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Was über den Attentäter von Istanbul bekannt ist

Der Selbstmordattentäter von Istanbul stammte aus Saudi-Arabien und hatte die syrische Staatsbürgerschaft. Bei einer Razzia nimmt die türkische Polizei außerdem drei mutmaßliche IS-Mitglieder aus Russland fest.

Polizisten am Anschlagsort von Istanbul

Polizisten am Anschlagsort von Istanbul: Inzwischen sind Details über den Attentäter bekannt

Der Selbstmordattentäter von Istanbul stammt gebürtig aus Saudi-Arabien. Er sei im Königreich 1988 geboren worden, habe das Land aber bereits 1996 im Alter von acht Jahren mit seiner Familie verlassen, zitierte die arabische Tageszeitung "Al-Hayat" am Mittwoch einen Sprecher des saudischen Innenministeriums.

Der 27 Jahre alte Nabil Fadli habe die syrische Staatsbürgerschaft gehabt. Der Attentäter hatte sich am Dienstag in Istanbul in die Luft gesprengt und zehn Ausländer mit in den Tod gerissen, darunter wohl neun Deutsche.

Nach Angaben des türkischen Innenministers Efkan Ala habe Fadli sich vor einer Woche bei der Einwanderungsbehörde in Istanbul registrieren lassen. Auf einer Fahndungsliste befand er sich laut Ala aber nicht. Die türkische Regierung hatte kurz nach dem Anschlag bereits die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich gemacht.

Im Badeort Antalya hat die türkische Polizei laut Medienberichten zudem drei mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Attentat in Istanbul und den Festnahmen besteht, war zunächst unklar. 

Zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt

Bei der Razzia wurden laut Dogan zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt. Bereits am Dienstag waren bei Razzien in mehreren türkischen Städten 65 mutmaßliche Dschihadisten festgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Unter ihnen seien 16 Verdächtige, die einen Anschlag in der Hauptstadt Ankara geplant haben sollen.

Eine andere Gruppe habe ein Attentat an einem unbekannten Ort in der Türkei verüben wollen. Die Festnahmen erfolgten den Berichten zufolge in Ankara, Izmir, Kilis, Sanliurfa, Mersin und Adana.

tim/AFP
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