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5. August 2005, 09:23 Uhr

Bush lässt al-Kaida-Drohung kalt

US-Präsident George W. Bush lässt sich durch die jüngste Drohung von al Kaida nicht einschüchtern - das Terrornetzwerk hatte angedroht, den Irak zu einem zweiten Vietnam zu machen.

George Bush: Gut gelaunt, von Einschüchterung keine Spur© Rod Aydelotte/Getty Images

"Wir werden Kurs Halten, wir werden den Job im Irak erledigen", sagte Bush auf seiner Ranch in Texas. Er reagierte damit auf eine Videobotschaft von al-Kaida-Vize Ajman al Sawahri, die vom Sender al Dschasira ausgestrahlt worden war.

Der Stellvertreter von Osama bin Laden drohte, den Irak zu einem zweiten Vietnam zu machen, und warf Bush, Außenministerin Condoleezza Rice und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor, ihr Volk zu belügen. Es gebe keinen Ausweg außer einem sofortigen Abzug. "Wenn ihr heute nicht geht, werdet ihr sicherlich morgen gehen, und nach Zehntausenden von Toten."

Die US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen außergewöhnlich hohe Verluste zu beklagen: Bei Gefechten im Westen Iraks kamen seit Montag mindestens 24 Soldaten ums Leben. Am Mittwochabend wurden bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe in Bagdad außerdem drei amerikanische Soldaten getötet.

Die Erklärung Sawahris mache deutlich, warum die USA den Terrorismus bekämpften, beteuerte Bush. "Es sind Mörder, die Unschuldige töten, um ihre düstere Vision der Welt zu verbreiten." Falls die Terroristen glaubten, sie könnten im Mittleren Osten überleben, würden sie die USA jedoch unterschätzen.

AP
 
 
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