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So elend ist die Lage im Flüchtlingscamp Idomeni

Das Aufnahmelager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze versinkt nach tagelangem Regen im Schlamm. Zelte sind durchnässt, die Menschen werden krank. "Es ist unerträglich", berichtet ein Reporter.

Seit Tagen regnet es in dem Grenzlager Idomeni. Das Camp hat sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Seit Tagen regnet es in dem Grenzlager Idomeni. Das Camp hat sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Anhaltender Regen hat das Aufnahmelager in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze in eine Schlammwüste verwandelt. Immer mehr Menschen werden krank: Hunderte Flüchtlinge, unter ihnen auch viele Kinder, litten unter schweren Erkältungen, Atemwegebeschwerden und Durchfall, berichteten Ärzte des kleinen Krankenhauses der Ortschaft Polykastro nahe Idomeni.

"Die Nacht war nass und kalt, es hat fast durchgehend geregnet", berichtete ein Reporter des Bayerischen Rundfunks. "Die Zelte sind komplett durchnässt." Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen müssen noch immer viele Flüchtlinge in der Kälte schlafen.

Rund 13.000 Menschen sitzen in Idomeni fest. Sie hoffen, dass die mazedonische Seite den Zaun doch noch öffnet und dass sie dann nach Mitteleuropa weiterreisen können. Seit vielen Tagen sei jedoch kaum jemand über die Grenze gekommen, auch keine Syrer, berichtet der Reporter. "Es ist möglich, dass heute mehr Menschen als die letzten Tage das Camp verlassen, denn es ist tatsächlich unerträglich."

Flüchtlingskrise: Die Schlammwüste von Idomeni
Seit Tagen regnet es in dem Grenzlager Idomeni. Das Camp hat sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Seit Tagen regnet es in dem Grenzlager Idomeni. Das Camp hat sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Wird das Lager in Idomeni geräumt?

Vertreter der griechischen Behörden, aber auch Hilfsorganisationen ermutigen die Menschen abzureisen. Es sei sinnlos im Schlamm zu warten, weil die Grenze zu Mazedonien vorerst nicht aufgemacht werde, hieß es.

Zu Wochenbeginn hatte der stellvertretende griechische Verteidigungsminister Dimitris Vitsas angedeutet, das Lager könnte wegen der unhaltbaren Zustände evakuiert werden. "Noch ist keine Polizeiaktion in diese Richtung geplant", sagte ein Grenzpolizist aus der Region Idomeni der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Flüchtlingsstrom nach Griechenland reißt nicht ab

Ein Ende des Zustroms von Migranten von der Türkei nach Griechenland ist vorerst nicht abzusehen. Am Donnerstagmorgen kamen rund 800 Migranten von den griechischen Ägäis-Inseln Lesbos und Chios in der Hafenstadt Piräus an. Am Abend wurde eine weitere Fähre mit etwa 300 Migranten an Bord erwartet. Dies teilte die Küstenwache mit.

Der Bürgermeister der Insel Chios rief die Regierung in Athen auf, sofort eine weitere Fähre einzusetzen, damit die Insel entlastet werde. In Chios warteten mehr als 3000 registrierte Migranten auf ihre Weiterreise zum Festland, berichtete das Staatsradio (ERT) weiter.

kis/DPA
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