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16. April 2009, 10:20 Uhr

Marathonwahl beginnt blutig

Bis Mitte Mai sind mehr als 700 Millionen Inder aufgerufen, ihre Stimme bei den Parlamentswahlen abzugeben. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Zu recht: Gleich zu Beginn ist es zu Anschlägen von maoistischen Rebellen gekommen, mindestens 17 Menschen wurden getötet.

Indien, Wahl, Wahlen, Parlamentswahlen

Ein Wahlhelfer kontrolliert Wahlcomputer: Bis Mitte Mai sind rund 700 Millionen Inder aufgerufen, ihre Stimme abzugeben© DPA

Maoistische Rebellen haben am ersten Tag der indischen Parlamentswahl im Osten des Landes mindestens 17 Menschen getötet. Die Nachrichtenagentur PTI meldete am Donnerstag, bei einem Bombenanschlag auf einen Bus der paramilitärischen Grenztruppen im Bundesstaat Jharkhand seien sieben Sicherheitskräfte und zwei Zivilisten ums Leben gekommen.

Im benachbarten Chhattisgarh starben nach PTI-Angaben fünf Mitarbeiter der Wahlkommission bei der Explosion einer Landmine. Zudem sei ein Polizist bei einem Maoistenangriff auf ein Wahllokal getötet worden. Auch im Bundesstaat Bihar seien zwei Polizisten erschossen worden.

Die Marathon-Wahl startete unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen. In den kommenden Wochen sind mehr als 700 Millionen der rund 1,1 Milliarden Inder dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Maoisten haben ebenso wie muslimische Extremisten im indischen Teil Kaschmirs zum Boykott der Wahl aufgerufen. S. Y. Qureshi von der staatlichen Wahlkommission sagte, mehr als 200.000 Sicherheitskräfte seien zur Absicherung der Wahl eingesetzt. "Wir befürchten hier und da ein paar Probleme, aber wir sind vorbereitet."

Aus organisatorischen und aus Sicherheitsgründen findet die Abstimmung an fünf Wahltagen statt, der letzte am 13. Mai. Drei Tage später soll das Ergebnis verkündet und die 543 Sitze im Parlament bestimmt werden. Am ersten Wahltag sind 143 Millionen Bürger in 17 der insgesamt 35 indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien zur Stimmabgabe aufgerufen. Dort gelten 23.000 Dörfer vor allem im indischen Teil Kaschmirs sowie in Bundesstaaten mit starker Präsenz maoistischer Rebellen als "sensibel". Wahlen in Indien werden immer wieder von Gewalt überschattet.

AFP/DPA/AP
 
 
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