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6. Januar 2007, 18:25 Uhr

Bush wechselt US-Kommandeure aus

US-Präsident Goerge Bush hat die militärischen Schlüsselpositionen der US-Streitkräfte in Afghanistan und dem Irak neu besetzt. Mehr kann er im Moment offenbar nicht tun: Der demokratisch dominierte US-Kongress will die von Bush gewünschte Aufstockung der Truppen im Irak nicht genehmigen.

Soll's nun richten: William Fallon, künftiger Chef der US-Streitkräfte in Irak und Afghanistan© AP

Im Zuge der Neujustierung seiner Irak-Politik hat US-Präsident George W. Bush die beiden wichtigsten Militärposten für Region neu besetzt. Oberkommandierender im Irak wird David Petraeus, der George Casey ersetzt. Petraeus hatte zuletzt ein Militärprogramm geleitet, das sich mit der Bekämpfung von Aufständen befasst - unter besonderer Berücksichtigung politischer, ethischer und kultureller Umstände. Neuer Chef des US-Zentralkommandos im Irak und in Afghanistan wird William Fallon, der John Abizaid ablöst. Die Personalien müssen noch vom Kongress bestätigt werden, was für gewöhnlich reine Formsache ist.

Präsidialamtssprecher Tony Snow wies die Kritik aus den Reihen der Demokraten zurück, Bush habe die Kommandeure nur ausgetauscht, weil sie ihm nicht das gesagt hätten, was er habe hören wollen. "Das ist einfach falsch", sagte er.

"Nicht noch mehr Amerikaner gefährden"

Die von Bush gewünschte Aufstockung der Truppen im Irak ist vermutlich nicht durchzusetzen. Der Senats-Mehrheitsführer Harry Reid und die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, schrieben am Freitag an Bush: "Noch mehr Kampftruppen würden nur noch mehr Amerikaner gefährden." Die Spitzen der Demokraten warnten davor, das Militär zu überlasten. "Wir glauben, der Weg nach vorn ist, mit einer schrittweisen Verlagerung unserer Truppen in den nächsten vier bis sechs Monaten zu beginnen", erklärten sie. Unterdessen sollten sich die Truppen verstärkt darauf konzentrieren, irakische Kräfte auszubilden. Die "New York Times" hatte jüngst berichtet, Bush wolle die US-Truppen im Irak wohl um 17.000 bis 20.000 Soldaten aufstocken.

Knapp vier Jahre nach der US-Invasion versinkt der Irak immer mehr in Gewalt und Anarchie. Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki kündigte am Samstag eine neue Offensive gegen sunnitische und schiitische Milizen in Bagdad an Maliki an. Zugleich kündigte er harte Strafen an. Unmittelbare Anzeichen für eine Offensive gab es aber nicht.

Am Mittwoch will Bush seine neue Irak-Strategie offiziell präsentieren.

Reuters
 
 
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