Das US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba ist das umstrittenste Gefängnis der Welt. Es gilt als Symbol für Verstöße gegen die Menschenrechte im Feldzug des Ex-Präsidenten George W. Bush gegen den Terror. Sein Nachfolger Barack Obama will das Lager schließen - viele Fragen sind aber noch offen.

Guantánamo Bay auf Kuba: Seit Anfang 2002 werden hier mutmaßliche Taliban- oder El-Kaida-Mitglieder festgehalten© Brennan Linsley/DPA
Der neue US-Präsident Barack Obama räumt konsequent mit weltweit kritisierten Methoden im Anti-Terror-Kampf auf: Nur zwei Tage nach seiner Amtseinführung verbot Obama per Dekret umstrittene Verhörmethoden wie das sogenannte Waterboarding, das Simulieren von Ertränken. Daran soll sich künftig auch der Geheimdienst CIA ohne Wenn und Aber halten müssen. Mit geheimen CIA-Gefängnissen soll ebenfalls Schluss sein. Insgesamt will Obama Medienberichten zufolge alle Praktiken im Umgang mit Terrorverdächtigen und jeden Einzelfall prüfen lassen.
Auch das schwierigste Projekt bei der Neuausrichtung der Amerikaner im Umgang mit Terrorverdächtigen ging Obama gleich nach seiner Amtsübernahme an: Die Schließung des international kritisierten Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba. Einer Anordnung des Präsidenten zufolge soll das Hochsicherheitsgefängnis spätestens in einem Jahr dicht gemacht werden. Doch das ist nicht so einfach. stern.de klärt auf, warum das Lager überhaupt entstanden ist, und wieso es so schwierig ist, Guantánamo wieder zu schließen.