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Libyer wollen die Leiche sehen

In Misrata stehen Menschen Schlange, um noch einmal den toten Ex-Diktator Gaddafi zu sehen und zu fotografieren. Sein Stamm fordert derweil die Herausgabe des Leichnams.

  Der Andrang ist gewaltig: Zahllose Libyer stehen an, um noch einmal die Leiche des gestürzten Diktators Gaddafi zu sehen

Der Andrang ist gewaltig: Zahllose Libyer stehen an, um noch einmal die Leiche des gestürzten Diktators Gaddafi zu sehen

Der Stamm Muammar al Gaddafis hat den Nationalen Übergangsrat aufgefordert, >die Leichen des libyschen Ex-Diktators und seines Sohnes Mutassim

Gaddafi-Anhänger sollen keinen Wallfahrtsort bekommen

In Misrata bildeten sich am Freitag lange Schlangen von Menschen, die den Leichnam sehen und mit Handy-Kameras Fotos machen wollten. Er lag auf einer Matratze am Boden, amerikanischen Presseberichten zufolge in einem Supermarkt-Kühlraum.

Nach muslimischer Tradition werden Tote normalerweise binnen 24 Stunden beigesetzt. Der Nationalrat war sich aber am Freitagabend noch nicht einig, wann und wo der Tote begraben werden soll. Auf jeden Fall soll der Ort geheimbleiben, damit Gaddafi-Anhänger keinen Wallfahrtsort bekommen.

Wegen der rätselhaften Umstände des Todes hatten zuvor die Vereinten Nationen und Gaddafis Ehefrau Safija Aufklärung verlangt. "Wir wissen nicht, wie er gestorben ist. Dazu muss es eine Untersuchung geben", sagte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Freitag in Genf.

che/DPA/DPA

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