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27. Juni 2008, 13:25 Uhr

US-Amerikaner haben Recht auf Waffen

Großer Sieg für die mächtige Waffenlobby in den USA: Jeder Amerikaner hat ein Recht auf Waffenbesitz. Ein Wachmann hat das Urteil erstritten. Er hatte sich dabei auf einen recht vage formulierten Artikel in der Verfassung berufen.

Zoom

Jeder Amerikaner darf eine Waffe haben - 250 Millionen sind bereits in Umlauf© Mohammed Ameen/Reuters

Der Oberste Gerichtshof hat den Bürgern der USA erstmals ein Grundrecht auf Waffenbesitz zugesprochen. Die höchsten Richter der Nation erklärten ein Gesetz im Stadtbezirk Washington für verfassungswidrig, das Handfeuerwaffen für Privatbürger verboten hatte. Sie entschieden, dass jeder Bürger ein Recht zum Jagen und zur Selbstverteidigung habe. In den USA gibt es nach Schätzungen etwa 250 Millionen Schusswaffen.

Gegner von Waffenkontrollgesetzen hatten bereits vor der Veröffentlichung des Urteils angekündigt, dass sie im Fall eines Sieges auch gegen geltende Beschränkungen in anderen Staaten und Städten vorgehen würden. Die mit größter Spannung erwartete Entscheidung fiel mit fünf gegen vier Stimmen. Das Weiße Haus äußerte sich "erfreut" darüber, dass das Oberste Gericht das Grundrecht bestätigt habe.

Ein Wachmann in Washington hatte gegen das dortige Verbot - die strikteste Regelung in einem US-Staat oder einer Kommune - geklagt. Er berief sich dabei auf einen Verfassungsartikel, der allerdings sehr vage formuliert ist. In ihrem Urteil interpretierten die Obersten Richter diesen Artikel nun zum ersten Mal und gaben dem Kläger Recht.

DPA
KOMMENTARE (10 von 30)
 
ecomoc4u (28.06.2008, 15:42 Uhr)
Bowling for Colombine
das recht der urväter auf selbstverteidigung.
.
dieses urrecht wird heute von der waffenlobby und den republicanern so prostituiert, das 18 jährige crackmonster sich in drogerieläden in grosstädten terminatorähnliche waffen kaufen können.
chatahootchee (27.06.2008, 13:17 Uhr)
EIGENTLICH
wollte ich wieder mitdiskutieren, aber die meisten Beitraege sind mir einfach zu bloede, zu pauschal, zu beleidigend.
Daher: Ich lass die unwissenden Laestermaeuler alleine. Sollen diese doch beweisen, dass Dummheit der groesste Feind der Menschheit ist. Schoenes Wochenende!
paulmaz (27.06.2008, 12:55 Uhr)
Toll
Also ich finde das toll, dass jeder
Ami eine Schusswaffe besitzen darf.
Ist doch gut, dass sie sich gegen-
umbringen können. Zur Zeit sind es
ca. 20 000 pro Jahr. Ist aber noch
steigerungsfähig. Wenn dafür die
übrige Welt von den US Killern ver-
schont bliebe, hatte das Gesetz den
doppelten Zweck erfüllt.
tricky_dude (27.06.2008, 12:07 Uhr)
@ritchie
Der Nagel ging deutlich daneben. Was merkst du an so einer Reaktion?
Ich dachte die Diskussion geht um Waffenbesitz? Stattdessen kommt von dir nur Gegröhle. Was meinst du denn zum Waffenbésitz hier?
Administrator (27.06.2008, 11:51 Uhr)
Liebe User,
vielen Dank für Ihre Beiträge. Aufgrund der letzten Postings bitten wir Sie an dieser Stelle, die Debatte wieder auf einer sachlichen Ebene und ohnen gegenseitige persönliche Angriffe zu führen.
Emotionen bringen eine Diskussion voran - aber bitte achten Sie darauf, dass die Situation nicht eskaliert.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
ritchie (27.06.2008, 11:28 Uhr)
@tricky-dude
Persönliche Beleidigungen sollten hier keinen Platz haben!- aber, nichtsdestotrotz, macht es mir Spaß, wenn ich an so einer Reaktion merke, daß ich den Nagel auf den Kop0f getroffen habe. Außerdem die amerikanische Gestapo leistet ja in Guantanamo gute Arbeit.
tricky_dude (27.06.2008, 11:18 Uhr)
@ritchie
Ohne dieses "idiotenland" könntest du dein Maul jetzt nicht so weit aufreißen weil dir entweder Gestapo oder KGB die Tür eintreten und dich irgendwo in "Schutzhaft" bringen würden!
Ein ganzes Land so zu beleidigen, nur weil die derzeitge Regierung Mist baut ist einfach unverschämt.
ritchie (27.06.2008, 10:55 Uhr)
38Special
A handgun is made for killing, it ain`t good for nothing else. Je mehr Typen aus dieser durchgeknallten darwinistischen Spaßgesellschaft sich gegenseitig abknallen um so besser ist es für die Welt: weniger Kriege, besseres Klima, mehr Öl am Markt. Ich kann schon keine amerikanische Serie, Film oder Musik mehr konsumieren, ich muß unweigerlich dabei denken daß dies alles aus diesem Idiotenland kommt.
tricky_dude (27.06.2008, 10:52 Uhr)
@Vincent_Vega
Liegt das eher am Sozialgefüge? In einigen europäischen Ländern gibt es ähnlich liberale Waffengesetze wie in den USA, trotzdem passiert weniger.
Meine Verwandten in den USA haben es übrigens mit Luftgewehren geschafft aufdringliche Bären, Coyoten, etc. zu vertreiben. Man muß ja nicht jedes Tier gleich abknallen, nur weil es die Mülltonne ausräumt.
Vincent_Vega (27.06.2008, 10:02 Uhr)
@chatahochee
Einerseits kann ich manche US-Bürger schon verstehen, wenn sie auf ir Recht auf Wagffenbesitz bestehen:
es gibt nun mal dünnbesiedelte Landstriche, ehe im Fall eines Einbruchs man auf die Polizei warten muss, könnte vielleicht ein halber Tag vergehen. Oder wenn man z.B. auf seiner Ranch Probleme mit Wildtieren bekommt, Bärenm, Wölfe o.ä.
In Finnland beispielsweise gibt es in kleinen relativ abgelegenen Gemeinde jede Menge Schützenvereine in denen man gemeinsam das Schiessen trainiert. Als Zielscheibe dient da eine Elch-Attrappe oder die eines Bären.
Aber andererseits hört man überproportional oft von Amokläufen mit hohen Opferzahlen aus den Vereinigten Staaten. Ich habe von Zahlen zwischen 11.000 und 33.000 Toten gehört und wenn man die Bevölkerungszahl der USA in Relation mit denen europäischer Länder setzt, schneiden die USA erschreckend schlecht ab.
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