

DPA
 
 
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