. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. November 2008, 16:13 Uhr

Obama plant Prozesse in den USA

Der designierte US-Präsident Barack Obama will offenbar zahlreiche Gefangene aus dem Lager Guantanamo in den USA vor Gericht stellen. Aus Kreisen der demokratischen Partei verlautete, dass Obamas Berater an einem solchen Plan arbeiten. Im Wahlkampf hatte Obama im Falle seines Wahlsiegs die Schließung von Guantanamo verkündet.

Barack, Obama, Guantanamo, Kuba, Häftlinge, Prozesse

Hat versprochen, das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba zu schließen: der designierte US-Präsident Barack Obama© Gerald Herbert/AP

Berater des designierten US-Präsidenten Barack Obama arbeiten an einem Plan, Dutzende Guantanamo-Häftlinge in die USA zu bringen und dort vor Gericht zu stellen. Obama hat im Wahlkampf versprochen, das Gefangenenlager auf Kuba zu schließen. Der nun in der Vorbereitung befindliche Vorstoß könnte aber bedeuten, dass in den USA ein neues Justizsystem eingeführt werden muss.

Im Wahlkampf hat Obama Guantanamo als "trauriges Kapitel in der amerikanischen Geschichte" bezeichnet. Das US-Rechtssystem sei in der Lage, selbst mit den Gefangenen umzugehen. Genaue Einzelheiten nannte er dazu jedoch nicht.

Den Plänen aus Obamas Lager zufolge würden einige Gefangene freigelassen, viele andere würden in den USA strafrechtlich verfolgt. Eine dritte Gruppe - diejenigen, deren Fälle höchst vertraulich behandelt werden - müssten sich möglicherweise vor einem neuen Gericht verantworten, das besonders sensible Fälle der nationalen Sicherheit behandeln soll. Dies verlautete aus demokratischen Kreisen, die an den Gesprächen beteiligt sind.

Der Plan wäre ein scharfer Bruch mit dem Vorgehen der Regierung von Präsident George W. Bush, die für die Häftlinge auf dem Stützpunkt in Kuba eigene Militärtribunale eingerichtet hat und es strikt ablehnt, die Gefangenen in die USA zu bringen. Rechtsexperten aus beiden politischen Lagern haben den von Obamas Team verfolgten Plan begrüßt. Er dürfte aber auf Widerstand stoßen bei Republikanern, die keine Terrorverdächtigen in die USA bringen wollen und bei Demokraten, die keine neue Gerichtsbarkeit mit weniger Rechten für Häftlinge wollen.

AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Guantanamo Erstes Verhörvideo aufgetaucht

Sieben Stunden ist es lang, einige Minuten waren jetzt zu sehen: Erstmals ist ein Verhörvideo aus Guantanamo gesendet worden. Im Ausschnitt ist der damals 16-jährige Omar Khadr zu sehen, der verzweifelt versucht, den kanadischen Ermittlern seine Schusswunden zu zeigen. mehr...

Guantanamo Jugendlicher mit Schlafentzug bestraft

Ein kanadischer Jugendlicher, der im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftiert war, durfte dort wochenlang nicht schlafen. So sollte der 17-Jährige weichgeklopft werden, damit er aussagte. Er steht nun ab Oktober vor einem Militärgericht. mehr...

Guantanamo Beweise für Folter an Gefangenen

Amerikanische Ärzte haben bei früheren Häftlingen im Irak und auf Guantanamo klare Hinweise auf Folter entdeckt. Die Experten fanden bei den Ex-Terrorverdächtigen Spuren von Schlägen, Elektroschocks und Vergewaltigung. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (8/2012)
Whitney Houston