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19. Juni 2008, 15:06 Uhr

Beweise für Folter an Gefangenen

Amerikanische Ärzte haben bei früheren Häftlingen im Irak und auf Guantanamo klare Hinweise auf Folter entdeckt. Die Experten fanden bei den Ex-Terrorverdächtigen Spuren von Schlägen, Elektroschocks und Vergewaltigung.

Im Lager in Guantanamo sollen viele Gefangene gefoltert worden sein© Lynne Sladky/AP

US-Ärzte haben nach eigenen Angaben bei medizinischen Untersuchungen von ehemaligen Gefangenen im Irak und in Guantànamo Bay klare Hinweise auf Folter gefunden. Dazu gehörten Narben und Symptome von schweren psychischen Folgeschäden, heißt es in einem Bericht der Gruppe "Physicians for Human Rights", einer Organisation von Medizinern, die sich für die Menschenrechte einsetzt.

Demnach untersuchten Spezialisten elf ehemalige Häftlinge, die sich als Terrorverdächtige durchschnittlich drei Jahre in US-Gewahrsam befanden und nach eigenen Angaben gefoltert wurden. Zudem habe es psychologische Tests gegeben, um die Wahrhaftigkeit ihrer Vorwürfe zu prüfen. Laut Bericht bestätigte sich, dass die Häftlinge, die später alle ohne Strafverfolgung aus dem Gewahrsam entlassen worden seien, tatsächlich gequält wurden. Es seien klare physische und psychische Spuren von Schlägen, Elektroschocks, Schlafentzug, sexueller Erniedrigung, Vergewaltigung und anderen schweren Misshandlungen gefunden worden.

In einem Begleitkommentar schreibt der pensionierte General Antonio Taguba, die Untersuchungsergebnisse deuteten auf "systematische Folter" hin. Taguba leitete die Ermittlungen im Skandal um die Misshandlungen von Gefangenen durch US-Soldaten im irakischen Gefängnis Abu Ghoreib 2003. Mehrere der untersuchten Häftlinge wurden dem Bericht zufolge in dieser Einrichtung festgehalten, andere im Lager Guantànamo Bay auf Kuba. Die übrigen befanden sich in Afghanistan in US-Gewahrsam.

Bei einem der in Abu Ghoreib festgehaltenen Männer seien beispielsweise bei Röntgenaufnahmen schwere Gelenkverletzungen festgestellt worden - ein Befund, der die Angaben des Ex-Häftlings bestätige, dass er im Gefängnis wiederholt stundenlang an den Armen aufgehängt worden sei.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
MamfredBuchholz (19.06.2008, 23:39 Uhr)
zählt man
dann die 5000 Kurden hinzu, die alleine an einem Tag von Saddam Hussein vergast wurden und die fünftellige Zahl sonstiger Todesopfer seines Regimes, sieht die Bilanz dann schon wieder anders aus. Aber es ist müssig, das eine Unrecht gegen das andere aufzurechnen. Und der Irak-Krieg war sicherlich ein Unrecht. Aber das gibt es nunmal auf beiden Seiten
ganzbaf (19.06.2008, 21:45 Uhr)
Bush auch nur...

ein religiös getriebener Mörder und Terrorist.
BTW: Mittlerweile sind fast ebenso viele amerikanische Soldaten in Irak ums Leben gekommen, wie im WTC.
.
"Eine Träne" hierfür und deren viele für ein paar hundertausend getötete Zivilisten
MamfredBuchholz (19.06.2008, 20:53 Uhr)
@dortgewesen
wie können Sie bloß erwähnen, dass sich der (zugegeben teilweise übertriebene) Aktionismus der USA auf islamistische Schwerverbrecher bezieht, die die ganze Welt mit ihrem Hass und ihrem Terror überziehen (einschliesslich unseres eigenen Landes)? Das passt nun gar nicht in das diffuse Weltbild der hier anwesenden Linken und ihrer islamistischen Freunde. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wer meint, mit Mord und Terror seine Religion verbreiten zu müssen, sollte damit rechnen, mit zuweilen unsanften Methoden daran gehindert zu werden.
dortgewesen (19.06.2008, 20:16 Uhr)
Folter ist besser als tot
- man kann eigentlich keine Traene fuer die Gitmo Gefangen vergiesen wenn man bedenkt das die Opfer im World Trade Center tod sind
- man kann eigentlich keine Traene fuer die Gitmo Gefangen vergiesen wenn man bedenkt das die Opfer in den Bombenanschlaegen in Spanien, London, Malaysia etc. tot sind.
- man kann eigentlich keine Traene fuer die Gitmo Gefangen vergiesen wenn man bedenkt das die Opfer von all den Flugzeugentfuehrungen und Anschlaegen tot sind
- man kann eigentlich keine Traene fuer die Gitmo Gefangen vergiesen wenn man die Reporter bedenkt denen die Kehle durchgeschnitten war...
- man kann eigentlich keine Traene fuer die Gitmo Gefangen vergiesen wenn man bedenkt das die Opfer wie du und ich nicht mal in Eurabien, entschuldigung "Deutschland" Abends ohne Angst vor Uebergriffen auf der Strasse alleine nach Hause gehen kann...
Wir stehen einem Gegner genueber der wesentlich Gewaltaetiger ist als wir es zugeben moechten. Auch wenn wir, als Westen, die ersten waren die unsere Hilfe anboten als Naturkatastrophen in den Laendern der Gefolterten das Land verwuestete. Die Vereinigten Staaten haben bis jetzt immer am meisten dazu gegeben.
McCain- wenigstens steht er fuer unser Way of Life ohne Turban, Berka, und Redefreiheit. Er ist nicht, wie wir alle, perfekt aber die Alternative sind wesentlich schlechter aus.
God bless the USA!
ecomoc4u (19.06.2008, 19:55 Uhr)
@Oetker333
dummes zeugs.
.
mccain ist nie gefoltert worden. er ist unter den pow's in vietnam als "singvogel" bekannt geworden. er war ein "special prisoner", alle söhne, deren papi oder mammi hohe us ämter hatten.
diese pow's hatten viele vorteile gegenüber dem normalen gi.
.
die beiden gebrochenen arme und ein bein, waren durch falsche anwendung des schleudersitzes entstanden.
.
allerdings wurden seine wunden am anfang nicht ordnungsgemäss behandelt. welches nach bekanntwerden seines vaters, admiral mccain, umgehend korrigiert wurde. die rote kmer wollte ihn schon 2 jahre vorher entlassen, er aber weigerte sich aus karriere gründen zu gehen. mann sagt das der alte admiral darauf bestanden hatte.
ganzbaf (19.06.2008, 19:07 Uhr)
Aber kein andere Folterstaat....

stellt sich hin und meint, die Demokratie in die Welt tragen zu müssen.
.
Dieses Amerika gehört dem Untergang.
MamfredBuchholz (19.06.2008, 18:41 Uhr)
@inselkarl
Sie haben ja so recht. Aber leider passen Foltervorwürfe gegen andere Staaten nicht ins arg verschobene Weltbild einiger Schreiber hier, denen keine Behauptung zu blöd ist, solange man damit nur seinen grenzenlosen Hass auf die USA zum Ausdruck bringen kann.
inselkarl (19.06.2008, 17:45 Uhr)
Folterstaaten
Es wird in unseren deutschen Medien so dargestellt, als ob die USA die einzigen und schlimmsten Menschenrechtsverletzer und Folterer sind. Dabei werden natürlich die Möglichkeiten der relativ freien Berichterstattung genutzt, um diese einseitige Gewichtung in den Köpfen der Menschen zu zementieren. Die Folterpraktiken in chinesichen, Nordkoreanischen, russischen iranischen, ägyptischen,polnischen, italienischen, französischen usw. Gefängnissen sind natürlich alles bedauerliche Einzelfälle. Und in Deutschland? Da wird ein Untersuchungsbeamter öffentlich moralisch hingerichtet, weil er im Entführungsfall dem Mörder Gäffgens Schmerzen angedroht hat, um evtl. das Leben des Entführten zu retten. Auch diese sog. Androhung von Folter wird von unserern oberlehrerhaften Gutmenschen als Beispiel für die Verwerflichkleit des Unterdrückungsstaates Bundesrepublik medienmässig ausgeschlachtet. Folter also überall-- wo soll man bloss hin emigrieren? Vielleicht doch nach Venezuela. Da sind die Spritpreise des Onkel Chavez wenigstens nicht so furchterregend.
heiner5362 (19.06.2008, 17:30 Uhr)
ja die weltpolizei...
oh wie schön, der aufrichtige ami beschützt uns.
indem er willkürlich foltert mordet und vergewaltigt.
ein staatssystem, zu dem man ob seiner "humanen leistungen" ehrfürchtigst aufblicken MUSS.
wer hat von der verbrecherbande anderes erwartet ?
ab bush abwärts syndikatsmässig durchseucht von krimineller energie,
sind die mafiosi in italien wickelkinder.
wär schön wenn es in the states mal richtig knallen würde.
x-cube (19.06.2008, 17:11 Uhr)
@ Oetker333
Da liegen Sie leider einer Falschmeldung auf.
Mc Cain ist nicht gefoltert worden.
"US-VETERANEN ÜBER JOHN MCCAIN
Unter Vietnam-Veteranen von “Vietnam Veterans against John McCain” und “U.S. Veteran Dispatch” wird John McCain der “Manchurian Candidate” genannt.
Er soll als “Singvogel” während seiner Gefangenschaft nicht nur priviligierten Status als Sohn eines Admirals genossen, sondern den Nord-Vietnamesen auch umfangreiche Informationen gegeben haben. Weder sei er jemals gefoltert worden, noch habe er heldenhaft sich zum Bleiben in Gefangenschaft entschlossen.
Vielmehr sei er nicht mit der ersten Welle von Gefangenen zurückgekehrt damit er nicht als Kollaborateur auffliege."
Soviel zu diesem "Helden" ....
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