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4. September 2008, 15:54 Uhr
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Cheney stellt Nato-Beitritt in Aussicht

US-Vizepräsident Dick Cheney hat die Hoffnungen Georgiens auf eine Nato-Aufnahme gestärkt. Die US-Regierung stehe "vollkommen" hinter dem Beitrittsvorhaben, sagte Cheney bei einem Besuch in Tiflis. Moderate Töne in dem Konflikt kommen unterdessen aus China.

US-Vizepräsident Dick Cheney (l.) versicherte dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili bei einem Treffen in Tiflis die Unterstützung der USA© Irakli Gedenidze/Reuters

US-Vizepräsident Dick Cheney hat der georgischen Regierung im Streben nach einem Nato-Beitritt die Unterstützung der USA versichert. Die US-Regierung stehe "vollkommen" hinter Georgiens Beitrittsvorhaben und seiner "möglichen" Aufnahme in das Militärbündnis, sagte Cheney in Tiflis.

Georgien habe bis zu der Auseinandersetzung mit Russland das drittgrößte Kontingent der Koalitionstruppen im Irak gestellt, sagte der US-Vizepräsident nach einem Treffen mit dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili in Tiflis. Nun sei die "freie Welt" in der Verantwortung, Georgien beizustehen.

Wie von den Nato-Mitgliedsstaaten im April in Bukarest beschlossen, werde Georgien "Teil unseres Bündnisses" sein, sagte Cheney weiter. Die Staats- und Regierungschefs der Nato hatten Georgien den formellen Kandidatenstatus zwar verweigert, eine spätere Aufnahme aber in Aussicht gestellt.

"Ernste Zweifel" an der Verlässlichkeit Russlands

Das Verhalten Russlands im Konflikt mit Georgien um die beiden abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien habe "ernste Zweifel" über die Verlässlichkeit Moskaus aufkommen lassen, kritisierte Cheney. Das gelte nicht nur für Georgien oder die Region, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft.

Die US-Regierung pflegt enge Kontakte zu Tiflis und treibt zum Unbehagen Russlands eine Aufnahme Georgiens in die Nato voran. Saakaschwili betonte abermals den Willen seines Landes, sich der Nato anzuschließen. Er wolle sein Land "wieder aufbauen" und der Welt zeigen, dass in Georgien "das Licht der Freiheit" niemals erlösche, sagte er nach dem Treffen mit Cheney.

China meldet sich zu Wort

Unterdessen hat sich erstmals seit Beginn der Krise die chinesische Regierung für eine aktive Rolle der Uno bei der Beilegung des Konflikts ausgesprochen. "Es muss das Ziel sein, Frieden und Stabilität in der Region zu erlangen und dabei die Gemeinsamkeiten aller Beteiligten in Betracht zu ziehen", sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums.

Eine mögliche UN-Resolution müsse durch "Dialog und Gespräche" erreicht werden. Bislang hat die eng mit Moskau zusammenarbeitende chinesische Regierung keine eindeutige Haltung zu dem Kaukasus-Konflikt eingenommen.

Ehemalige Sowjetstaaten unterstützen Moskau

Eine Gruppe ehemaliger Sowjetstaaten lobte das "aktive Vorgehen" Moskaus zur Schaffung von "Frieden und Zusammenarbeit" im Kaukasus. Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) sei zudem "tief besorgt" über die georgische Militäraktion gegen Südossetien, die zum Tod von Zivilisten sowie von Soldaten der russischen Friedenstruppen und einer humanitären Katastrophe geführt habe, erklärte das Bündnis in Moskau.

Der OVKS gehören neben Russland auch Kirgistan, Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan an.

AFP
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Antigabriel (05.09.2008, 21:59 Uhr)
@ alle Forumteilnehmer
Wenn ihr euch über die Einseitigkeit der deutschen Berichterstattung beschwert habt, dann schaut euch eure Gehässigkeit und euren Amerikakomplex an! Und zwar alle Beiträge!
Was für ein Schauspiel und unübertrefflicher Beweis für eine kollektive Psychose! Danke, es ist köstlich!
Mit einem Fünfjärigen könnte man intelligentere Gespräche führen.
max67 (05.09.2008, 16:43 Uhr)
und das Theater geht weiter
Was soll man noch zu diesem Affentheater sagen: peinlich, grotesk oder einfach langweilig. Mittlerweile ist allen klar, was Cheney ist. Tausende sind gestorben, das Land ist eine halbe Ruine und der Georgische Präsident bekommt eine Miliarde und jede Menge Versprächungen von Cheney, weil er die Russen provoziert und einen Krieg angezettelt hat.Egal wo menschen sterben, Amerika hat seinen Finger im Spiel und wir müssen sie auch noch unterstützen, Afghanistan ist erst der Anfang.
Gisella (05.09.2008, 11:42 Uhr)
@loki-asgard
an alle Mitkommentatoren-Ihr liegt völlig richtig- warum wird da censiert? alle wußten in den USA , daß Cheney der wahre President und Drahtzieher- neben Rumsfeld und seiner Gruppe- war.Sie alle haben sich an diesen Kriegen bereichert und ihr "Fußvolk" sterben lassen. Eines Tages kommt das alles ans Licht.
Loki-Asgard (05.09.2008, 10:47 Uhr)
Stern-Demokratie
und wieder mal Zensur:
Welche Aussage über Cheney darf denn nicht getroffen werden?
a)Terrorist
b)korrupt
ecomoc4u (05.09.2008, 09:16 Uhr)
die grössten kriegsstifter
poltern am heftigsten mit den worten "frieden".
.
cheney und bush sind die drahtzieher von 9/11. das wird die welt auch noch erfahren... eines tages.
Preussin (05.09.2008, 05:38 Uhr)
Amerikanische Friedenstaube ?
Was da die USA wieder anrichtet , müssen die Anderen mit ihrem Leben , Gesundheit , Heimat und Hab und Gut , bezahlen.
Warum lassen die Ihre Kriege immer öfter von Stellvertretern führen ?
Dann haben sie beide Hände frei zum Raffen.
Gratsch (04.09.2008, 23:41 Uhr)
Der Chef kommt
Jetzt kommt der Geldgeber, um sich die Arbeit vor Ort anzuschauen.
peterpan1001 (04.09.2008, 19:44 Uhr)
cheney , dieser verrückte
fängt den 3ten weltkrieg an. noch vor dem 4. nov wird es wieder ein 9-11 geben, wieder organisiert von cheney, um vom greunding der us wirtschaft abzulenken und den republikanern den wahlsieg zu holen. weiter gehts dann mit dem irankrieg. das wird zu einer katastrofe für beide seiten. aus rache werden die mullahs eine atombombe (aus russischen beständen) auf new york lenken...
-- willst du wissen wie es weitergeht???
Frei_Geist (04.09.2008, 17:22 Uhr)
Schaffung von "Frieden und Zusammenarbeit" im Kaukasus
... na klar ! Frieden schaffen mit Waffen!
"Der OVKS gehören neben Russland auch Kirgistan, Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan an."
Was denn auch sonst! Lächerlich.
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