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20. September 2007, 07:41 Uhr

Ahmadinedschad will Ground Zero besuchen

Ausgerechnet Irans Präsident Ahmadinedschad, ein erbitterter Gegner der USA, wollte den Ort der Terroranschläge vom 11. September in New York besuchen und sogar einen Kranz niederlegen. Nun haben die USA auf das Ansinnen reagiert.

Der Ground Zero in New York: Irans Präsident wollte den Ort besuchen© EPA/Fred R. Conrad/The New York Times

Die USA haben eine Bitte des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad abgelehnt, den Ort der Terroranschläge vom 11. September in New York zu besuchen und dort einen Kranz niederzulegen. Als Grund nannte ein Polizeisprecher Sicherheitsgründe und die andauernden Bauarbeiten am Ground Zero.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Zalmay Khalilzad, sagte vor Journalisten, seine Regierung unterstütze nicht den Versuch des iranischen Regimes, die Gedenkstätte in New York für einen medienwirksamen Fototermin zu nutzen. Die iranische Regierung könne ihre Haltung gegenüber dem Terrorismus demonstrieren, indem sie ihre Unterstützung für die libanesische Hisbollah beende und ihr Programm zur Anreicherung von Uran einstelle, sagte Khalilzad.

Die Motive des Iraners für seinen Wunsch seien nicht bekannt, erklärte die Polizei.

US-Präsidentschaftskandidaten aus beiden politischen Lagern kritisierten das Ansinnen. Ahmadinedschad weigere sich, dem Terrorismus und der Unterstützung von Extremisten abzuschwören, sagte die Demokratin Hillary Clinton. Deshalb dürfe nicht zugelassen werden, dass er den Ort des schwersten Terroranschlags auf die USA besuche. Der Republikaner und New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani warf ihm vor, Al-Kaida-Anführern Schutz zu bieten und Aufständische im Irak zu unterstützen. "Ahmadinedschad bei einem Besuch von Ground Zero - heiligem Boden für alle US-Bürger - zu helfen, wäre empörend", sagte er.

Ahmadinedschad will am Sonntag zur diesjährigen Sitzung der UN-Vollversammlung nach New York fliegen. Bei der Planung der Reise bat er den Angaben zufolge die Polizei von New York, den Secret Service und die Hafenbehörde um eine Besucherlaubnis für Ground Zero. Die Polizei und der Secret Service sind für die Sicherheit bei Besuchen von Staatsoberhäuptern zuständig. Der Hafenbehörde gehört das Gelände des vor sechs Jahren zerstörten World Trade Centers.

AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Oetker333 (20.09.2007, 20:25 Uhr)
Die Amis verstehen wieder nichts!
Al-Kaida und der Iran hassen sich wie die Pest!!! Der Iran ist schiitisch Al-Kaida radikal-sunnitisch. Die würden niemals zusammenarbeiten! Und außerdem wer hat denn den Ground Zero für sich ausgenutzt? Wohl George w. Bush! Wieso darf er die Stätte nicht besuchen? Herrscht bei denen keine Versammlungsfreiheit? Die US-Plitiker sollten mal in Sachen Außenpolitik Nachhilfe holen!
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