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Wie eine Reiseleiterin weitere Opfer in Istanbul verhinderte

Einer Reiseführerin in Istanbul ist zu verdanken, dass nicht noch mehr Menschen beim Terroranschlag starben. Sie bemerkte, wie der Islamist seine Bombe zündete - und schrie "Lauft weg!".

Blumen und Kerzen liegen am Tatort im Zentrum von Istanbul

Blumen und Kerzen liegen am Tatort im Zentrum von Istanbul. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft und tötete zehn Deutsche.

Zehn Deutsche starben, als sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee im historischen Zentrum Istanbuls am Dienstag in die Luft sprengte. Er riss die Mitglieder einer Reisegruppe in den Tod. Es hätten noch mehr Opfer sein können - und wahrscheinlich ist es der Reiseführerin Sibel Şatıroğlu zu verdanken, dass die Tragödie nicht noch ein größeres Ausmaß annahm. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, bemerkte die Frau den Attentäter kurz vor der Explosion und warnte die umstehenden Menschen.

Dem Bericht zufolge hatte Şatıroğlu gesehen, wie der Täter inmitten der Reisegruppe seine Bombe zündete. Daraufhin habe sie auf Deutsch geschrien: "Lauft weg!" Die Menschen strömten auseinander. Doch nicht jeder konnte sich retten, als der Sprengstoff explodierte. Şatıroğlu selbst wurde am Bein verletzt.

Auf Bildern war zu sehen, wie die Reiseleiterin nun den Tatort besuchte und gemeinsam mit mehr als 1000 Menschen den Opfern gedachte. 

Nach Istanbul-Anschlag: Sieben Verdächtige Festgenommen

Die Türkei hat mittlerweile sieben Verdächtige festgenommen, wie Innenminister Efkan Ala in Ankara sagte. Die türkische Regierung macht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich, die sich bislang aber nicht dazu bekannt hat.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat nach Angaben seines Präsidenten Hans-Georg Maaßen noch keine Bestätigung dafür, dass der IS hinter der Tat steckt. Man sei bisher nicht in die Ermittlungen eingebunden, sagte Maaßen dem rbb Inforadio. 

kis/DPA
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