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14. Oktober 2011, 18:05 Uhr

Athen stellt Steuerhinterzieher an den Pranger

Griechenland heizt seinen Steuersündern ein. Die Namen von 15.000 Menschen sollen in der kommenden Woche öffentlich gemacht werden. Sie schulden ihrem Staat fast 40 Milliarden Euro.

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"Hungerstreik eines Leibeigenen ohne Schulden" nennt dieser Grieche seine Aktion in Athen. Viele andere schulden dem Staat dagegen viel Geld© Yannis Behrakis/Reuters

Die Griechen schulden ihrem Staat insgesamt 37 Milliarden Euro. Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos kündigte am Freitag an, in der kommenden Woche die Steuerhinterzieher "an den Pranger zu stellen", indem er ihre Namen veröffentlicht. Insgesamt gehe es um rund 15.000 Menschen.

Die Reichen im Land hätten allein 2009 rund 5,5 Milliarden Euro ins Ausland geschafft. Venizelos sagte im Parlament, dabei gehe es um 3718 Personen, 542 davon sollen ein Einkommen von weniger als 1000 Euro im Jahr angegeben haben. Weitere Kontrollen für die 2010 und 2011 seien im Gange.

Derweil gingen die Streiks in Griechenland weiter, fast überall türmten sich in den großen Städten des Landes Müllberge auf. Neben der Müllabfuhr streiken auch die Taxi- und Busfahrer von Athen. Museen blieben den dritten Tag in Folge geschlossen.

ben/DPA
 
 
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