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Es war ein militärisches, menschliches und diplomatisches Desaster: der Angriff der israelischen Armee auf die "Friedensflotte für Gaza". Rückblick auf zwei verhängnisvolle Tage im Mittelmeer.
Die Gaza-Hilfsflotte sticht wieder in See, und niemand weiß, ob sich das Desaster von 2010 mit neun Toten wiederholt. Israel ist entschlossen, alles zu tun, um den Schiffskonvoi zu stoppen.
Fünf der elf Deutschen, die den israelischen Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte miterlebt haben, sind inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt und erheben schwere Vorwürfe gegen Israel. In Tel Aviv spricht man dagegen von Selbstverteidigung.
Die heftigste Attacke kam aus der Türkei: "Mord im Auftrag des Staates", nannte Außeniminster Davutoglu bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates den Angriff Israels auf die Gaza-Hilfsflotte. Israel versucht derweil, die weltweiten Wogen der Entrüstung zu glätten.
Israelische Elitesoldaten haben eine Flotte mit Hilfsgütern für Palästinenser geentert. Mehr als zehn Menschen starben. An Bord der Schiffe waren auch deutsche Politiker und ein Bestsellerautor.
Israel wollte die Gaza-"Solidaritätsflotte" stoppen - und richtete dabei ein Blutbad an. Mindestens neun Menschen starben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan spricht von Staatsterrorismus, Israel dagegen weist alle Schuld von sich. US-Präsident Barack Obama will den Fall offenbar genau prüfen.
In der Taliban-Hochburg Baghlan sind bei Kämpfen mit Aufständischen vier Bundeswehr-Soldaten getötet worden, fünf weitere wurden verletzt. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.
Es ist eine Premiere für die Kanzlerin: Angela Merkel will am Freitag an der Trauerfeier für die drei in Afghanistan getöteten Soldaten teilnehmen und unterbricht dafür ihren Spanienurlaub. Besonders Oppositionspolitiker hatten sie zu diesem Schritt gedrängt.
Das Verteidigungsministerium hat neue Vorwürfe gegen Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wegen des verheerenden Luftangriffs in Afghanistan zurückgewiesen. Der Minister habe selbst Anfang November auf einen Report des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) mit Zahlen zu zivilen Opfern des Angriffs verwiesen.
Von einem Krieg in Afghanistan will Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung nach wie vor nicht reden. Während der Trauerfeier für die zwei während des Einsatzes am Hindukusch getöteten deutschen Soldaten sprach der Minister dennoch von "Gefallenen".
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