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22. April 2008, 16:20 Uhr

UN warnen vor globaler Katastrophe

In Kambodscha droht die Einstellung der Schulspeisung, ähnliches dürfte in 78 anderen Ländern passieren: Das UN-Welternährungsprogramm hat vor einer riesigen weltweiten Hungersnot gewarnt. Als erstes Land hat nun Frankreich seine Nahrungsmittelhilfe verdoppelt.

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Ein obdachloses Mädchen beim Mittagessen in Manila: Gerade Kinder leiden besonders unter den hohen Lebensmittelpreisen© Bullit Marquez/AP

Angesichts der steigenden Nahrungsmittelpreise hat das UN-Welternährungsprogramm (WFP) vor einer weltweiten Hungersnot von riesigem Ausmaß gewarnt. Mehr als 100 Millionen Menschen seien von der Krise betroffen, und die internationale Staatengemeinschaft müsse darauf genauso reagieren wie auf den Tsunami von 2004, forderte WFP-Exekutivdirektorin Josette Sheeran am Dienstag in London vor einer Gesprächsrunde zu der Lebensmittelkrise. Damals habe die Weltgemeinschaft insgesamt zwölf Milliarden Dollar an Hilfe zur Verfügung gestellt. "Wir brauchen erneut eine solche Großzügigkeit", sagte Sheeran.

Hungerbekämpfung sei "moralische Herausforderung"

Alle Nationen müssten dringend auf die Lebensmittelkrise reagieren, die in einigen Ländern bereits zu blutigen Unruhen geführt habe, betonte Sheeran. In Kambodscha drohe die Einstellung des Schulspeisungsprogramms, solange keine neuen Gelder bereitgestellt werden. In insgesamt 78 Ländern stünde die Organisation vor einer ähnlichen Entscheidung. Es sei die größte Herausforderung in der 45-jährigen Geschichte des WFP.

Die Bekämpfung des Hungers sei eine "moralische Herausforderung" für jeden Einzelnen und eine Bedrohung der politischen und wirtschaftlichen Stabilität in aller Welt, heißt es in einer Mitteilung des britischen Premierministers Gordon Brown vor dem Treffen mit Experten und Vertretern internationaler Hilfsorganisationen und auch Supermarktketten.

Sarkozy will höhere Agrarproduktion

Frankreich hat angesichts der Hungerkrise in der Welt seine Nahrungsmittelhilfe verdoppelt. In diesem Jahr würden 60 Millionen Euro gezahlt, gab das französische Präsidialamt am Dienstag nach einem Treffen von Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit dem Chef der Welternährungsorganisation FAO, Jacques Diouf, in Paris bekannt. Für eine "dauerhafte" Lösung der Nahrungsmittelkrise fordere Sarkozy eine Erhöhung der Agrarproduktion.

Nötig sei eine "globale Partnerschaft" für Nahrung und Landwirtschaft, um die Einsätze von Vereinten Nationen, Staaten, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen besser zu koordinieren. Um die Agrarproduktion in Afrika wieder anzukurbeln, sei ein "neuer Konsens" erforderlich, hieß es in der Pressemitteilung des Élysée-Palastes. Landwirtschaft müsse in der Entwicklungshilfe wieder ein "Schlüsselsektor" werden. Frankreich wolle bis 2012 eine Milliarde Euro in die Entwicklung der afrikanischen Agrarwirtschaft fließen lassen. Auf Einladung Dioufs werde Sarkozy zum FAO-Gipfeltreffen Anfang Juni nach Rom reisen.

AP/DPA
KOMMENTARE (8 von 8)
 
