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30. Januar 2006, 12:04 Uhr

Wir brauchen das Geld

Der Spitzenkandidat der Hamas Ismail Hanijeh hat die EU aufgefordert, die palästinensische Administration weiter finanziell zu fördern. Weitere Gespräche sollten ohne Vorbedingungen stattfinden.

Forder Geld und Toleranz: Ismail Hanijeh, Spitzenkandidat der Hamas© Patrick Baz/AFP

Der Spitzenkandidat der palästinensischen Hamas-Extremisten, Ismail Hanijeh, hat am Montag an die Europäische Union (EU) appelliert, ihre Finanzhilfen für die Palästinenser nicht zu stoppen.

"Wir rufen sie auf, die Prioritäten des palästinensischen Volks in dieser Phase zu respektieren und die ideelle und finanzielle Unterstützung fortzusetzen", sagte Hanijeh in Gaza-Stadt. Ziel müsse es sein, die Stabilität der Region zu fördern und nicht Spannungen zu verstärken oder Druck aufzubauen. Zugleich verlangte Hanijeh vom Nahost-Quartett aus EU, Vereinten Nationen (UN), USA und Russland, ohne Vorbedingungen Gespräche mit der Hamas aufzunehmen.

500 Millionen Euro in 2005

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte der Hamas gedroht, die finanzielle Unterstützung der EU einzufrieren, falls sie nicht der Gewalt abschwören und das Existenzrecht Israels anerkenne. 2005 hatte die EU der Palästinenser-Regierung 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und damit einen wichtigen Teil zu deren Budget beigetragen.

Merkel wollte am Montagnachmittag Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas treffen, lehnt aber Gespräche mit den Hamas-Extremisten ab. Am Abend plante das Nahost-Quartett in London Beratungen über seine Reaktion auf den Hamas-Sieg.

Reuters
 
 
 
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