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24. Januar 2003, 10:53 Uhr

USA erwarten „robuste“ militärische Koalition

Die USA sind überzeugt, dass sie trotz des Widerstands aus Deutschland und Frankreich eine „robuste“ militärische Koalition zur Abrüstung des Iraks zusammenbringen können.

Sind zuversichtlich, im Falle eines Militärschlages nicht alleine dazustehen: Powell, Bush, Rumsfeld© dpa

US-Regierungssprecher Fleischer: Es sei gut möglich, dass Frankreich „aus der Reihe tanzt“

Die USA sind überzeugt, dass sie trotz des Widerstands aus Deutschland und Frankreich eine „robuste“ militärische Koalition zur Abrüstung des Iraks zusammenbringen können. Das sagte Präsidentensprecher Ari Fleischer am Donnerstag in Washington. Auch US-Außenminister Colin Powell zeigte sich zuversichtlich, dass die USA im Falle eines Militärschlags nicht allein dastehen werden. „Sollten die UN es versäumen zu handeln, (...) dann behalten sich die USA das Recht vor, zu tun, was sie für angemessen zur Verteidigung ihrer und der Interessen ihrer Freund sowie der Welt halten“, sagte Powell bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Jack Straw.

Es sei gut möglich, dass Frankreich „aus der Reihe tanzt“, sagte Fleischer weiter. Andere Länder wie Großbritannien, Australien, Italien und die meisten mittel- und osteuropäischen Länder stünden aber hinter den USA.

Powell räumte ein, dass es „scharfe Differenzen“ über das weitere Vorgehen gebe. Er wies aber zugleich darauf hin, dass er eine Lösung für möglich halte. „Die Debatte ist noch nicht zu Ende“, betonte der US-Minister. Sowohl Powell als auch der britische Außenminister Jack Straw wiesen wiederholt darauf hin, dass Frankreich für die erste UN- Resolution mit der Androhung „ernster Konsequenzen“ gestimmt und auch Deutschland die Entschließung mit allen ihren Teilen unterstützt habe.

Es sei klar, dass bei den Waffeninspektionen die Beweislast beim Irak liege und von den Waffeninspekteuren nicht erwartet werden könne, dass sie selbst einen zündenden Beweis für irakische Verstöße zu Tage förderten. Sollte es hier Missverständnisse geben, dann hoffe er, dass diese in den Debatten der kommenden Tage ausgeräumt werden könnten, fügte Powell hinzu.

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