blackview (23.04.2008, 00:16 Uhr)
So lange
wir Lebensmittel in die dritte Welt schicken, wird sich da nichts ändern.Die Stammeshäuptlinge schlagen sich die Köppe ein und geben das Geld für Waffen und Luxusautos aus.Dann sind ausgerechnet in den "armen" Länder die Geburtenraten so hoch und eben da ist nichts vorhanden. Die Verantwortungslosigkeit liegt nicht bei mir als "Westler" sndern bei den Schwarzafrikanern selbst.Ich kann eben keine Kinder in die Welt setzen , wenn ich nix zu beissen habe. Da bedarf es keiner Aufklärung darüber, wenn der IQ auf dem Niveau der Durchschnittstemperatur liegt.So, nun gehe ich mal ein lecker Steak essen. Freue mich schon darauf, das mich nun alle niedermachen werden.
Georges13437 (22.04.2008, 20:23 Uhr)
Die Überbevölkerung wird zum Existenzproblem.
2050 sollen etwa 10 Milliarden Menschen diesen Planeten bevölkern. Mit diesem Anstieg haben aber auch die tierischen Lebensmittel in ihrer Masse dem Bedarf standhalten müssen. Der logisch denkende Mensch wird feststellen, dass diese Entwickelung nicht gut gehen kann. Alle wollen Essen und Trinken, alle brauchen Energie, die Arbeitsstätten sind so modernisiert, dass kaum noch Menschen vorzufinden sind. Ohne einen gesellschaftlichen grundlegenden Wandel auf unserer Erde wird es keine Zukunft geben. Ein schöner Brocken aus dem All könnte uns bei der Reduzierung der Menschheit garantiert behilflich sein. Ob die Menschen nach seinem Aufprall ihren Charakter ändern, wage ich allerdings zu bezweifeln.
MfG Georges 13437
heiner5362 (22.04.2008, 16:49 Uhr)
was wäre wenn
es wirklich zu einer vernünftigen geburtenkontrolle käme in diesen ländern mit hohen zuwachsraten wenn diese sich auf ihre werte besinnen würden und sich nicht missionieren liessen.
da kann uncle ben keine cola mehr verkaufen keine waffen und keinen genmais.
keine rohstoffe mehr abzocken weil die dann selbst schürfen würden, auf eigene kasse.
solch ein staat hätte PLÖTZLICH biowaffen im arsenal und wäre als terrorstaat zu bekämpfen.
die neuerdings schon kriminell vorbelasteten g.i.s hätten ihre helle freude daran alles abzuknallen,
was solche ideen hervorbringt.
wie wäre es denn wenn china endlich mal seine gesamten dollarreserven auf den markt schmeisst und sich mit dem euro eindeckt um diesem verbrecherstaat endlich mal ein garaus zu machen.
ach ja atomkrieg.
wenn das nicht terror allererster güte ist.
osama bush residiert in washington, d.c. bei dem weiss man wenigstens wo man ihn findet.
das original sein ex-geschäftspartner !!!!!! hält sich aus gutem grund bedeckt.
das ganze wird künstlich hochgekocht damit gen-monsanto noch fettere gewinne einfahren kann.
es haben mit den ramsch-hypotheken ja auch alle bankerfliegen sch... gefressen, wie blöd kann man eigentlich sein. wo das geld geblieben ist ? 3 mal raten...
Lammbock (22.04.2008, 16:37 Uhr)
Wieviel Mrd. Dollar...
hat der Senat der USA noch gleich im letzten Jahr dem Millitär zum Kriegspielen zugesprochen???
Dafür wär doch mit Sicherheit für jedes hungernde Kind ein Döner drin oder Agrarmaschinen oder eine Sanierung der Infrastruktur oder Schulen oder...
Garnet (22.04.2008, 15:59 Uhr)
Gute Frage.Was waere wenn
wir Kondome und Pillen in die 3te Welt schicken wuerden. Wenn wir alles Geld und Muehe in Aufklaerung und Bildung stecken wuerden. Die Korruption der Fuehrer der 3ten welt beseitigen koennten. Das Bevoelkerungswachstum stoppen anstatt mit Lebensmittellieferungen noch zu forcieren. Wir den Leuten dort unmissverstaendlich klar machen wueden das sie so nicht weiter machen koennen. wir uns endlich darueber klar werden das Lebensmittelhilfen nur kurzfristig wirken und langfristig zu noch mehr Problemen fuehren. Man muss nicht wirklich intelligent sein um dies zu erkennen.
NeuerMensch (22.04.2008, 15:52 Uhr)
@undueberhaupt
das hat mit Biosprit überhaupt nichts zu tun. Nur 1% der weltweit genutzten Anbaufläche für Argrarprodukte wird für die Biospritproduktion genutzt. Und das auch nicht erst seit gestern. Spekulation und erzwungene offene Märkte sind das Problem.
undueberhaupt (22.04.2008, 15:44 Uhr)
Was für eine verkehrte Welt!
In Deutschland werden Getreide und Mais für teilweise für Biosprit angebaut, den wir noch nicht brauchen, die Bauern wollen ihre Milch in die Gülle kippen, weil sie nicht genug daran verdienen, es werden Urwälder in der dritten Welt gerodet, damit andere pflanzliche Nahrungsmittel, die für alternative Energien angebaut werden, statt den Hunger der Welt zu stoppen. Wo führt das nur hin?
master_of_chaos (22.04.2008, 15:37 Uhr)
Was wäre wenn..
es keine Globalisiereung gäbe? Der Mensch bei Transportmitteln immer noch auf Pferde / Esel angewiesen wäre ?
Die profitgier der Lebensmittelkonzerne nicht existent wäre?
Wären dann solche Katastrophen Fremdwörter in den Köpfen der Betroffenen?
Was wäre, wenn es kein Internet gäbe,keine Nachrichten, welche sich in Sekundenbruchteilen verbreiten. Würden wir uns dann über so etwas Gedanken machen?
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