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Ivanka Trump sichert sich profitable Rechte in China - nach Dinner mit Präsident Xi

Bis zu zwei Jahre dauert die Vergabe von Markenrechten in China, sagen Experten. Ivanka Trump aber hat sie bereits nach wenigen Monaten bekommen. Die lukrative Zusage erfolgte nur einen Tag nach ihrem Dinner mit dem chinesischen Staatschef.

Ivanka Trump Dinner Xi

Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner beim Dinner mit der chinesischen Delegation in Mar-a-Lago

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. hat von den chinesischen Behörden die Markenrechte für drei ihrer Produktlinien erteilt bekommen. Und zwar nur einen Tag, nachdem sie zusammen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jingping und dessen Frau beim Abendessen zusammen gesessen hat. Der Präsident der Volksrepublik war als Staatsgast von US-Präsident Donald Trump, dem Vater Ivankas, zu Gast in Mar-a-Lago, dem Florida-Anwesen der Familie.

Ivanka Trump mit 16 Markenrechten in China

Die neu zugeschlagenen Rechte betreffen den Verkauf von Schmuck, Taschen und Wellness-Dienstleistungen, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Insgesamt verfügt die Firma der "First Daughter" nun über 16 Markenrechte in dem Riesenreich, die Bewilligung von 32 weiteren Anträgen steht noch aus. Seit der Präsidentschaftswahl im November hat das Unternehmen "Ivanka Trump Marks LLC" weltweit neun Anträge für neue Handelsmarken gestellt.

Der kurze Zeitraum zwischen dem Dinner und der Genehmigung wird in den USA kritisiert. Das Außenministerium in Peking aber verteidigt das Vorgehen: Ein Behördensprecher sagte der Nachrichtenagentur AP, man verfolge bei der Markenrechtsvergabe stets das Prinzip der Gleichberechtigung. Experten aber zweifeln daran. Peter Riebling, ein Markenanwalt aus Washington DC., sagte dem öffentlich-rechtlichen US-Sender NPR, dass die Vergabe dieser Rechte in China üblicherweise 18 bis 24 Monate dauere. Ivanka Trumps Firma habe aber erst im Frühjahr 2016 damit begonnen, die entsprechenden Anträge zu stellen.

Trumps Firma mit "Rekordverkäufen"

Nach eigenen Angaben florieren die Geschäfte der US-Präsidenten-Tochter, die ihren Vater auch ganz offiziell politisch berät. Die Verkäufe seien derzeit auf Rekordlevel, Importe und Vertrieb stünden ebenfalls hoch und seien auf Wachstumskurs, teilte das Unternehmen vor wenigen Tagen mit. Trump verkauft seit Längerem Lifestyle-Produkte wie Schmuck und Schuhe. Nach der US-Wahl hat sie sich aus der Leitung ihrer Firma zurückgezogen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Einige Kaufhausketten wie Nordstrom hatten ihre Produkte aus dem Sortiment genommen. 


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