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Das Irakische Sonder-Tribunal gegen Saddam Hussein und seine Schergen soll ein Symbol für den neuen, rechtsstaatlichen Irak sein. Doch es hat vor allem um seine Glaubwürdigkeit zu kämpfen. Geht es um Gerechtigkeit oder Siegerjustiz?
Das Land versinkt im Chaos, fast jeden Tag werden Menschen Opfer von Selbstmordattentätern. Ali Sami lässt sich davon nicht beirren. Seine Form des Widerstands ist ganz einfach: Er macht seinen Job.
Sophie Albers stellt "Green Zone" vor: Der Actionthriller über den Krieg im Irak stellt die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Paul Greengrass und Matt Damon dar - überzeugt aber nicht halb so sehr, wie deren "Bourne"-Filme.
Selbst die vermeintliche Hochsicherheitszone im Herzen Bagdads ist nicht mehr sicher Neben der Unterteilung Bagdads in die Gegenden westlich und östlich vom Tigris (genannt Karch und Rusafa) und in die mehr und mehr einheitlich sunnitischen und einheitlich schiitischen Vierteln gab es bislang eine entscheidende Trennlinie in der irakischen Hauptstadt: die zwischen der Green und der Red Zone. Die Green Zone heißt nicht etwa so, weil es dort besonders viele Bäume gibt und sie direkt am Fluß liegt, schöner, lichter als viele andere Viertel der Stadt. Sie heißt "Green Zone", weil sie als green im Sinne der Alarmstufen galt. Grün = sicher. Das Viertel, in dem einst auch Saddams Paläste lagen, beherbergt große Teile der irakischen Regierung, das irakische Parlament, die amerikanische Botschaft und viele ausländische Organisationen. Hohe Mauern umgeben es, Stacheldrahtzäune, Barrikaden aus Sandsäcken und Beton. Wer hineinweill, muß mehrere Checkpunkte passieren, zwei bis drei verschiedene Ausweise vorlegen und einen guten Grund haben. Jenseits der Mauern der Greenzone gilt Bagdad im Militärjargon als Red Zone. Red = gefährlich. Während auf den Straßen in der Red Zone Selbstmordattentate, Autobomben und Morde durch Todesschwadronen zum Alltag gehören, war das Leben in der Green Zone vergleichsweise friedlich. Gelegentliche Mörsergranaten. Ab und an eine Rakete. Vereinzelte Morde. Aber insgesamt: eine mit hohem militärischem Aufwand geschaffene Oase des Friedens mitten im geschundenen Bagdad. Häufig ist unter Irakern die Klage zu hören vom "Raumschiff Green Zone", davon, dass die Politiker in ihren gesicherten Häusern nicht mehr wüßten, wie es sich anfühlt, Angst zu haben, täglich um sein Leben oder das seiner Liebsten zu fürchten. Seit heute gilt das nicht mehr, zumindest nicht uneingeschränkt. Ein Selbstmordattentäter hat seinen Gürtel in der Kantine des Parlaments gezündet, zur Lunchzeit, als das Restaurant voll mit Abgeordneten war. Mindestens zwei Abgeordnete kamen ums Leben. Für die politische Klasse in Bagdad war es ein Schock. Ob es ein heilsamer war, der die notorisch streitenden, aber wenig effizienten Politiker Bagdads die Nöte derer jenseits der Checkpunkte ernster nehmen läßt, bleibt abzuwarten.
Wieso kann Robert De Niro besser grummeln als grinsen? Weshalb zwängt sich ein Wrestler in ein Feenkostüm? Und warum ist Matt Damon in der "Green Zone" völlig falsch? Antworten liefert Sneak, das Kinomagazin.
Entführungen sind ein Riesengeschäft im Nigerdelta: 2007 haben Entführer bereits knapp 60 Ausländer verschleppt. Die Opfer kommen nur gegen hohes Lösegeld wieder frei - und die Ausländer vor Ort schwanken zwischen Sorge und Zynismus.
Wer hat sie verraten? Wie wurde sie entführt? Woher kannte sie den Mann, der ihr zum Verhängnis wurde? Die Vorgeschichte von Susanne Osthoffs Entführung ist eine schillernde Kombination von verratenen Verrätern, aufrechten Idealisten, deutschen Verbindungen und irakischen Knastfreundschaften, von Wohnungsnot und Geldgier.
Für Amerikaner im Irak zu arbeiten ist sehr gefährlich. Ein Asylgrund ist es nicht. In den ersten acht Monaten nach dem Fall der Regierung von Saigon 1975 wurden 180.000 vietnamesische Flüchtlinge in den USA aufgenommen. Seit dem Sturz Saddam Husseins im April 2003 bekamen 692 Iraker in den USA Asyl. Sicherheitsmaßnahmen, die nach dem 11. September 2001 in Kraft gesetzt wurden, hätten den Prozess verlangsamt, erklärte Ellen Sauerbrey, Leiterin des Büros für Flüchtlingsangelegenheiten im amerikanischen Außenministerium. Außerdem habe man sich in den ersten Jahren vor allem bemüht, Irakern, die vor Saddam geflohen waren, die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Nun zieht der Flüchtlingsstrom aber schon eine ganze Weile in die andere Richtung, und er ist stärker, als er unter Saddam je war. Zwei Millionen Iraker sollen nach Schätzung des UNHCR das Land seit 2003 verlassen haben, die meisten in Richtung Jordanien – da sind jetzt die Grenzen aber für alle unter 35 Jahren dicht – und gen Syrien. Wer im Irak (ausgenommen ist der kurdische Norden) für die Amerikaner arbeitet, riskiert täglich sein Leben. Allein der Weg in die „Green Zone“, jene vom Rest der Stadt abgeteilte Hochsicherheitszone am Tigrisufer, wo die US-Botschaft, die irakischen Ministerien und zahlreiche ausländische Organisationen liegen, ist brandgefährlich. Drei Sicherheitskontrollen müssen passiert werden, die erste ist die gefährlichste, wiederholt haben sich dort Selbstmordattentäter neben den Wartenden gesprengt. Zudem läuft, wer dort jeden Tag hingeht, Gefahr, beobachtet und als Entführungs- oder Mordopfer ausgeguckt zu werden. So mancher Green-Zone-Gänger hat später Drohbriefe zu Hause an der Tür gefunden. Dolmetscher, die mit der US-Armee unterwegs sind oder mit amerikanischen Delegationen, tragen bei der Arbeit eine Maske, um ihre Identität zu verbergen (das machen allerdings selbst viele irakische Polizisten. Verkehrte Welt: Während Kriminelle am hellichten Tag unmaskiert rauben und morden, verstecken die Polizisten ihr Gesicht). Jeder, der mit Ausländern, egal welcher Herkunft, egal in welchem Job arbeitet, hält inzwischen seine Arbeit vor Familie, Freunden und vor Fremden erst recht geheim. Es sind schon Putzfrauen ermordet worden, weil sie den falschen Arbeitgeber hatten. Die zuständigen amerikanischen Behörden versprachen, den Aufnahmeprozess zu beschleunigen und die Zahl der Aufzunehmenden zu erhöhen. 692 Iraker in vier Jahren. Allein in Syrien leben eine Million irakische Flüchtlinge.
Soldaten ohne Arme oder Beine, Kinder durchsiebt von Splittern. Der Job der Ärzte und Sanitäter in der Kampfzone ist brutal, blutig, unmenschlich. Einige flüchten sich in Drogen. Um seinen Albträumen zu entkommen, ging Sergeant James R. Worster weiter - bis in den Tod.
Weltbankchef Paul Wolfowitz stolpert nach seiner Socken-Panne von einem ins andere Fettnäpfchen. Kritiker fordern bereits seinen Rücktritt. Unter anderem soll er seiner Freundin eine luxuriöse Gehaltserhöhung beschafft haben.
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