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10. Juli 2008, 07:00 Uhr

Jugendlicher mit Schlafentzug bestraft

Ein kanadischer Jugendlicher, der im US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftiert war, durfte dort wochenlang nicht schlafen. So sollte der 17-Jährige weichgeklopft werden, damit er aussagte. Er steht nun ab Oktober vor einem Militärgericht.

Im amerikanischen Gefangenenlager Guantanmo wurde ein Jugendlicher mit Schlafentzug bestraft© Paul J. Richards/AFP

Ein kanadischer Jugendlicher in Guantanamo durfte nach Dokumenten im Besitz seines Anwalts wochenlang nicht schlafen. Die US-Streitkräfte wollten ihn auf diese Weise dazu bringen, bereitwillig auszusagen. Das kanadische Außenministerium war von diesem Vorgehen bereits 2004 unterrichtet, wie aus den Dokumenten hervorgeht.

In den drei Wochen vor dem Besuch eines kanadischen Regierungsvertreters in Guantanamo sei der damals 17-jährige Omar Khadr nie länger als drei Stunden an einem Ort gewesen, heißt es in einem Bericht aus dem kanadischen Außenministerium, der aufgrund einer richterlichen Anordnung im Juni dem Anwalt Khadrs übergeben werden musste. "In Drei-Stunden-Abständen wurde er zu einem anderen Zellblock gebracht, womit ihm ein ununterbrochener Schlaf nicht möglich war", heißt es in dem Bericht, den der Anwalt Dennis Edney öffentlich machte. Khadr soll im Oktober vor ein Militärgericht gestellt werden.

Er wird beschuldigt, nach einem Gefecht in Afghanistan eine Granate auf US-Truppen geschleudert und dabei einen Soldaten getötet zu haben. 2002 wurde er im Alter von 15 Jahren gefangen genommen. Im Juni befand ein kanadischer Richter, dass die Behandlung Khadrs durch die US-Streitkräfte gegen völkerrechtliche Anti-Folter-Bestimmungen verstoßen habe. Edney sagte, die jetzt veröffentlichten Dokumente sollten den kanadischen Premierminister Stephen Harper veranlassen, in Washington auf die Freilassung Khadrs zu dringen.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 24)
 
Loki-Asgard (12.07.2008, 13:05 Uhr)
schon seltsam
Weder der Known noch der Mamfred immer Verfechter des American Dream "of was weiß ich was" sind anwesend wenn es ums eingemachte geht. Auf gehts fünfte Kolonne mit offenem Visier in die Schlacht, währe doch mal was anderes.
Loki-Asgard (11.07.2008, 20:25 Uhr)
.
Die usa haben ein Terrorregime und sind seit Jahrzehnten dabei die Welt zu versklaven, immer schön nach der Salamitaktik, Scheibe für Scheibe. Wen wundert es denn das in diesem Land Kinder gefoltert werden? Dies ist doch Teil der us Mentalität.
ecomoc4u (11.07.2008, 12:10 Uhr)
@Countryjoe
erinnern wir uns noch an den volkssport, als taleban reihenweise ihre wiedersacher bei den amis als alkaida anschwärzten, für viele us dollars. auch im irak wurde dieser volkssport praktiziert.
.
so sind taxifahrer, bauern, ladenbetreiber, uvm... in den folterstubben der amis gelandet. ok, ab und zu war auch ein echter taliban dabei. aber eben nur ab und zu.
pitiplatsch (11.07.2008, 06:31 Uhr)
Dies ist die Arbeit
" guten " widerlich Menschenverachtend und Feige bis ins letzte. Und diesem Mann ( Bush ), der im Hirn Krank ist, läuft unsere Uckermärkische Probagandisten hinterher wie eine läufige Hündin. Kinder zu Foltern das ist die Menschenverachtenste Politik seid Hitler.
Oluja (10.07.2008, 16:36 Uhr)
Immer noch nicht erkannt
wer die wahre Bedrohung des Friedens auf der Erde ist?:
Verschleppungen, Entführungen, Folter, Inhaftierungen ohne Anklage und rechtsbeistand, eine Kriegsverbrecher und Vergewaltigerarmee, illegale Angriffskriege, Fälschung von Kriegsgründen, illagales Bedrohen mit Krieg (Iran), illagale Vorbereiung und Durchführung von Präventivkriegen...= U.S.A
Immer noch unser bester Freund und verbündeter?, so wie es DasMerkel dauernd daherfaselt?, das selbe bei Israel.
nightmare_online (10.07.2008, 12:36 Uhr)
@Countryjoe
Fest steht nur das der Junge festgenommen wurde. Mehr steht ganz und gar nicht fest.
Desweiteren steht allerdings fest das die USA in Afghanistan 10.000 USD für Leute bezahlt hat, die man nach Gitmo verbracht hat. Bei den durchschnittlichen Einkommen der Leute dort (100€/Monat) ist es - selbstredend - absolut sicher, das niemand unrechtmäßig oder auf Grund falscher Verdächtigungen nach Gitmo gebracht wurde. Ich meine wer käme schon auf die Idee das ca. 8 Jahresverdienste dazu führen könnten das falsche Verdächtigungen erhoben werden ....
Countryjoe (10.07.2008, 12:22 Uhr)
@ecomoc4u
Da ich weder das eine noch das andere bin, geschweige denn dabei war, kann ich Ihnen zu den Folterungen nichts sagen. Aber welches von beiden sind Sie denn, da Sie so genau Bescheid wissen, daß gefoltert wurde?
Für mich steht erstmal nur fest, daß der Jugendliche wegen eines Terroranschlags in Guantanamo inhaftiert wurde.
Dudu (10.07.2008, 11:54 Uhr)
@Countryjoe (10.7.2008, 11:08 Uhr)
Selbst im Kampf gegen Terrorismus kann und darf sich ein Land niemals! außerhalb des eigenen Rechtssystems stellen. Und erstrecht darf es Völkerrecht nicht ignorieren, denn wer Völkerrechtswidrig handelt, ist entsprechend der US-Definition ein Terrorist.
Übrigens:
Frage: Wissen Sie, wer den Taliban in Afg. an die Macht verholfen hat.
Antwort: Die USA
nightmare_online (10.07.2008, 11:27 Uhr)
Banal und einfach
Wer Leute foltert, wer ihnen Menschen- und Bürgerrechte vorenthält, ein reguläres Verfahren verweigert, kann nicht für Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit etc. stehen.
Und dabei ist es vollkommen irrelevant, wer oder was diese Leute sind.
Oder kurz gesagt: Man kann nicht das mit Füssen treten, was man vorgibt zu verteidigen.
Br0wnie (10.07.2008, 11:15 Uhr)
@ countryjoe
Sogar Kinder bzw. Jugendliche sollten Konsequenzen tragen können. Das sollten sie wirklich lernen.
Aber: Kinder leben das, was die Erwachsenen ihnen vormachen. Und die Kinder tragen meiner Meinung nach keine Schuld. Es müssen sich nicht die Kinder ändern, sondern zunächst die Erwachsenen.
Von den Foltermethoden halte ich absolut gar nichts. Wie soll der Jugendliche auch daraus lernen? Gewalt entsteht aus Gewalt. Und das bekehrt ihn in keinster Weise.
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