11. September 2012, 14:18 Uhr

Künftiger chinesischer Staatschef immer noch abwesend

Seit nunmehr zehn Tagen hat sich der chinesische Vizepräsident Xi Jinping nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt. Zuvor hatte er mehrere Staatstreffen ohne Begründung abgesagt.

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Der Nachfolger von Staats- und Parteichef Hu Jintao, Xi Jinping, gibt durch seine längere Abwesenheit Anlass zu Spekulationen über seinen Verbleib©

Chinas künftiger starker Mann sorgt mit anhaltender Abwesenheit für Spekulationen. Vizepräsident Xi Jinping, der als sicherer Nachfolger von Staats- und Parteichef Hu Jintao gilt, ist seit zehn Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Zuletzt waren Treffen des 59-Jährigen mit US-Außenministerin Hillary Clinton oder der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning- Schmidt ohne Begründung abgesagt worden. Die Woche davor hatte Xi noch kurzfristig Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen.

Eines der Gerüchte lautet, er habe sich wegen einer Rückenverletzung aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der chinesische Außenminister Yang Jiechi hatte die Medien zwar gebeten, unnötige Spekulationen über Xi zu vermeiden. Doch die Gerüchte wurden auch dadurch weiter angefacht, dass das Parteiorgan "Volkszeitung" am Dienstag eine Rede abdruckte, die der 59-Jährige bereits am 1. September auf der Parteischule in Peking gehalten hatte. Dazu stellte das Blatt ein Foto des Vizepräsidenten.

Mitte Oktober wird auf dem 18. Parteitag die seit zehn Jahren regierende kommunistische Führung um den 69-jährigen Staats- und Parteichef Hu Jintao abtreten. Xi Jinping soll dann an der Spitze der neuen "fünften Führungsgeneration" das Ruder übernehmen.

amt/DPA
 
 
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