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21. September 2008, 14:06 Uhr

Das Passwort für den Frieden

Israels Premierminister Ehud Olmert tritt, wie angekündigt, von seinem Amt zurück, nun muss seine designierte Nachfolgerin Zipi Livni eine neue Regierung bilden. Viele erwarten von ihr, die Friedensgespräche in der Region voranzubringen - wie Syrien, das sich per Zeitungsartikel an die Ministerpräsidentin in spe wandte.

Der Alte und die Neue: Olmert wird die Amtsgeschäfte an Livni übergeben© Jim Holander/AFP

Der unter Korruptionsverdacht stehende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat seine Minister über seinen geplanten Rücktritt informiert. Israelische Medien berichteten, Olmert habe sie während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem über seinen Schritt unterrichtet. "Dies ist keine einfache Entscheidung", sagte er. "Ich denke, ich handele auf angemessene, staatsmännische und verantwortliche Weise, wie ich es der israelischen Öffentlichkeit versprochen habe."

Damit der Rücktritt in Kraft tritt, muss Olmert dem Staatspräsidenten Schimon Peres ein formales Rücktrittsgesuch überreichen, was er noch für den Abend plane, wie es hieß. Seine Nachfolgerin an der Spitze der regierenden Kadima-Partei, Außenministerin Zipi Liwni, 50, hatte den 62-Jährigen vor einigen Tagen zu einem raschen Rücktritt gedrängt. Sie will ihn auch als Regierungschef ablösen.

Sollte ihr jedoch binnen 42 Tagen keine Regierungsbildung gelingen, müsste innerhalb von 90 Tagen - und damit ein Jahr früher als vorgesehen - ein neues Parlament gewählt werden. Olmert, der vorläufig die Geschäfte weiterführt, bis eine neue Regierung steht, gratulierte Liwni den Berichten zufolge zu Beginn der Sitzung zu ihrem Sieg und gab ihr die Hand.

Die staatliche syrische Zeitung "Tischrin" hat angesichts des absehbaren Wechsels an der Regierungsspitze an den Friedenswillen der neuen Vorsitzenden appelliert. Sollte Livni deutlich machen, dass sie wirklich Frieden wolle, dann werde sie Frieden bekommen, schrieb das Blatt. Andernfalls aber würden Instabilität und Spannungen in der Region anhalten. Die neue Kadima-Vorsitzende "kennt die Bedingungen für Frieden und weiß, dass eine Rückgabe besetzten arabischen Landes an die wirklichen Eigentümer das Passwort für den erhofften gerechten und umfassenden Frieden ist", schrieb "Tischrin" mit Blick auf die von Israel besetzten Golanhöhen.

Syrien fordert einen vollständigen Rückzug von dem Gebiet. Beide Länder haben unter Vermittlung der Türkei bereits vier Runden indirekter Friedensverhandlungen geführt. Der syrische Präsident Baschar Assad hofft nach eigenen Angaben auf direkte Gespräche im kommenden Jahr.

AP/Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
ecomoc4u (23.09.2008, 08:18 Uhr)
warum nicht
@known hat hier einen punkt. man kann ihr ja nicht vorwerfen schlechte eltern gehabt zu haben. die haben wir alle in unseren vorfahren auch schon gehabt.
.
sie wird sich beweisen müssen. ihr grosser pluspunkt. sie kann es eigentlich nur besser als ihre vorgänger machen. sie sagte ja bereits, die zeit der abschottung von palestina gehört der vergangenheit an. HOFFNUNG kostet nichts...
BodhiHangari (22.09.2008, 16:15 Uhr)
Loki-Asgard
Dann poste ich nochmal aus der erinneung ihren zutreffenden(!) kommentar,der wirklich nicht loescenswert war:
es ist voellig egal wer diesen terrorstaat regiert!
Loki-Asgard (22.09.2008, 15:16 Uhr)
Unglaublich
Es ist unglaublich wie der Stern die Kommentare selektiert. Das Kommentare wie der von widerlichen usi Vasallen Known hier stehen bleiben währen nationale Kommentatorren ständig zensiert werden diskreditiert den Stern.
BodhiHangari (22.09.2008, 12:56 Uhr)
OnceKnown
sie finden wirklich das diese leute kein recht mehr zum leben haben?das ist hoechst widerlich und unmenschlich von ihnen!!!ich hingegen finde nur,das man als leser auch ueber ihre dunkle vergangenheit informiert sein sollte und sie nicht unbedingt die glaubwuerdigsten volksvertreter sind.schon gar nicht wenn sie nach den faschistischen verbrechen ihrer eltern dann auch noch SELBST ein halbes jahrzehnt lang fuer einen nationalistischen geheimbund wie den mossad tätig waren,wie im fall von der in den medien als so modern und freundlich dargestellten frau liwni.
stellen sie sich mal eine nazitochter und stasimitarbeiterin auf dem weg zur deutschen kanzlerschaft vor und die medien berichten so gut wie nichts ueber ihre vergangenheit.
OnceKnown (22.09.2008, 10:17 Uhr)
@BodhiHangari
Es sollen sogar noch Nachkommen von gestorbenen Nazis auf der Welt sein! Unglaublich, wie diese Kinder es wagen können auf diesem Planeten zu wandeln. Nach all dem was ihre Eltern getan haben. Nein. Diese Leute müssen sterben.
BodhiHangari (21.09.2008, 14:42 Uhr)
Video Beleg zu Livnis dunkler Vergangenheit
http://www.youtube.com/watch?v=ZXfD7uH2GlY
BodhiHangari (21.09.2008, 14:36 Uhr)
Livnis Eltern Mitglied der Terrororganisation Irgun Tzwai Le’umi
Dass die so freundlich drein laechelnde Tzipi die tochter von Eitan Liwni und Sara Rosenberg, zweier verurteilter moerder(!) und bekennender terroristen ist und selbst 5 jahre lang für die moerderische geheimorganisation Mossad gearbeitet hat,scheint mal wieder niemanden bei der hiesigen schreiberzunft zu interessieren,oder liegt es vielleicht daran,dass sowas von der "pressefreiheitlichen redaktion" blockiert wird?
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