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15. August 2008, 10:47 Uhr

Deutsches Ehepaar bei Schießerei schwer verletzt

Ein Lübecker Ehepaar ist mit seinen zwei Kindern in Georgien zwischen die Fronten gekommen. Unbekannte hätten das Auto "mit Kugeln regelrecht zersiebt", berichtet der Familienvater. Dabei wurden die Eltern schwer verletzt.

Die Familie fiel wahrscheinlich südossetischen Guerillas zum Opfer© Viktor Drachev/AFP

Im georgischen Krisengebiet ist eine deutsche Familie unter Beschuss geraten und dabei schwer verletzt worden. Die Eltern und ihre zwei Kinder wurden in der Nähe der Stadt Gori am Dienstagabend angegriffen, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Die Familie war zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort behandelt worden. Dem Auswärtigen Amt zufolge sind mittlerweile aber alle nicht mehr in Lebensgefahr. Der 44-jährige Vater Sönke T. soll noch an diesem Freitag aus dem Krankenhaus entlassen werden. Seine 37-jährige Frau Tamara werde dort weiter behandelt. Die beiden Kinder im Alter von ein und vier Jahren seien unversehrt und befänden sich in der Obhut der Großeltern. Die Familie werde weiter von der deutschen Botschaft betreut.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, war die vierköpfige Familie aus Lübeck auf einer Schnellstraße in der Nähe von Gori unterwegs, als sie in ihrem Auto beschossen wurde. Gori liegt mitten im Krisengebiet und nur wenige Kilometer entfernt von der damals heftig umkämpften abtrünnigen Region Südossetien. Sönke T. und seine aus Georgien stammende Frau zogen sich dabei schwere Verletzungen zu. Ihre Kinder blieben unverletzt.

Plötzlich hätten Unbekannte das Auto "mit Kugeln regelrecht zersiebt", zitiert "Spiegel Online" den Familienvater. Er selbst sei mehrfach von Kugeln getroffen worden, einer seiner Lungenflügel habe entfernt werden müssen. Seine aus Georgien stammende Frau mit deutscher Staatsangehörigkeit sei von rund einem Dutzend Geschossen getroffen worden. Die Familie fiel wahrscheinlich südossetischen Guerillas zum Opfer gefallen, die nach dem Rückzug der Georgier in die Region um Gori eindrangen.

AP/DPA
 
 
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