. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
18. September 2005, 10:48 Uhr

Atomstreit droht zu eskalieren

Im Streit um Irans Atomprogramm hat Präsident Ahmadinedschad angeboten, ausländische Firmen an der Uran-Anreicherung zu beteiligen. Die EU erwartet jedoch mehr und will den UN-Sicherheitsrat einschalten.

Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen© Daniel Berehulak/Getty Images

Iran ist nach Worten seines Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bereit, bei der Urananreicherung mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten. In einer mit Spannung erwarteten Rede vor den Vereinten Nationen sagte Ahmadinedschad am Samstag "eine enge Partnerschaft" mit dem privaten und dem öffentlichen Sektor anderer Länder zu. "Das ist der weit reichendste Schritt, den Iran über die Einhaltung des Nichtverbreitungsvertrages (NPT) hinaus bereit ist, als Vertrauensbeweis zu erbringen", sagte Ahmadinedschad. Er solle die "größtmögliche Transparenz" von Irans umstrittenen Atomprogramm bieten.

EU enttäuscht

Die Europäische Union (EU) hat sich nach der Rede Ahmadinedschads dafür ausgesprochen, im Atomstreit mit der Islamischen Republik den UN-Sicherheitsrat einzuschalten. "Die EU-Reaktion auf die Rede von Herrn Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad ist, dass die Sprache, die er gebraucht hat, uns keine Alternative lässt, als eine Überweisung an die UN zu verfolgen", sagte eine EU-Sprecherin. Zunächst müsse jedoch ein internationaler Konsens in der Frage erzielt werden, ergänzte sie. Die EU und die USA verdächtigen den Iran, hinter seinem zivilen Nuklearprogramm eine Produktion von Atomwaffen zu verstecken.

Am Montag kommt der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien zusammen. Er könnte die Angelegenheit an den UN-Sicherheitsrat überweisen. Das höchste UN-Gremium kann über Sanktionen gegen die Islamische Republik entscheiden.

Iran warnt vor Resolution

Unterdessen hat die iranische Regierung am Sonntag die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) vor einer scharfen Resolution gegen Iran gewarnt. "Sollte sich der IAEO-Gouverneursrat auf seiner morgigen (Montag) Sitzung mehr mit politischen als mit technischen und rechtlichen Aspekten befassen und eine scharfe und einseitige Resolution beschließen, dann würde Iran entsprechend reagieren", sagte der iranische Außenamtssprecher Hamid- Resa Assefi in Teheran. "In diesem Fall würde sich die Atmosphäre radikal verändern", fügte der Sprecher hinzu.

Ahmadinedschad bezeichnete das umstrittene Atomprogramm seines Landes als völlig legal. Teheran habe die Mittel, seine Rechte zu verteidigen, falls das Land vor den UN-Sicherheitsrat gebracht werden sollte, drohte der Präsident in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN.

 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Atomstreit Bush droht Iran mit Gewalt

Der amerikanische Präsident hat ein militärisches Eingreifen gegen den Iran als eine mögliche Option bezeichnet. Bundeskanzler Schröder warnte daraufhin Bush vor einem Krieg - und bekam umgehend eine Reaktion der Opposition. mehr...

Atomstreit Iran reaktiviert Atomanlage vollständig

Einen Tag nach der ersten ergebnislosen Krisensitzung der IAEO will der Iran die umstrittene Atomanlage bei Isfahan jetzt in Betrieb nehmen. Unterdessen verstärkt die USA ihren Druck auf die politische Führung in Teheran. mehr...

Atomstreit Iran bleibt uneinsichtig

Nach der demonstrativen Wiederaufnahme der Uranverarbeitung im Iran berät die Atomenergiebehörde über das weitere Vorgehen. Diplomaten erwarten, dass der Konflikt vor dem UN-Sicherheitsrat landet - doch den Iran kümmert's nicht. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe