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Video soll Steinigung einer jungen Frau zeigen

Die Angriffe der Terrormiliz IS im türkisch-syrischen Grenzbereich und im Nordirak gehen unvermindert weiter. Ein grausames Video schockiert die Welt - hier die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

  Eine Szene aus dem IS-Video: Der Islamische Staat hat in den vergangenen Wochen mehrmals Filme von Hinrichtungen veröffentlicht. Unter den Opfern waren auch auch ausländische Geiseln.

Eine Szene aus dem IS-Video: Der Islamische Staat hat in den vergangenen Wochen mehrmals Filme von Hinrichtungen veröffentlicht. Unter den Opfern waren auch auch ausländische Geiseln.

+++ 19.41 Uhr: US-Jets greifen weiter IS-Miliz an +++

US-Kampfjets setzen ihre Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat nahe der syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane fort. Seit Montag seien vier Attacken geflogen worden. Dabei seien eine "große IS-Einheit" sowie weitere Stellungen der Milizen und ein von ihnen besetztes Gebäude zerstört worden, teilt das US-Kommando in Tampa, Florida, mit. Im Irak haben demnach Kampfflieger eine IS-Stellung nahe einer Ölraffinerie sowie südöstlich des Mossul-Staudamms zerstört. Auch Verbündete hätten Angriffe auf IS-Milizen im Irak geflogen. Alle Flugzeuge seien sicher zurückgekehrt.  

+++ 18.59 Uhr: Österreich liefert Salafistenpaar an Deutschland aus +++

Ein deutsches Salafistenpaar wird nach Deutschland ausgeliefert, nachdem die beiden bei ihrer mutmaßlichen Rückkehr aus Syrien in Österreich festgenommen worden waren. Das sagt eine Sprecherin des Landesgerichts in Klagenfurt. Der achtjährige Sohn der 33-jährigen Münchnerin war ebenfalls mitgereist. Er wurde nach der Verhaftung am 11. Oktober von Verwandten abgeholt.

Die Frau mit irakischen Wurzeln soll mit dem Jungen und ihrem 20-jährigen türkischstämmigen Begleiter nach Syrien gereist sein, um sich dschihadistischen Kämpfern anzuschließen. Die Münchner Justiz wirft dem Mann und der Frau die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Das Amtsgericht hatte einen europäischen Haftbefehl ausgestellt.

+++ 18.27 Uhr: Iran warnt Ausland vor Einmischung +++

Ajatollah Ali Chamenei sagt dem Irak seine uneingeschränkte Unterstützung im Kampf gegen den IS zu: "Für uns ist die Sicherheit im Irak genauso wichtig wie unsere eigene", zitiert die Nachrichtenagentur Isna Irans obersten Führer. Daher würde Teheran für den Irak alles tun, was in seiner Macht stehe, damit im Nachbarland Stabilität und Sicherheit wiederkehrten.

Chamenei warnt jedoch vor einer Einmischung aus dem Ausland in der derzeitigen Krise. "Der Status quo ist doch das Resultat der verantwortungslosen Politik ausländischer Mächte und einiger Regionalstaaten in Syrien", sagt der Ajatollah, ohne die USA, Saudi-Arabien oder die Türkei namentlich zu erwähnen. Diese Politik habe dazu geführt, dass Terrorgruppen wie der IS entstanden seien. "Daher sollte die Bekämpfung des IS auch seitens der Regionalstaaten und nicht durch Ausländer erfolgen", so Chamenei, der laut iranischer Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

+++ 16.25 Uhr: Peschmerga bislang nicht in Kobane +++

Kurdische Peschmerga-Kämpfer aus dem Nordirak sind nach Angaben der Regierung in Ankara noch nicht zur Unterstützung der Kurden in Kobane eingetroffen. Die Peschmerga hätten die Türkei noch nicht passiert, sagt Außenminister Mevlüt Cavusoglu im türkischen Sender NTV. Die Route, die die Kämpfer aus dem Nordirak durch die Türkei nehmen sollten, sei noch nicht beschlossen. Cavusoglu hatte am Montag einen Korridor durch die Türkei für die Peschmerga angekündigt, damit diese die Kurden in der bedrängten Grenzstadt verstärken.

+++ 16.06 Uhr: Munition für Kurden landet offenbar in IS-Händen +++

Mindestens ein Waffenabwurf der USA für die Kurden in Kobane ist nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in den Händen des IS gelandet. Auf einem im Internet hochgeladenen Video zeigen Extremisten zunächst eine auf einem Feld niedergegangene Fallschirmladung. In den dann präsentierten Munitionskisten sind Handgranaten und Mörsergranaten zu erkennen. US-Transportflugzeuge hatten in der Nacht zu Montag erstmals Waffen und Munition sowie medizinisches Material für die Kurden in Kobane abgeworfen.

