Generalstreik in Griechenland Proteste in Athen eskalieren

26. September 2012, 16:30 Uhr
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Die Chancen der streikenden und demonstrierenden Griechen auf ein Ende der Sparrunde erscheint aussichtslos. Am Dienstagabend haben sich die Regierungsparteien auf weitere milliardenschwere Kürzungen verständigt - und damit die Auflagen erfüllt, die von der internationalen Geldgeber-Troika verlangt wurden. Nur so kann das hoch verschuldete Land mit einer weiteren Geldspritze in Höhe von 31,5 Milliarden Euro rechnen.

Dass sie offenbar nichts mehr tun können, hat die Wut der Menschen offenbar geschürt. 200 Vermummte randalierten vor dem Athener Parlament. Die Polizei ging mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Angreifer vor.

"Wir sind hier, um für unsere Zukunft zu kämpfen", sagte eine 20-jährige Jurastudentin, die an den Demonstrationen teilnahm. "Seit zwei bis drei Jahren leben wir in einer unglaublichen sozialen Katastrophe", sagte ein 56-jähriger Beamter. Die Demonstrationen begleiteten den dritten Generalstreik in diesem Jahr, zu dem die großen Gewerkschaften unter dem Motto "SOS - rettet das Land, aber zuerst seine Menschen" aufgerufen hatten.
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