Israelische Ex-Soldaten stellen Bilder aus, die sie beim Einsatz in den besetzten Gebieten gemacht haben. Sie wollen zeigen, wie sie ihre Menschlichkeit verlieren.
"Breaking the Silence" ist eine Organisation von Ex-Soldaten der israelischen Armee, die 2004 gegründet wurde, um ihrem Land zu zeigen, welchen Preis junge Leute dafür zahlen, dass die Regierung die Siedlungen und die Besatzung nicht aufgeben will. Mittlerweile 800 Aussagen von Ex-Soldaten wurden gesammelt, die vom Alltag als Besatzer berichten, die jeden Bezug zum menschlichen Miteinander verlieren, je länger sie die Besetzten kontrollieren und unterdrücken. Eine Ausstellung in Berlin zeigt rund 60 dieser Fotos samt Erklärungen. Zudem ist im Econ-Verlag gerade ein Buch erschienen, in dem eine Auswahl an Interviews zusammengetragen wurde. Eines der beeindruckendsten Bilder der Ausstellung ist dieser Schnappschuss von palästinensischen Kindern, die in einem Hinterhof in Hebron "Besatzung" spielen. Das ist ihre Realität.