. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
3. Oktober 2009, 12:09 Uhr

Ja-Vorsprung bei irischem Referendum

Irland hat im zweiten Anlauf dem EU-Vertrag von Lissabon aller Wahrscheinlichkeit nach zugestimmt. Sowohl die Regierung als auch die Vertrags-Gegner sprechen am Samstag von einem deutlichen Sieg der Ja-Seite.

Irland, EU, Referendum, EU-Reformvertrag, Vertrag von Lissabon

Zum zweiten Mal innerhalb von 16 Monaten hatten die Iren die Zukunft der EU in der Hand© Arved Gintenreiter/DPA

"Es sieht nach einem überzeugenden Sieg für die Ja-Seite aus. Das ist gut für Irland", sagt Außenminister Micheàl Martin am Samstag. Auch Trends aus einzelnen Wahlkreisen sahen die Befürworter in Front. Allerdings war bis Samstagmittag noch keiner der 43 Wahlkreise abschließend ausgezählt. Irland hatte den Lissabon-Vertrag im Juni 2008 bei einem ersten Referendum abgelehnt und die EU damit in eine tiefe Krise gestürzt.

Die Trends und die Einschätzung der Regierung bestätigten das Ergebnis einer Wählerbefragung vom Freitag. Demnach soll das Ja-Lager mit 60 Prozent die Nase vorne haben. Die größte Oppositionspartei Fine Gael hatte während der Abstimmung am Freitag 1000 Menschen in 33 Wahllokalen befragt.

Wahlbeteiligung zwischen 50 und 55 Prozent

Die Auszählung von 15 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Carlow- Kilkenny zeige ein starkes Ja-Lager, berichtete RTE. Auch in anderen Wahlkreisen zeichne sich nach ersten Auszählungen ein Vorsprung für die Befürworter des Reformvertrags ab. Das offizielle Endergebnis wird für den Nachmittag erwartet, Zwischenstände schon früher.

Die Wahlbeteiligung lag nach Medienangaben in einigen Wahlkreisen über dem Niveau des Vorjahres, durchschnittlich erreichte sie demnach zwischen 50 und 55 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 53,1 Prozent. Ein Ja wäre eine riesige Erleichterung sowohl für die irische Regierung als auch für Europa, nachdem die Iren den Lissabon-Vertrag im Juni 2008 bei einem ersten Referendum mit 53,4 Prozent Nein- und 46,6 Prozent Ja-Stimmen abgeschmettert hatten.

Mehr als drei Millionen Wahlberechtigte waren am Freitag dazu aufgerufen, über die Zukunft der EU mit ihren 500 Millionen Einwohnern zu entscheiden. Bei einem erneuten Nein der Iren hätte die EU-Reform als gescheitert gegolten. Der Vertrag soll die EU effektiver machen. Damit er in Kraft treten kann, ist die Zustimmung aller 27 Mitgliedsstaaten erforderlich. Vom irischen Votum hängt auch die noch ausstehende Ratifizierung in Tschechien und Polen ab. Als ausschlaggebender Faktor bei der irischen Wahl galt die Wirtschaftskrise, die Irland viel schwerer als andere Länder getroffen hat.

