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17. Juli 2009, 18:39 Uhr

Ahmadinedschad ernennt neuen Atom-Chef

Nach dem Rücktritt des oppositionsnahen Atom-Chefs Gholamresa Aghasadeh hat Irans Regierung jetzt einen Nachfolger gefunden. Die Internationale Atombehörde ist mit der Wahl zufrieden: Ali Akbar Salehi gilt als zurückhaltend und gesprächsbereit.

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Wird von der Atombehörde als Mann des Dialogs gesehen: Ali Akbar Salehi© Joe Klamar/AFP

Die Entscheidung von Irans Präsident Ahmadinedschad, Ali Akbar Salehi zum neuen Atom-Chef des Landes zu machen, wird von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) als positives Zeichen gesehen. Ahmadinedschad ernannte Salehi am Freitag zum Nachfolger des zurückgetretenen Gholamresa Aghasadeh.

Salehi ist damit Chef der iranischen Atombehörde und für alle technischen Aspekte des umstrittenen Programms zuständig. Der Mann mit eher zurückhaltendem Auftreten gilt im Vergleich zu seinem Vorgänger als verhandlungsbereiter.

"Ich denke, es ist ein positives Zeichen", reagierte der ehemalige IAEA-Chefinspektor, Pierre Goldschmidt, auf die Ernennung Salehis. Er sei ein Mann des Dialogs. Beide kennen sich aus der Zeit Salehis als IAEA-Gesandter in Wien. In seiner Amtszeit dort hatte der Iran ein Protokoll unterzeichnet, dass deutlich umfangreichere Untersuchungen der Atominspektoren als heute im Land erlaubte. Damals verzichtete die Regierung in Teheran auch - wie vom Westen gefordert - auf einige Atomaktivitäten. Beides wurde aber später wieder rückgängig gemacht.

Im Westen wird befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel eines friedlichen Nuklearprogramms heimlich am Bau einer Atombombe arbeitet. Der Iran dagegen beharrt darauf, das Programm diene ausschließlich der Energiegewinnung.

Nach Angaben der IAEA hat der Iran inzwischen mehr als 7000 Zentrifugen in der Nuklearanlage in dem Atomzentrum Natans installiert. Davon waren bis Anfang Juni 4920 in Betrieb. Mittlerweile seien fast 1,4 Tonnen Uran angereichert worden. Ob und in welchem Zeitraum der Iran technisch zum Bau einer Atombombe in der Lage ist, ist derzeit bei Experten umstritten. Nach Recherchen des stern könnte das Land schon binnen sechs Monaten eine Bombe bauen und diese testen.

DPA
 
 
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