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4. März 2009, 22:18 Uhr

Sudan weist Hilfsorganisationen aus

Auf den Haftbefehl gegen den amtierenden Präsidenten Omar al Baschir hat der Sudan mit der Ausweisung internationaler Hilfsorganisationen aus der Krisenregion Darfur reagiert. Oxfam, Save the Children UK und andere hätten gegen Gesetze verstoßen. Die Vereinten Nationen befürchten nun eine Verschärfung der humanitären Lage in Darfur.

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Haftbefehl gegen Sudans Präsident al Baschir: In New York hoffen Demonstranten auf die Rettung der Krisenregion Darfur© Mike Segar/Reuters

Der Sudan hat nach dem internationalen Haftbefehl gegen Präsident Omar al Baschir bis zu zehn Hilfsorganisationen aus der Krisenregion Darfur ausgewiesen. Das teilten die Vereinten Nationen am Mittwoch in New York mit. Die stellvertretende UN-Sprecherin Marie Okabe sagte, Generalsekretär Ban Ki Moon habe von einem "schweren Rückschlag für die lebensrettenden Einsätze in Darfur" gesprochen und die sudanesische Regierung aufgefordert, die Ausweisungsorder umgehend zurückzunehmen.

Bei den betroffenen Organisationen handele es sich unter anderem um Oxfam, Solidarities und Mercy Corps, sagte Okabe. Auch Save the Children UK sowie die niederländische Sektion von Ärzte ohne Grenzen wurden nach eigenen Angaben aufgefordert, den Norden des Sudans zu verlassen. Okabe sagte, die Ausreise der Mitarbeiter werde die humanitäre Situation sowie die Sicherheitslage vor allem in Darfur stark verschlechtern.

Allein Oxfam versorgt nach eigenen Angaben etwa 600.000 notleidende Menschen in Darfur unter anderem mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Die Organisation ist seit 1983 im Sudan aktiv und hat dort derzeit 450 Mitarbeiter. Save the Children hilft 50.000 Kindern im Norden des Landes.

Der sudanesische Vizepräsident Ali Osman Mohammed Taha bestätigte die Ausweisung von zehn Organisationen und erklärte, diese hätten gegen Gesetze verstoßen. "Wenn eine Organisation humanitäre Hilfe als Vorwand nimmt, um ein politisches Ziel zu erreichen, das die Sicherheit des Landes und seine Stabilität betrifft, werden rechtliche Maßnahmen ergriffen, um das Land und seine Interessen zu schützen", sagte er.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hatte am Mittwoch Haftbefehl gegen Al-Baschir wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur erhoben. Er ist der erste amtierende Staatschef, der sich vor dem Gericht verantworten soll.

AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
OnceKnown (05.03.2009, 10:18 Uhr)
Hmm...
Unglaublich, zu welchem Redeschwall manche Leute fähig sind. Kurz und gut: Wer sich aktiv an der Ausrottung bzw. Vertreibung von Menschen befasst sollte in der Tat weltweit mit Haftbefehl gesucht werden, vollkommen egal, ob China dann kein Öl mehr aus dem Sudan bekommen würde.
.servicekanal24.de (05.03.2009, 09:54 Uhr)
und die Verbrachen in Irak, in Palästina., Afghanistan
Das sind wieder solche sinnlose Entscheidungen, die politisch motiviert sind und die nur die Probleme der Menschen komplizieren werden.
Das Gericht in Den Haag ist sehr politisch motiviert und ist nun das letzte Mittel der westlichen Länder, um noch gegen den Verlust ihrer Macht zu kämpfen. Diese Einschüchterung wird nix bringen.
Früher haben die westlichen Länder mit Wirtschaftssanktionen oder Militärgewalt die Welt ausgebeutet und die Herrscher gezwungen, das zu tun was sie wollten.
Nun ist das nicht mehr möglich. Sie haben selbst kein Geld mehr und sind nicht mehr das Zentrum der Weltwirtschaft.
Viele afrikanische Länder verzichten ganz auf Europa und Amerika und erreichen trotzdem gigantische Wachstumszahlen, auch, wenn die Medien hier nicht darüber reden. Die Wirtschaftsentwicklung z. B. in Sudan ist bombastisch.
Die Westlichen Länder haben keine Macht mehr und dachten mit so einem Gericht könnten Sie noch etwas erreichen. Das ist falsch kalkuliert.
Genauso hatten sie mit der Globalisierung gedacht. Nun steht fest, die Verlierer der Globalisierung sind die westlichen Länder.
Bist du ein Präsident in Afrika und verkauft dein Land darfst du töten, wie du willst. Du wirst hier in den Medien als Beispiel gelobt.
Lehnst du aber ab dein land billig ausrauben zu lassen suchen sie alle Möglichkeiten, um dich weg zu schaffen.
So war es auch mit Mugabe, der vor 20 Jahren viele Menschen tötetet aber , da er dabei die Interesse der Weißen und Europäern gewahrt hatte, wurde er hier in den Medien damals als Beispiel Afrikas genannt. Und sogar von Königin Englang mit Orden gelobt. Damals haben Afrikaner geschrien aber die Welt hatte nicht zugehört. Heute, tötete er viel weiniger Menschen aber, da er dabei das Interesse der Weißen nun nicht mehr vertritt, wurde er auf einmal als Diktator bestempelt. Das ist der Grund warum ganz Afrika im Fall Zimbabwe gegen Europa steht und nicht, weil sie Mugabe liebt.
Sie haben es mit Zimbabwe versucht: es hat nicht geklappt. Nun mit dem Sudan; das wird nicht klappen. Der Präsident Suden muss nicht nach Europa reisen. ( Was ist noch Europa fragte sich ein Gouverneur aus Kongo? Sie haben doch nix mehr). Nur hier kann er verhaften werden.
Da die afrikanischen Länder, die sich schon längst von Europa emanzipiert und abgelöst und erstmals dann richtig wachsen, haben diese Aktion gegen Sudan nicht unterstützt, deswegen wird diese Aktion , wie mit dem Fall Mugabe nichts werden.
Das Problem ist, dass der Darfour sehr reich ist an Erdöl, man vermutet mehr als überall in der Welt, der Dafour ist sehr sehr reich an Gold, Diamant usw. Die Regierung hat abgelehnt mit Westlichen Firmen zusammenzuarbeiten, um diese Schätzen zu bewirtschaften. Die westliche Ländern haben dann Gruppen dort mit Waffen geliefert und somit den Krieg angezettelt. Der Krieg hat angefangen, als man Reichtum dort vermutet hat. Das gleiche Schema kennen wir. Das Problem jetzt für Europa ist, dass Europa keine Macht mehr hat.

Die Afrikaner fragen sich seit längeren Zeit jetzt, wann kommen die Verbrechen des Westen in Afrika (Massenvergewaltigung von Frauen und Kindern öfter vor deren Männern und Vätern, Plünderungen, Diebstahl, Morde, Folter, KZ-Lager, uvm.) vorm dem Gericht in Den Haag? Es reicht nicht zu sagen die andere Verbrechen liegen in der Vergangenheit und deswegen verjährt. Verbrechen gegen die Menschlichkeit kann niemals verjährt werden. Und die Verbrechen in Irak, in Palästina., Afghanistan ? Wenn Gerechtigkeit dann bitte aber für alle
Corazito3333 (05.03.2009, 09:29 Uhr)
Allah schläft
und die "gläubigen Muslime", die müssen beten und können sich nicht um "Hungerleider" kümmern. Es ist bigott!! Aber die Sklaverei, die Ausrottung der Indianer... haben die Christen vorgemacht....
Vincent_Vega (05.03.2009, 09:12 Uhr)
Haftbefehl trotzdem richtig
Denn die Verantwortung für eventuelle Opfer durch die Ausweisung der Hilfsorganisationen trägt der Staatschef, der sie ausweist bzw. sich nicht darum kümmert, dass seine eigenen Staatsbürger versorgt werden.
Man sollte solchen Potentaten schon deutlich machen, dass sie sich nicht alles erlauben können, auch wenn der Haftbefehl zunächst einmal nur symbolisch wirkt. Denn wer schickt denn jetzt eine Truppe, um den Mann festzunehmen? Die USA sind froh, wenn sie aus dem Gebiet Truppen abziehen können, die Chinesen würden sogar mit dem Teufel handel treiben und einige europäischen Länder tun es glaube ich bereits.
waelder (05.03.2009, 06:08 Uhr)
Krieg gegen die eigene Bevölkerung
"Man schlägt den Sack und meint den Esel" (deutsches Sprichwort)
Die Ausweisung der Hilfsorganisationen war vorauszusehen. Denn wer Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, hat kein Problem damit, wenn es diesen Menschen noch schlechter geht.
Für den Internationalen Gerichtshof und dessen legalen Hintergrung macht es aber einen Unterschied, ob man die eigene Bevölkerung aushungert oder ganze Regionen mit Waffengewalt aushungert.
Aber grundsätzlich stimmt der Hinweis auf Nord-Korea, trifft aber sicher auch auf Simbabwe zu.
manesse (04.03.2009, 23:22 Uhr)
Die Ausweisung
von Helfern in Dafur ist die typische Reaktion von muslimischen Rassisten. Das ist doch eine Sklavenhaltergesinnung, die hinter dem muslimischen Regime im Sudan steht. Und die arabische Liga schützt diese Figuren auch noch. Was ist denn das für eine Art von Frömmigkeit?
Julian2225 (04.03.2009, 23:12 Uhr)
Visionen?
Unerbitterlicher Jaeger mit Visionen? Naja, die Notleidenten in Dafur werden ihm fuer seine Vision dankbar sein!
Aber natuerlich konnte der Visionaer das nicht voraussehen da es sich um Visionen von Grandeur handelte.
Auch wenn der Staatschef angeklagt gehoert, haelt man die Klappe weil es einem um die Zivilbevoelkerung geht. Aber vielleicht klagt er als naechstes das Staatsoberhaupt von North Korea an. Als naechste Vision...
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