DPA

 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
Administrator (05.10.2009, 10:46 Uhr)
Liebe User,
Wir mussten an dieser Stelle einige Beiträge löschen. Bitte bleiben Sie sachlich.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
sternenhagel (03.10.2009, 21:28 Uhr)
verarscht
Wenn man voll ist, ist der Kopf leer.
Da haben sich die Iren ganz schön besoffen machen lassen von dem geballten Ideologiebeschuß der Kapitalmafia. Das ist schlecht für Irland und das ist schlecht für Europa, gerade für die Länder in denen Abstimmungen gar nicht durchgeführt wurden oder das Volk, wie in Frankreich, um das Abstimmungsergebnis betrogen wurde.
Nein zu einem Europa des Kapitals, für die Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa!
lazarus06 (03.10.2009, 19:43 Uhr)
Gesteuerte Domokratie,man lockt mit Arbeitsplätzen
bekommen werden sie Low Wage Jobs die keine Familie mehr ernähren wie in Deutschland.Viele Iren hängen an Dole ( Arbeitslosengeld) ähnlich H4 und hoffen.....vergeblich wie sich bald heraus stellen wird. Irland war und bleibt ein Niedrigsteuerland für Firmen hier wurden Fette Profite eingefahren bezahlt von der EU . Klar ist Deutschland haupteinzahler aber WER profitiert davon ? Nicht gemeine Beschaftigte ..unter anderem Deutsche Firmen die sich die vom Deutschen Steuerzahler abgepressten Beiträge über den Umweg Irland einverleiben. Also Freunde haltet den Ball flach .. von den EU Subventionen hat das gemeine Volk gar nichts ...
Justizius (03.10.2009, 16:26 Uhr)
Gesteuerte Demokratie
Dass die Iren, in so kurzer Zeit, nochmal zur Wahlurne sollen, ist eine Sauerei. Man sollte die Entscheidung vom Juni 2008, zumindest für 4 bis 5 Jahre, respektieren. Aber anscheinend hat man in der europäischen Demokratie keine Wahl. Dies führt unweigerlich zum Schluß, dass wir Europäer in einer manipulierten Schein-Demokratie leben. Aber wenigstens haben die Iren die Wahl. Wir in D hatten sie nicht wirklich.
tetrapanax (03.10.2009, 15:44 Uhr)
Klar, Facilidad,
denn letzten Sonntag hat Frau Merkel auch verloren und eigentlich haben Lafontaine und Gysi die Wahl gewonnen und sollten Kanzler werden.
Geht´s noch??
Schade, dass die ganze EU-Sache so sehr und so offensichtlich gemauschelt ist. Beim Nein nochmal abstimmen, bis es passt; die dummen Deutschen werden erst gar nicht gefragt..
Die EU und ihren Segen für uns haben Orwell und Huxley schon ganz gut beschrieben, auch wenn die Realität noch krasser ausfallen wird.
facilidad_de_ser (03.10.2009, 15:22 Uhr)
@Mopar
Ich weiss nicht ob Du geschlafen hast, als G.W. Bush zweimal zum Präsident ernannt worden ist, obwohl er in beiden Fällen eigentlich die Wahl verloren hatte.

Glaubst Du in Europa wäre so was nicht möglich? Falls ja, wieso?

Aktuell: Trotz massivem, nachgewiesenen Wahlbetruges hat die Obama-Regierung letzte Woche entschieden, dass Karzai weitere fünf Jahre in Afghanistan an der Macht bleibt.

ganzbaf (03.10.2009, 15:18 Uhr)
Deutschland immer noch...

größter Nettoeinzahler.
Die Werktätigen und Rentner zahlen´s.
ganzbaf (03.10.2009, 14:40 Uhr)
Freibierabstimmung...;-P


wie unlöblich.
RDUKE7777777 (03.10.2009, 14:37 Uhr)
INhalte
"Der Vertrag soll die EU effektiver machen."

Wow. Welch tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Vertrags. Vielleicht hätte man auch in den großen deutschen Medien die Gegner mal wenigstens mit ihren Argumenten zu Wort kommen lassen sollen. Dann wäre eine Inhaltliche Auseinandersetzung möglich geweisen. Stattdessen werden die Vertragskritiker als "EU-Feinde" dargestellt.

Und dass bei einem NEIN einfach noch mal abgestimmt wird, sieht irgendwie auch Niemand als Skandal an...ich verstehe es nicht.
nilsmt (03.10.2009, 14:06 Uhr)
Stichwahl
Einmal für und einmal gegen den EU-Vertrag gestimmt.
Gibts jetzt eine Stichwahl??
MEHR ZUM ARTIKEL
Lissabon-Vertrag Europa macht Iren das Ja leichter

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen es Irlands Regierung leichter machen, doch noch die Zustimmung der irischen Bürger zum Vertrag von Lissabon zu gewinnen. Ihr Kompromiss sieht eine erneute Abstimmung in Irland im Herbst 2009 vor - und kommt den Iren einige Schritte entgegen. mehr...

EU-Reform Irlands "Nein" lässt Schäuble kalt

Nicht überbewerten - dazu rät Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Sachen irisches EU-Referendum. "Ein paar Millionen Iren" könnten ja kaum die Entscheidung für Europa treffen, meint Schäuble. Die Briten sehen das ganz anders. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe