US-Präsident George W. Bush hat sich unbeeindruckt von den weltweiten Protesten gegen einen möglichen Irak-Krieg gezeigt. Ein Regierungschef könne seine Politik nicht nach dem Umfang von Demonstrationen ausrichten, sagte Bush.

US-Präsident Bush: Krieg bleibt letztes Mittel© AFP
US-Präsident George W. Bush hat sich unbeeindruckt von den weltweiten Protesten gegen einen möglichen Irak-Krieg gezeigt. Ein Regierungschef könne seine Politik nicht nach dem Umfang von Demonstrationen ausrichten, sagte Bush. Vielmehr müsse er sich nach Sicherheitsaspekten richten. „Demokratie ist eine schöne Sache, und dass die Menschen ihre Meinung sagen dürfen“, erklärte Bush weiter. Der Krieg bleibe jedoch letztes Mittel. Das „Risiko, nichts zu tun“, sei nach seiner Ansicht „eine viel schlechtere Option“. Am Wochenende waren weltweit Millionen Menschen gegen einen drohenden Krieg auf die Straße gegangen.
Zugleich erklärte Bush, die EU-Gipfelerklärung zum Irak sei ein positiver Schritt. Er sagte dies mit Blick darauf, dass die Europäische Union Gewaltanwendung gegen den Irak als letztes Mittel nicht ausgeschlossen hatte. Der Präsident bestätigte zugleich, dass die USA mit Freunden und Verbündeten an einem Entwurf für eine neue Irak- Resolution arbeiteten. Eine solche Entschließung wäre „nützlich“ und „hilfreich“, erklärte der Präsident. Er halte sie aber „nicht für notwendig“.
Fragen, ob die USA in der Resolution dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein ein Ultimatum stellen und ihm damit noch einmal eine „letzte Chance“ geben wollten, beantwortete Bush nicht. Er sagte lediglich, Saddam Hussein habe genügend Chancen gehabt: „Wir brauchen nicht eine andere Chance und noch eine andere Chance und noch eine andere Chance“. Mit Blick auf die Antikriegsdemonstrationen vom Wochenende vor allem in Großbritannien würdigte Bush den britischen Regierungschef Tony Blair als einen „mutigen“ Mann: „Ich bin stolz, dass ich ihn einen Freund nennen kann.“