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Vor einem Jahr brach der Krieg zwischen Russland und Georgien aus. Nun klärt die EU, wer diese Eskalation verschuldete. Fest steht: Vielen Georgiern hat der Konflikt dauerhaftes Leid gebracht. Andreas Albes hat Menschen besucht, deren Bilder damals die Welt bewegten.
Die russischen Truppen haben nach Angaben des stellvertretenden Generalstabschefs mit dem Rückzug aus Georgien nach Südossetien begonnen. Georgien wie auch die USA haben dagegen noch keine Anzeichen für einen russischen Abzug. Zudem ist ein Gefangenenaustausch zwischen Russland und Georgien geplatzt.
Vor einem Jahr kämpften Georgien und Russland um Südossetien. In ossetische Gefangenschaft geriet dabei der junge georgische Soldat Beso. Er überlebte nur, weil er für einen Osseten noch wertvoll war.
Die Region Südossetien will nach dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili international fahnden lassen. Das Land bezeichnet Saakaschwili als "Kriegsverbrecher" wegen des Konflikts im August.
Der militärische Erfolg Russlands in Georgien täuscht: Die russische Armee befindet sich in einem maroden Zustand: Ihre Waffen stammen überwiegend aus dem Kalten Krieg, Russland kann sich militärisch mit den USA nicht mehr messen. Das soll nun anders werden, das Land rüstet auf.
Wochen nach dem Krieg in Südossetien bröckelt die Unterstützung für Georgiens Präsidenten Michail Saakaschwili im eigenen Land. In einem offenen Brief attackieren Oppositionelle Saakaschwili mit unangenehmen Fragen. Ihre wichtigste: "Warum fiel Georgien trotz Warnungen der USA in Südossetien ein?"
Da lacht der Russe, und der Westen wundert sich: Warum nur glauben die Nato-Staaten, dass allein Russland die Rolle des Bösen im Georgien-Konflikt zusteht? Wo doch das Verteidigungsbündnis Russlands kompromisslose Haltung provoziert hat. Und Georgiens Präsident Michail Saakaschwilli eigentlich vors Kriegsgericht gehört.
Die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten, G7, hat das Vorgehen Russlands in Georgien scharf kritisiert. Die Entscheidung, die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien anzuerkennen, wecke Zweifel am russischen Engagement für Frieden.
Nach langem Zögern hat Russland seine Truppen aus Georgien abgezogen. Mehrere hundert Soldaten sollen aber die so genannten Pufferzonen um die von Georgien abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien weiter kontrollieren.
1771 Menschen sind beim Krieg um die abtrünnige Provinz Südossetien in Georgien ums Leben gekommen. Unterdessen haben die Behörden das Rote Kreuz nach langem Warten in die Krisenregion gelassen. Das russische Oberhaus signalisierte, Abchasien und Südossetien als unabhängig anerkennen zu wollen.
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