. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. März 2010, 07:25 Uhr

Fortführung des Siedlungsbaus

Israel hat den Ausbau einer jüdischen Siedlung genehmigt und damit den Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses einen Dämpfer versetzt.

Trotz eines im November verkündeten Moratoriums für den Siedlungsbau erlaubte die israelische Regierung am Montag die Errichtung von 112 neuen Wohnungen in der Siedlung Beitar Illit. Die Palästinenser drohten daraufhin, ihre erst am Sonntag erteilte Zustimmung zu indirekten Friedensgesprächen mit Israel wieder zurückzunehmen.

Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hatte am Sonntag beschlossen, über einen US-Vermittler die Gespräche mit Israel nach 14 Monaten Funkstille wieder aufzunehmen. Als Mittelsmann sollte der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, auftreten.

Angesichts der umstrittenen Baugenehmigung drohte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erakat indes mit einem Verzicht auf Verhandlungen: "Wenn die israelische Regierung Mitchells Bemühungen durch solche Schritte sabotieren will, dann sollten wir mit Mitchell darüber sprechen, ob wir das nicht lassen."

Fragwürdiger Empfang für US-Vizepräsident Biden

Das Moratorium für den Siedlungsbau war auf Druck der USA zustande gekommen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte im November zugesagt, für zehn Monate keine Neubauten im Westjordanland zu genehmigen. Lediglich die Arbeiten an 3.000 bereits im Bau befindlichen Wohnungen sollten fortgesetzt werden.

Mit der am Montag erteilten Baugenehmigung brüskiert Jerusalem deshalb auch die USA, deren Vizepräsident Joe Biden am Montag in Israel erwartet wurde. "Die israelische Regierung empfängt den US-Vizepräsidenten mit einer klaren Demonstration, dass sie kein echtes Interesse daran hat, den Friedensprozess voranzubringen", kritisierte die israelische Friedensbewegung Peace Now am Montag.

Biden will heute Dienstag mit Ministerpräsident Netanjahu und Präsident Schimon Peres zusammentreffen, am Mittwoch wird er zu Gesprächen mit der palästinensischen Führung in Ramallah erwartet.

Amy Teibel, APN
 
 
 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch