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12. April 2010, 07:15 Uhr

Obama warnt vor Atom-Terror

Nicht Iran, nicht Nordkorea - die größte Bedrohung geht nach Ansicht von Barack Obama von Terrorgruppen wie Al Kaida aus, die nach Atomwaffen streben würden. Unmittelbar vor dem Washingtoner Atomgipfel warnte der US-Präsident vor internationalem Nuklearterrorismus.

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Barack Obama hat zum Nuklear-Gipfel in Washington geladen© Richard Clement/Reuters

US-Präsident Barack Obama hat am Vorabend des Washingtoner Gipfeltreffens zur nuklearen Sicherheit eindringlich vor der Gefahr gewarnt, dass Atomwaffen in die Hände von Terroristen fallen könnten. "Wir wissen, dass Organisationen wie Al Kaida versuchen, sich Atomwaffen zu beschaffen", sagte Obama am Sonntag vor Journalisten. Wenn sie erst einmal solche Waffen einmal besäßen, hätten sie keine Hemmungen, sie auch einzusetzen, so der US-Präsident.

"Das ist etwas, was die Sicherheitslandschaft dieses Landes und in der ganzen Welt für die kommenden Jahre verändern könnte", meinte Obama. Zudem hätte ein nuklearer Anschlag etwa in New York, London oder Johannesburg verheerende wirtschaftliche und politische Folgen. Eindringlich warnte Obama, es gebe eine große Menge nukleares Material in der Welt, das vor Diebstahl nicht genügend gesichert sei.

US-Sicherheitsexperten schätzen, dass es weltweit rund 1600 Tonnen hoch angereichertes Material sowie etwa 500 Tonnen Plutonium gibt. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre wurden mehrere Versuche von Atomschmuggel aufgedeckt. US-Geheimdienstler gehen auch davon aus, dass Al-Kaida-Terroristen bereits mehrmals versuchten, an Nuklearmaterial heranzukommen.

Zu dem zweitägigen Gipfeltreffen, das an diesem Montag beginnt, reist auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Rund 50 Staats- und Regierungschefs wollen über den Kampf gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen-Technologie beraten. Ziel ist es, gefährliches Atommaterial in Militär- und Forschungseinrichtungen sowie in der Medizin so zu schützen, dass es Terroristen nicht in die Hände fallen kann.

Obwohl das Thema nicht offiziell auf der Agenda steht, dürften die Diskussionen stark um das iranische Atomprogramm kreisen. Dem Iran wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran bestreitet das. Der Iran ist wie auch das kommunistische Nordkorea nicht zu dem Gipfeltreffen eingeladen. Nordkorea hat trotz seiner Zusagen, sein umstrittenes Atomprogramm einzustellen, nukleare Sprengsätze getestet.

APN/DPA/Reuters
 
 
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