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3. Dezember 2009, 09:57 Uhr

Kondolenz-Brief kommt zwei Jahre zu spät

Erst ein vermeintlich falsch geschriebener Name, jetzt ein viel zu später Brief: Gordon Brown hat wieder Ärger wegen eines Kondolenzschreibens. Seine Beileidsbekundung traf bei dem Vater eines gefallen Soldaten ein - obwohl dessen Sohn bereits seit zwei Jahren tot ist.

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Keine glückliche Hand für Beileidsbriefe: Großbritanniens Premier Gordon Brown© Toby Melville/Reuters

Der britische Premierminister Gordon Brown hat sich erneut Ärger wegen eines Kondolenzbriefes eingehandelt. Der Vater eines in Afghanistan getöteten Soldaten erhielt das Schreiben erst zwei Jahre nach dem Tod seines Sohnes.

Der 21 Jahre alte Jack Sadler war am 4. Dezember 2007 bei einer Explosion in der Provinz Helmand umgekommen. Sein Vater Ian Sadler beklagte am Donnerstag, er habe Browns handschriftlichen Brief aber erst vor zwei Wochen bekommen - zusammen mit einem Entschuldigungsschreiben eines Mitarbeiter des Regierungschefs. Darin hieß es, der Kondolenzbrief habe sich wegen eines Verwaltungsfehlers so lange verzögert.

"Das ist nicht gut, oder? Fast zwei Jahre später, und nicht einmal der Premierminister selbst hat sich entschuldigt, nur sein Gehilfe", sagte Sadler im BBC-Radio. "Es zeigt, was die derzeitige Regierung über unsere Soldaten denkt."

Erst vergangenen Monat war Brown unter Druck geraten, weil er in einem Beileidsbrief den Namen eines getöteten Soldaten scheinbar falsch geschrieben hatte. Der Premier entschuldigte sich darauf bei der Mutter und führte den Fehler auf seine Sehschwäche zurück. Brown ist seit einem Rugby-Unfall in seiner Jugend auf dem linken Auge blind. Sein rechtes Auge ist durch eine Netzhautablösung stark beeinträchtigt. Es ist bekannt, dass seine Handschrift kaum leserlich ist.

DPA
 
 
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