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6. Juli 2009, 06:30 Uhr

Rückkehr von Präsident Zelaya gescheitert

Seit mehr als einer Woche befindet sich Honduras am Rande eines Bürgerkriegs. Nun ist die geplante Rückkehr des aus dem Amt geputschten Präsidenten Manuel Zelaya gescheitert. Auf dem Flughafen der Hauptstadt Tegucigalga kam es zu Ausschreitungen. Es gab Tote und Verletzte. Zelaya kündigte an, nicht aufzugeben.

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Flughafen von Tegucigalpa: Zusammenstöße zwischen Anhängern von Präsident Zelaya und der Polizei© Gustavo Amador/EPA

Rückkehr des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya nach Honduras ist gescheitert. Zelaya, dessen Maschine über der Hauptstadt Tegucigalpa kreiste, sagte dem venezolanischen Fernsehsender Telesur, die Landung sei wegen Hindernissen auf der Landesbahn unmöglich gewesen. Er selbst werde nach anderen Möglichkeiten suchen, um nach Honduras zurückzukehren.

Seine Maschine landete schließlich in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua. Von dort flog er nach San Salvador weiter. Es wird erwartet, dass sich Zelaya in San Salvador mit dem Vorsitzenden der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), José Miguel Insulza, und Präsidenten befreundeter Staaten treffen wird. Die Präsidenten von Ecuador, Argentinien und Paraguay unterstützen ihn bei seinen Versuchen, die Macht in seinem Land zurückzuerlangen.

Zwei Tote bei Ausschreitungen

Zelaya war am Sonntag in Washington aufgebrochen, um in Honduras an die Macht zurückzukehren. Tausende seiner Anhänger hatten am Flughafen auf die Rückkehr gewartet. Dabei kam es zu Ausschreitungen mit Sicherheitskräften, bei denen zwei Menschen ums Leben kamen und mehrere verletzt wurden. Dies berichteten lokale Medien unter Berufung auf die Polizei. Vom honduranischen Roten Kreuz liegt dazu bisher keine Bestätigung vor. Die Lage um den Flughafen beruhigte sich am Abend (Ortszeit), viele Demonstranten verließen den Ort des Geschehens.

Im Laufe des Tages hatte sich die Lage in Honduras bis auf das Äußerste angespannt. Zelaya bekräftigte beim Anflug auf Tegucigalpa seinen Anspruch auf die Rückkehr ins Präsidentenamt. Er warf der Interims-Regierung in Telefonaten mit Fernsehsendern vom Flugzeug aus vor, mit Waffen gegen das eigene Volk vorzugehen. "Ich kehre zurück, um die Ordnung wiederherzustellen", sagte er. Niemand habe das Recht, ihm als dem demokratisch gewählten Präsidenten und Oberkommandierenden das Recht auf Heimkehr streitig zu machen. Die Behörden erteilten der Maschine von Zelaya aber keine Landegenehmigung in Honduras.

Micheletti: Truppen Nicaraguas an der Grenze

Interims-Präsident Roberto Micheletti teilte zur gleichen Zeit vor der Presse in Tegucigalpa mit, in Nicaragua seien an der Grenze zu Honduras Truppen aufmarschiert. Er forderte die mit Zelaya verbündeten Regierungen von Nicaragua und Venezuela auf, Honduras nicht anzugreifen.

Zelaya war am vergangenen Sonntag gestürzt und von Militärs außer Landes gebracht worden. Die neue Regierung wirft ihm vor, die Verfassung mehrmals gebrochen zu haben und eine Diktatur errichten zu wollen. Zelayas wichtigster Verbündeter, Venezuelas Präsident Hugo Chàvez, hatte unmittelbar nach dem Staatsstreich verkündet, er werde die neuen Machthaber in den kleinen mittelamerikanischen Land stürzen.

Tegucigalpa, Hauptstadt von Honduras
Bedienungsanleitung für die Karte: Pfeilsymbole = Karte verschieben;
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"Satellit" = Luftbildaufnahme;
"Hybrid" = Luftbild mit eingezeichneten Straßen
DPA
 
 
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