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27. Februar 2009, 18:32 Uhr

Obama zieht Kampftruppen bis 2010 ab

Barack Obama löst eines seiner wichtigsten Wahlkampf-Versprechen ein: Der US-Präsident hat angekündigt, bis zum August 2010 alle amerikanischen Kampftruppen aus dem Irak zurückzuziehen. Dennoch bleibt eine 50.000 Mann große Streitmacht im Land - zur Ausbildung der irakischen Truppen

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Bald geht es zurück: US-Präsident Barack Obama will den größten Teil der amerikanischen Truppen zügig aus dem Irak abziehen© Stefan Zaklin/DPA

US-Präsident Barack Obama hat den Rückzug aller amerikanischen Kampftruppen aus dem Irak bis August 2010 angekündigt. Allerdings sollten zwischen 35.000 und 50.000 Soldaten weiter im Land bleiben, sagte Obama am Freitag auf dem Militärstützpunkt Camp Lejeune im Bundesstaat North Carolina. Das wären rund ein Drittel der gegenwärtigen Truppenstärke von 140.000 Mann.

"Lasst es mich so klar sagen, wie ich kann: Mit dem 31. August wird unser Kampfauftrag im Irak enden", sagte Obama. Die verbleibenden US-Soldaten hätten die Aufgabe zu übernehmen, irakische Truppen auszubilden und zu unterstützen. Außerdem sollten sie gezielte "Spezialeinsätzen gegen Terroristen" durchführen. Diese US-Soldaten sollten bis Ende 2011 abgezogen werden, wie es unlängst mit der Regierung in Bagdad vereinbart worden war.

Die Pläne Obamas waren bereits im Vorfeld auf scharfe Kritik in den eigenen Reihen gestoßen. Führende demokratische Abgeordnete monieren, dass die Zahl bis zu 50.000 vorerst im Irak verbleibender US-Soldaten zu hoch sei.

Ein rascher Truppenrückzug aus dem Irak war eines der wichtigsten Versprechen Obamas im Wahlkampf. Zunächst hatte er einen Rückzug innerhalb von 16 Monaten nach seinem Amtsantritt versprochen. Obama will durch den Rückzug zugleich mehr Spielraum für eine verstärkte Truppenpräsenz in Afghanistan gewinnen. Bereits kürzlich hatte er die Entsendung weiterer 17.000 Soldaten nach Afghanistan angekündigt.

DPA
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Dirk_37 (01.03.2009, 09:35 Uhr)
@durant
Gmathol hat ja auch nicht behauptet, die Patrio seien Angriffswaffen. Insofern hat er leider Recht. Er ist halt ein fanatischer Anhänger der Weltverschwörungstheorien und so einen bekennen sie nicht, nicht mal mit Fakten:-)
Daß der Krieg im Irak völkerrechtlich nicht in Ordnung ist, die besagten WMD nie gefunden wurden (obwohl Rumsfeld sie ja selber verscherbelt hatte*lol*)und eine ganze Generation Amerikaner von der eigenen Regierung angelogen worden ist, steht trotzdem außer Zweifel! Wenn Obama jetzt den Müll vom unfähigen Bush anfängt aufzuräumen, ist das nur zu begrüßen,mfG Dirk
facilidad_de_ser (28.02.2009, 10:38 Uhr)
Das scheint zu...
...bedeuten, dass bis August 2010 die amerikanische Währungsreform abgeschlossen sein soll. Danach bezahlen die Amis das Erdöl und ihr Exportdefizit nicht mehr mit bunten Dollars, sondern mit bunten Ameros, die auch nicht den Goldstandart.....
...aber egal.
P.S.: Möchte nicht wissen, wie es August 2010 in Europa aussieht. Eins ist sicher, idyllisch wird´s nicht gerade sein.
jeanclaude (28.02.2009, 09:11 Uhr)
amerika ist auf das öl angewiesen!
50000 amerikaner für ausbildung und schutz von zivilisten...
hört sich grossartig an.
nur wer im ernst glaubt diesen blödsinn?
die amis werden solange ausbilden und zivilisten schützen,bis der letzte tropfen öl aus dem land ausgequetscht ist.
falls amerika aus dem irak komplett abzieht,würde es nichtmal stunden dauern,bis die restlichen staaten des nahen ostens,zu "schurkenstaaten" und sich weigern ihr öl für lustig bedruckte papierschnitzel mit toten präsidenten zu verschenken...
auch wenn ich obama für integer halte,er würde dem ökologischen,militärischem,und wirtschaftlichem weltvernichterstaat nummer eins den todesstoss versetzen.
Mensch.Student (28.02.2009, 00:24 Uhr)
die können sich nicht einmal die 50k dort leisten...
Gesunder Unternehmerstand: Wenn ich nach Jahren der Investition in ein Ackerfeld keine Ernte sehen kann muss ich irgendwann damit aufhören es zu versuchen anstatt nur das Feld zu verkleinern. Wer oder was garantiert den Amis das das irak. Öl irgendwann Ihnen gehören wird - vor 50Jahren war derartiges noch möglich aber heute - pustekuchen ...
durant2008 (28.02.2009, 00:16 Uhr)
Gmathol...
gehen Sie ins Bett und schlafen sie aus.
So eine Scheisse habe ich schon seit einigen Tagen nicht mehr gelesen...
Voelkermord? Seit wann gibt es Voelkermord im Irak? Den gab es unter Hussein der das eigene VOLK MORDETE!
Patriotsysteme sind reine DEFENSIV WAFFEN, naemlich zur Luftabwehr! Kaufen Sie sich mal ein Militaerbuch!!!
Ihre Postings sind so laecherlich, dass sie schon wieder amuesant sind...
Julian2225 (28.02.2009, 00:08 Uhr)
US Interest!
Einen Grund weshalb der TEILWEISE Truppenabzug 35-50000Soldaten aussen vor laesst hat der Stern wohl uebersehen. Die verbleibenden Troops sollen ausser dem genannten Gruenden, US Interessen verteidigen. Was auch immer die sein moegen, mit 50000 Soldaten laesst sich einiges schuetzen, mit freundlichem Gruss an Halliburton etc.
Das solche Aussagen zudem biegsam sind wissen wir noch von Georgie Boy, von nie gefundenen WMDs to Freedom for Iraqis in nur einem Jahr....
gmathol (27.02.2009, 23:32 Uhr)
Null hat eine neue Definition: 50.000.
War doch klar das man auch weiterhin Iraq fuer Kriegsspielchen und Voelkermord nutzen will. Die arme iraqische Bevoelkerung wird die naechsten 100 Jahre auch weiterhin an der US Seuche leiden. Der UN Sicherheitsrat oder besser Schurkenrat erlaubt ja jetzt auch Voelkermord und Angriffskriege.
Polen erhaelt von den USA Patriot-Batterien mit dem Hinweis das diese zur Verteidigung gegen die Russen dienen. Desweiteren glaubt der Schurkenstaat USA immer noch andere Laender hinsichtlich Menschenrechte belehren zu muessen.
Gut so! Damit wird es keien Kooperation seitens China und Russland mehr geben. Saufen die USA oekonomisch weiter ab koennte sich China ganz von den USA abwenden und den russischen/osteuropaeischen Markt bedienen.
Die USA begehen schwerwiegende geopolitische Fehler, weil man glaubt "great" zu sein.
chatahootchee (27.02.2009, 22:02 Uhr)
NICHT ERWARTET,
diesen Sinn fuer Realitaet. Zwei Sachen sind bemerkenswert:
- BHO weiss, er kann den Irak nicht einfach so verlassen; dieses auch von den Irakis gewuenschte Training macht Sinn.
- BHO hielt seine Rede auf dem selben Armeestuetzpunkt, den GWB fuer seinen erste Rede vor Soldaten ausgesucht hat.
Hoffen wir bloss, dass Afghanistan nicht der Irak des BHO wird.
YaPo (27.02.2009, 20:11 Uhr)
endlich, aber..
Endlich, ist man geneigt zu sagen, endlich beendet Obama die Besatzung im Irak. Nach knapp sechs Jahren wird ein Land erlöst, auf dessen Gebiet ein völkerrechtswidriger, auf schlichtweg falschen Tatsachen begründeter Krieg stattgefunden hat. Die Beendigung dieser Besatzung ist jedoch kein Startschuss in friedvolle, freiheitlich-demokratische Zeiten wie z.B. nach dem Ende der Besatzung in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Der Bush-Krieg hinterlässt ein zerstörtes Land, das weiterhin von Elend und Bürgerkrieg geprägt sein wird und das auch nicht durch die fortwährende Präsenz der US-Truppen in geringerer Anzahl stabil gehalten werden kann. Im Gegenteil: Je weniger Truppen im Land sind, desto offenkundiger wird der katastrophale Zustand, in dem sich der Irak befindet.
Das der Abzug der Truppen unweigerlich richtig ist, ist indiskutabel. Die Narben einer desaströsen Kriegs- und Nachkriegszeit werden jedoch nicht zu verdecken sein. Auch wenn das Zweistromland bald "frei" sein wird, einen wirtschaftlich konsolidierten, politisch stabilen und freien Irak wird es sobald nicht geben.
Der illegale Krieg der USA im Irak hat zwar einen Diktator gestürzt, der sein Volk unterdrückt und vernachlässigt hat, war aber unfähig, das Land zu stabilisieren. Nun werden andere kommen, die die Ooberhand im Irak übernehmen, doch für das irakische Volk wird sich nichts ändern.
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