+++ 15.16 Uhr: Syrer steinigt angeblich seine eigene Tochter +++

Mit einem Video dokumentiert der Islamische Staat erneut sein grausames Vorgehen: Der von den Dschihadisten veröffentlichte Film soll zeigen, wie ein Mann unter Aufsicht von IS-Kämpfern seine Tochter wegen mutmaßlichen Ehebruchs steinigt. Der Film, auf dem die Tötung der Frau durch mehrere vermummte Männer sowie ihren Vater zu sehen sei, wird im Internet von Aktivisten verbreitet, die über Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg berichten. Unabhängige Experten können Ursprung und Authentizität des Videos zunächst nicht bestätigen.

Der ältere Mann steht in dem Video zunächst in der traditionellen Kleidung der Landbevölkerung vor seiner Tochter. Hinter ihm ist ein bewaffneter IS-Terrorist zu erkennen. Der Dschihadist sagt zu der schwarz verschleierten Frau: "Das Urteil ist das Ergebnis von Taten, die Du begangen hast. Akzeptierst Du die Strafe Gottes?" Daraufhin nickt die Frau - ihr Vater schlingt ein Seil um ihre Taille und zwingt sie auf den Boden. Der Terrorist ordnet den Vollzug der Strafe an, mehrere Dschihadisten und der Vater steinigen sie gemeinsam zu Tode.

Die mutmaßliche Steinigung findet während der einsetzenden Dämmerung statt, die eigentliche Tötung ist nicht klar zu erkennen. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im August oder September in einer ländlichen Gegend der zentralsyrischen Provinz Hama, die vom IS kontrolliert wird.

+++ 15.09 Uhr: USA liefern Irak Panzermunition +++

Washington will dem Irak zusätzliche Panzermunition und Ausrüstung im Wert von rund 600 Millionen Dollar (470 Millionen Euro) liefern. Das Außenministerium habe zugestimmt, der Kongress sei unterrichtet, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Lieferung diene der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten - ein Hinweis, dass das Material vor allem im Kampf gegen den IS eingesetzt werden soll. "Der vorgeschlagene Verkauf unterstützt direkt die irakische Regierung und dient dem Interesse des irakischen Volkes und der Vereinigten Staaten." Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Kongress die Lieferung ablehnen könnte.

+++ 14.46 Uhr: Iran will Kampf gegen IS bis zum Schluss unterstützen +++

Der Iran wird nach eigener Aussage im Kampf gegen den Islamischen Staat bis zum Ende dabei sein. "So wie wir von Anfang an den Irak gegen diese Terroristen unterstützt haben, werden wir auch bis zum Ende mit dabei sein", sagt der iranische Präsident Hassan Ruhani bei einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haidar al Abadi im Iran. Dabei werde Teheran dem Irak jede mögliche Hilfe zukommen lassen.

Der Kampf gegen den IS stand heute ganz oben auf der Agenda des Besuchs von Al-Abadi im Nachbarland. Der IS beherrscht inzwischen in Syrien wie auch im Irak je ein Drittel der Landesfläche. Wegen seiner Grenzen zum Irak und der Feindschaft des IS mit den Schiiten im Iran gehört die Bekämpfung des Terrormiliz auch zu Teherans strategischen Zielen. Der Iran soll eines der ersten Länder sein, das die Kurden im Nordirak im Kampf gegen den IS mit Waffen beliefert hat.

+++ 14.26 Uhr: Ischinger fordert mehr Anstrengungen arabischer Staaten +++

Nur eine breite internationale Allianz kann nach Ansicht des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz den IS wirksam bekämpfen. "Je weniger amerikanische Bomben in Syrien oder im Irak fallen müssen, desto besser. Je mehr sich die muslimische Welt selber um diesen Feind im Inneren kümmert, desto besser", sagt Wolfgang Ischinger der Nachrichtenagentur DPA. "Das wird nicht ohne Hilfe von außen und auch nicht ohne die Hilfe der Supermacht USA passieren", so Ischinger am Rande einer Tagung in Neu Delhi. Jede falsch abgeworfene US-Bombe treibe der IS-Miliz neue Kämpfer in die Arme.

+++ 12.54 Uhr: Deutschland erhöht Flüchtlingshilfe für Irak +++

Deutschland stockt seine Hilfe für Flüchtlinge im Irak um 20 Millionen Euro auf. Das Geld soll vor allem eingesetzt werden, um Lager winterfest zu machen und Flüchtlinge mit Winterkleidung auszustatten. Für die Verteilung sollen das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und die Deutsche Welthungerhilfe zuständig sein. Im Irak sind nach offiziellen Schätzungen etwa 1,8 Millionen Menschen auf der Flucht, die Hälfte von ihnen in der Region Kurdistan-Irak. Damit stellt das Auswärtige Amt für Hilfsmaßnahmen im Irak in diesem Jahr insgesamt rund 45 Millionen Euro zur Verfügung.

