Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Clinton demontiert Republikaner - ohne ein Wort zu sagen

Wieder standen sich die republikanischen Präsidentschaftsanwärter in einer TV-Debatte gegenüber - das Niveau sank in ungeahnte Tiefen. Gut für Hillary Clinton, die die Schlammschlacht ihrer Kontrahenten clever nutzte.

Hillary Clinton

Während es bei der TV-Debatte der Republikaner Donald Trump, Marco Rubio und Ted Cruz persönlich wurde, nutzt Hillary Clinton die Schlammschlacht, um mit lustigen Tweets Sympathien zu gewinnen

Bei kaum einem US-Wahlkampf der jüngsten Geschichte schenken sich die Kandidaten so wenig, wie im diesjährigen Rennen um das Weiße Haus. Insbesondere bei den republikanischen Kandidaten herrscht in den TV-Debatten ein Ton, der eher an Halbstarke auf dem Schulhof als an den Wettbewerb um das mächtigste Amt der Welt erinnert. Angestachelt durch den Demagogen Donald Trump, der gemeinsam mit der Demokratin Hillary Clinton am vergangenen Super Tuesday die meisten Delegierten für sich gewinnen konnte, halten sich auch seine Kontrahenten Marco Rubio und Ted Cruz mit persönlichen Beleidigungen nicht mehr zurück.

Gestern traf das republikanische Bewerberfeld erneut aufeinander - in der TV-Debatte des US-Senders Fox News in Detroit. Auf welchem Niveau sich der Kampf um die republikanische Nominierung mittlerweile abspielt, verdeutlichte sich hier erneut, als Donald Trump auf eine vorangegangene Beleidigung von Marco Rubio reagierte - dieser hatte zuvor auf Trumps Hände als "klein" bezeichnet, und man wisse ja, "was über Männer mit kleinen Händen gesagt wird…"

Diesen Angriff auf seine Männlichkeit konnte Trump in der gestrigen TV-Debatte natürlich nicht unkommentiert lassen und versicherte dem Publikum, "diesbezüglich gibt es keine Probleme, das garantiere ich euch." Generell spielte die politische Agenda der Kandidaten eher eine untergeordnete Rolle, es ging vielmehr darum sich gegenseitig zu diskreditieren - um jeden Preis. So vermochte es keiner der Kandidaten, einen sonderlich positiven Eindruck bei der Wählerschaft zu hinterlassen, was sich als gefundenes Fressen für Hillary Clinton rausstellte. 

Hillary Clintons Blick sagt mehr als tausend Worte

Während der Schlammschlacht zwischen Trump, Rubio und Cruz postete Clintons Wahlkampf-Team ein Meme der drei republikanischen Kandidaten auf Twitter, wie sie wild gestikulierten und sich gegenseitig ins Wort fielen. Darunter ein kurzes Video Clintons, in dem sie ihren Kopf auf einen Arm stützt. Ihr Blick sagt dabei mehr als tausend Worte: Langeweile, Unverständnis und die Frage, wann dieses Elend endlich ein Ende hat.

Später schickte Clinton noch ein weiteres Meme hinterher, auf dem sie sich die Schläfen reibt - darüber die Frage: "Wieviele von diesen (TV-Debatten) müssen wir uns noch antun?" Clintons Tweets amüsieren nicht nur Amerika, sondern auch weite Teile der Welt - in der sich angesichts Donald Trumps erfolgreicher Kampagne immer mehr Sorgen breitmachen.

Clinton trifft mit ihrem Tweet deshalb ins Schwarze, weil es ihr gelingt, ohne ein einziges Wort zu sagen womöglich mehr Menschen aus dem Herzen zu sprechen, als es die republikanischen Kandidaten mit ihrem Gebrüll bei der TV-Debatte vermochten. Well played, Mrs. Clinton.


täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools