. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
30. Oktober 2009, 11:57 Uhr

EU-Gipfel einigt sich auf Klima-Kompromiss

Mit einem "starken Mandat" geht die Europäische Union in den Weltklimagipfel in Kopenhagen. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs auf einen tragfähigen Kompromiss. Den internen Streit um die Lastenverteilung klammerten sie erst einmal aus.

EU-Gipfel, Klimaschutz, Klima, Brüssel, Merkel, osteuropäische Länder, Polen

Deutschland ist für EU-Klimahilfen - aber nur unter Bedingungen: Ratspräsident Reinfeldt (r.) redete Kanzlerin Merkel gut zu© Eric Feferberg/AFP

Die EU-Staaten haben sich auf einen Kompromiss im Streit um das kostspielige Weltklimaabkommen geeinigt. "Die EU hat jetzt ein starkes Verhandlungsmandat", erklärte der schwedische Ministerpräsident und amtierende EU-Ratsvorsitzende Fredrik Reinfeldt am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel. Der Rahmen stehe, über Details der Lastenteilung soll eine Arbeitsgruppe entscheiden, sagte sie am Freitag weiter. Die abschließenden Ergebnisse der Lastenteilung müssten die Staats- und Regierungschefs dann einstimmig beschließen.

Am Donnerstag hatten sich die Staats- und Regierungschefs noch nicht auf konkrete Zusagen der Gemeinschaft für die ärmeren Staaten verständigen können. Darauf hatte aber vor allem die schwedische Ratspräsidentschaft gedrungen - unterstützt von Großbritannien. Deutschland und die osteuropäischen Länder wollten dagegen keine Zahl und auch keine Verteilung der Lasten innerhalb der EU festlegen. Deutschland hat vor allem taktische Gründe, um nicht erneut als erste - vor anderen großen Industrie- und Schwellenländern - in Vorleistung zu treten. Die osteuropäischen Staaten wollten sich als der ärmere EU-Teil möglichst gar nicht an Unterstützungen beteiligen.

Interne Verteilung der Lasten ausgeklammert

In dem Verhandlungsmandat lassen die EU-Staaten Diplomaten zufolge offen, welchen finanziellen Beitrag sie für den Kampf gegen den Klimawandel in armen Ländern leisten wollen. Die EU nennt lediglich eine allgemeine Schätzung für die Kosten in den Entwicklungsländern, die bis 2020 jährlich auf rund 100 Milliarden Euro beziffert werden. Auch Bedenken Polens und osteuropäischer Länder über die Lastenteilung innerhalb der EU wurden laut Reinfeldt ausgeräumt.

Die osteuropäischen Staaten hatten zuvor den Klima-Kompromiss abgelehnt. "Die Vorschläge zur Lastenteilung sind nicht präzise genug", hatte es aus polnischen Delegationskreisen geheißen. Polen führt eine Gruppe von neun mittel- und osteuropäischen Ländern an, die sich am Morgen vor Beginn des Treffens abgesprochen hatten. Sie wollten durchsetzen, dass der Anteil der Lasten eines jeden Landes sich am Bruttoinlandsprodukt orientiert. Diese Details sollen nun in einer Arbeitsgruppe diskutiert werden.

Die Osteuropäer werden dabei auch darauf pochen, bei der internen Lastenteilung für das geplante Weltklimaabkommen wegen ihrer wirtschaftlichen Lage nicht übermäßig belastet zu werden. Es geht dabei um Milliardenbeträge. Offenbar war das Ausklammern dieser Frage die einzige Möglichkeit, zu einer Einigung zu kommen. Zuvoer hatte Polens Europa-Staatssekretär Mikolaj Dowgielewicz noch gesagt: "Die Chancen für einen Kompromiss sind moderat. Ich würde nicht mein Geld darauf verwetten."

Erfolg des Klimagipfels hängt von EU ab

Die Finanzhilfen der reichen Industriestaaten sind ein wesentlicher Punkt für einen Erfolg bei den Kopenhagener Verhandlungen im Dezember, wo rund 190 Staaten einen Nachfolgepakt für das 2012 endende Kyoto-Protokoll schließen wollen. Ab 2020 werden nach Einschätzung der EU-Kommission dafür jährlich rund 100 Milliarden Euro benötigt. Zunächst müssten ab 2010 bis 2012 etwa fünf bis sieben Milliarden Euro von den reichen Ländern zur Verfügung gestellt werden.

dho/Reuters/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Administrator (02.11.2009, 10:24 Uhr)
@Prologo
Bei unter zehn Kommentaren gibt es keine "weiteren Kommentare" die angezeigt werden können, so dass der Link auch nciht angezeigt wird. Sie sehen auf den ersten Blick immer erst max. zehn Beiträge - werden mehr abgegeben erhalten Sie unten die beiden Links "Alle Kommentare" und "Mehr Kommentare".
utospatz (30.10.2009, 23:50 Uhr)
Ob us Angela weiss was ein Gipfel is?
Wenn sie's heute noch nicht begriffen hat, komm als Rentner ich in's Klimakterium!
Das einzige was bisher sie geleistet war Flugbereitschaftskraftstoff in der Luft zu vergeuden! Würde ich auch gerne mal tun.
So ohne Kostenverantwortung und so, und Schwesters-Schwelle an meiner Seite, macht doch jeden christlichen Quähler froh.Den an meiner Seite, erkennt mich jeder Chinese als Landsmann!
Prologo (30.10.2009, 19:34 Uhr)
Kommentarsuche
Bei mir bleiben immer die gleichen Kommentare stehen. Neue kommen nicht hinzu. Bei unter zehn Kommentaren fehlt der klick, alle Kommentare.
Also kann ich nicht neue aufrufen.
Obwohl ich mich immer einlogge.
Was mache ich falsch?
utospatz (30.10.2009, 17:09 Uhr)
Da hat der kohlsche Umweltstangenspargel
tatsächlich eine Schwesters-Schwelle gefunden, die von Umwelt so viel Ahnung hat, wie eine Wildsau von Hairstyling!
Prologo (30.10.2009, 17:05 Uhr)
Test
Test
Prologo (30.10.2009, 16:03 Uhr)
denkmal, UR33, nightmare_online, bayerbienengift
Danke!
Ich bin mit Euren Kommentaren voll einverstanden.
Eine Eränzung habe ich noch.

Die EU soll auch allein deshalb noch Abgeschafft werden, weil sie nichts anderes ist, als eine Luxuspensionswellnessabsahner Geldquelle für entsorgte, unbrauchbare Politiker.
Bezahlt auch noch vom Steuerzahler.

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen will.

MfG,
Tobi
Medienbeobachter (30.10.2009, 15:48 Uhr)
Vorreiter im Sprücheklopfen
Mit scharfer Kritik hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac
auf die klimapolitischen Ergebnisse des EU-Gipfels in Brüssel
reagiert.

"Mit der Verweigerung konkreter Finanzzusagen für die Länder des
Südens hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Verkleidung als
Klima-Queen endgültig abgelegt und den Klimagipfel in Kopenhagen im
Dezember offen sabotiert", sagte Chris Methmann vom bundesweiten
Attac-Koordinierungskreis. "EU-Gipfel und Koalitionsvertrag zeigen:
Wenn es konkret wird, vertritt Merkel lieber die Interessen der
Konzerne. Vorreiter ist die deutsche Bundesregierung nur noch im
Sprücheklopfen."

Sochle scharfen Worte gibt es natürlich in der Hofberichterstattung unserer Mainstream-Medien nicht.
denkmal (30.10.2009, 15:15 Uhr)
wie immer
... ausser Spesen (natürlich) nichts gewesen. Wahrscheinlich wäre es besser, derartige "Gipfel" zu untersagen. Die Anreisen verschmutzen ja die Luft noch mehr ....
Das bißchen Smalltalk kann zur Not auch telefonisch erledigt werden!
nightmare_online (30.10.2009, 15:01 Uhr)
Wer glaubt ...
... das die Kanzlerin mehr tut, als heisse Luft zu produzieren (siehe Heiligendam), dem ist schlicht nicht mehr zu helfen. Die Frau weiss inziwschen, das Kohls Rezept vom Aussitzen sichere Mehrheiten bringt, und so handelt sie. Wohlfeile Reden und Untätigkeit.
bayerbienengift (30.10.2009, 14:01 Uhr)
Na immerhin Frau Klimakanzlerin
haben Sie sich zu einem unverbindlichen 'Vielleicht" hinreissen lassen. Und zu weiteren Vorhandlungen über zukünftige freiwilllige Absichtserklärungen zum Weiterverhandeln. Derzeit planen Sie ja auch ersteinmal den Neubau von 25 Kohle-Grosskraftwerken allein in Deutschland.
MEHR ZUM ARTIKEL
EU-Gipfel zum Klimaschutz Am Geld scheiden sich die Geister

Beim EU-Gipfel in Brüssel ringen die 27 Mitgliedsländer um eine einheitliche Position für die Weltklimakonferenz Anfang Dezember in Kopenhagen. Streit gibt es vor allem über die Finanzierung des Klimaschutzes. mehr...

Lissabon-Vertrag EU-Gipfel einigt sich auf Zugeständnis an Tschechien

Es fehlt nur noch die Unterschrift des tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus unter dem EU-Reformvertrag. Nun hat Klaus in Brüssel bekommen, was er wollte - der EU-Gipfel einigte sich darauf, Tschechien eine Ausstiegsklausel aus der Grundrechtecharta zu gewähren. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe