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19. Januar 2009, 07:56 Uhr

Waffenruhe im Gaza-Streifen hält

Sowohl die Hamas als auch die israelische Armee halten die vereinbarte Waffenruhe bislang ein. Israel hat zudem damit begonnen, seine Truppen aus dem umkämpften Gaza-Streifen zurückzuziehen. Der Rückzug soll möglichst bis zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama abgeschlossen sein.

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Es geht nach Hause: Israelische Soldaten auf dem Rückzug aus dem Gaza-Streifen© Menahem Kahana/AFP

Die von Israel und den militanten Palästinensergruppen im Gaza-Streifen verkündete Waffenruhe hat in der Nacht zum Montag gehalten. Eine israelische Armeesprecherin sagte am Morgen, es habe über Nacht keine neuen Angriffe gegeben.

Israel ziehe weitere Truppen aus dem Gaza-Streifen ab, berichtete die Sprecherin. Bislang seien Reserve-Soldaten jedoch noch nicht entlassen worden und blieben in erhöhter Alarmbereitschaft.

Die zunächst einseitig von Israel ausgerufene Waffenruhe war in der Nacht zum Sonntag in Kraft getreten und hatte am ersten Tag nicht gehalten. Militante Palästinenser feuerten am Sonntag weiter Raketen auf israelische Städte, die israelische Luftwaffe beschoss bewaffnete Palästinenser.

Die militanten Palästinensergruppen, darunter auch die radikal-islamische Hamas, hatten Israel am Sonntag eine Frist von einer Woche für einen Abzug aus dem Gazastreifen genannt. Während dieser Zeit wollten auch sie eine Waffenruhe einhalten.

Israel begann am Sonntagabend - wie versprochen - mit einem Teilrückzug seiner Streitkräfte. Der israelische Fernsehsender Channel 10 zeigte fahrende Panzer und lächelnde Infanteristen, die auf dem Weg zur Grenze waren. Ein Militärsprecher sagte nach Medienberichten, er könne bestätigen, dass ein schrittweiser Abzug der Soldaten stattfinde. Er könne aber nicht sagen, wann der Rückzug abgeschlossen sein werde.

Der israelische Onlinedienst "ynet" zitierte hochangesiedelte israelische Quellen mit der Aussage, dass die Truppen bis zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama am Dienstag zurückgezogen werden sollten, falls nichts Unvorhersehbares geschehe. Dies sei den europäischen Spitzenpolitikern bei ihrem Besuch gesagt worden. Israel macht den Abzug davon abhängig, dass keine neuen Raketen auf den Süden des Landes abgeschossen werden und die Waffenruhe hält. "Damit aber gesichert ist, dass der Waffenstillstand hält, muss Israel die Hamas davon abhalten, sich neu zu bewaffnen", betonte Olmert bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs.

DPA
 
 
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