  Explosion in Kobane: Die Kämpfe in der türkisch-syrischen Grenzstadt halten an

Explosion in Kobane: Die Kämpfe in der türkisch-syrischen Grenzstadt halten an

+++ 11.17 Uhr: Islamist aus Hessen in Syrien getötet +++

Bei Kämpfen in Syrien ist ein Islamist aus Hessen ums Leben gekommen. Es handele sich um einen 24 Jahre alten Mann aus Hattersheim, teilt eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Details zum Tod des jungen Mannes nennt die Sprecherin nicht. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte sich der 24-Jährige im Umfeld von Salafisten aus dem Rhein-Main-Gebiet radikalisiert. Er sei vor einigen Wochen nach Syrien ausgereist. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass mehr als 450 Islamisten aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist sind. Etliche wurden bereits getötet.

+++ 9.53 Uhr: IS erhält Verstärkung von Kämpfern aus Syrien +++

Die IS-Milizen in Kobane haben offenbar Verstärkung erhalten. Die Einheiten seien aus den von den Dschihadisten kontrollierten syrischen Städten Rakka und Dcharabalus gekommen, berichtet das syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte. Die Kurden in der Stadt haben dagegen trotz einer Einreisegenehmigung der Türkei bislang keine Unterstützung von Peschmerga-Kämpfern aus dem Nordirak erhalten.

Auslöser für die neuen Gefechte in der Stadt waren laut einer von der kurdischen Nachrichtenagentur Hawar veröffentlichten Mitteilung der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) zwei verhinderte Selbstmordanschläge des IS am Montagabend.

+++ 9.33 Uhr: Offenbar schwere Kämpfe in der Provinz Aleppo +++

Zwischen der syrischen Armee und Islamisten-Milizen sollen in der Provinz Aleppo schwere Gefechte ausgebrochen sein. Das berichtet die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Betroffen sei die Region um Bani Zeid. Auch in Handarat und in der Gegend um das Zentralgefängnis von Aleppo herum werde heftig gekämpft.

+++ 6.22 Uhr: Bayerns Innenminister will IS-Kämpfern Pass aberkennen +++

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will mehr tun im Kampf gegen Dschihadisten: Mit den Vorschlägen von Justizminister Heiko Maas (SPD), das Strafrecht zu verschärfen, sei es nicht getan, sagte Herrmann der "Passauer Neuen Presse". Es müsse auch intensiv darüber nachgedacht werden, unter welchen Voraussetzungen "Deutsche, die einen zweiten Pass haben, aus der deutschen Staatsbürgerschaft entlassen" werden könnten, wenn sie "in Diensten" einer ausländischen Extremistenorganisation stünden. Maas will, dass sich künftig strafbar macht, wer Deutschland verlässt, um sich an Gewalttaten im Ausland zu beteiligen oder dafür ausbilden zu lassen. Zudem solle der Straftatbestand der Terrorismusfinanzierung geschaffen werden.

+++ 23.55 Uhr: Dschihadisten starten neuen Vorstoß auf Kobane +++

Der IS greift Kobane an allen Fronten an. Laut der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gibt es dabei heftige Gefechte zwischen kurdischen Volksverteidigungseinheiten und IS-Kämpfern. Den kurdischen Truppen sei es aber gelungen, einen Vorstoß der Dschihadisten auf das Stadtzentrum abzuwehren.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtet von etwa 15 fast zeitgleichen Angriffen der Terrormiliz gegen kurdische Kräfte im Nordirak. Unter den Zielen sei auch der wichtige Mossul-Staudamm. Zuvor hatte die US-Armee die Kurden in Kobane erstmals aus der Luft mit Waffen und Medizin versorgt.

+++ 22.05 Uhr: USA loben Türkei für Grenzöffnung +++

Die USA befürworten die Entscheidung der türkischen Regierung, den Grenzübergang nahe der umkämpften syrischen Stadt Kobane für irakische Kurdenkämpfer zu öffnen. "Wir begrüßen die Erklärungen des (türkischen) Außenministeriums", sagt US-Außenamtssprecherin Marie Harf. Die Gespräche mit der Türkei über eine weitergehende Unterstützung der internationalen Militärkoalition im Kampf gegen die Gruppe Islamischer Staat (IS) würden fortgeführt. Das Land hatte zuvor einen überraschenden Kurswechsel vollzogen und verkündet, nun doch seine Grenze für Peschmerga-Kämpfer aus dem Irak zu öffnen, damit diese zur Unterstützung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) nach Kobane gelangen können.

mad/mia/ono/mka/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters
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