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30. Mai 2011, 08:28 Uhr

EU erhöht Druck auf Athen

Der Juni ist laut EU-Währungskommissar Olli Rehn der kritische Monat bei der finanziellen Rettung Griechenlands. Rehn forderte alle Parteien im Land auf, sich auf die dringend nötigen Sparmaßnahmen zu einigen.

Athen, Griechenland, Olli Rehn

Die Europa-Flagge weht vor der Akropolis - doch wie sieht die Zukunft Griechenlands in der EU aus?© Orestis Panagiotou/DPA

Wenige Tage vor der Entscheidung über die Auszahlung weiterer Milliarden-Hilfen an das hoch verschuldete Griechenland hat EU-Währungskommissar Olli Rehn eine schnelle Einigung über die erforderlichen Sparmaßnahmen gefordert. Rehn sagte der Tageszeitung "Die Welt": "Eine Einigung muss bald gefunden werden. Es ist keine Zeit mehr für langatmige Verhandlungen."

Es sei "unentbehrlich", dass jetzt alle politischen Parteien, auch die Oppositionsparteien, sich "konstruktiv" verhielten und das von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderte Reformprogramm und seine Umsetzung unterstützten. Rehn sagte: "Der Juni ist der kritische Monat für die Bewältigung der Schuldenkrise. In den kommenden Wochen liegen wegweisende Entscheidungen vor uns. Der Monat Juni kann entweder zum Anfang vom Ende der Krise gemacht werden - oder aber eine verpasste Gelegenheit werden, wenn die Eurozone in eine neue schwierige Krisen-Phase rutschte, mit einer negativen Kettenreaktion im Finanzsystem und der Ansteckung anderer Staaten."

Griechenland müsse seine Haushaltsziele für 2011 erreichen, ein Privatisierungsprogramm auf den Weg bringen und eine parteiübergreifende Einigung zur Unterstützung des Hilfsprogramms von EU und IWF erzielen, sagte Rehn. Die notwendigen wirtschaftlichen Reformen und das Sparprogramm seien ein "Test" für die gesamte Gesellschaft in Griechenland: "Alle Parteien und alle Bürger müssen darum einen Beitrag leisten", sagte der EU-Währungskommissar.

be/DPA
 
 
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