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21. März 2009, 15:54 Uhr

Obama macht Chamenei Angebot

US-Präsident Barack Obama setzt seine diplomatische Iran-Offensive fort. Nun geht er laut einem Bericht direkt auf das geistliche Oberhaupt des von seinem Vorgänger noch als "Schurkenstaat" abgestempelten Landes zu. Dieses ist allerdings ob der US-Annäherung skeptisch.

Iran USA Chamenei Barack Obama

Skeptisch: Der iranische Religionsführer Ajatollah Chamenei reagierte zurückhaltend auf das Angebot von Barack Obama© DPA

US-Präsident Barack Obama plant nach Informationen der "New York Times" eine direkte Kommunikation mit dem obersten Führer und geistlichem Oberhaupt des Landes, Ajatollah Ali Chamenei. Dieser reagierte allerdings am Samstag zurückhaltend auf das jüngste Angebot Obamas zur Aussöhnung.

Die am Vortag ausgestrahlte Video-Botschaft Obamas an das iranische Volk zum persischen Neujahrsfest sei lediglich Teil einer umfassenden neuen Strategie der US-Regierung gegenüber dem Iran gewesen, so die Zeitung. Sie bezieht sich dabei auf Informationen von US-Regierungsbeamten und europäischen Diplomaten. Obama hatte am Freitag dem Iran angeboten, die seit drei Jahrzehnten eisigen Beziehungen auf eine neue Grundlage zu stellen. Obama kündigte einen "neuen Tag" im beiderseitigen Verhältnis an.

Chamenei erklärte dazu: "Der neue US-Präsident hat uns einen Neujahrsgruß gesendet, uns aber gleich wieder bezichtigt, Terrorismus zu unterstützen und hinter Atomwaffen her zu sein." Er forderte erneut einen echten Wandel in der US-Politik. "Wir werden kein Verhandlungsangebot akzeptieren, das mit Druck zu tun hat", sagte er.

Wie die "New York Times" berichtet, will der US-Präsident versuchen, auf eine konfrontative Iran-Politik wegen der Nuklearpläne Teherans zunächst zu verzichten. Washington befürchte, dass neue Forderungen und Kritik im Iran einen kontraproduktiven Effekt bei den iranischen Präsidentschaftswahlen im Sommer haben könnten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Gisella (21.03.2009, 23:05 Uhr)
Iran und die USA
keine gute verbindung-Obamaaa wird es sehr schwer haben-das Bush-Erbe ist schwer zu verdauen-und vertrauen kann man den USA auch nicht. (siehe Opel)
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