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15. März 2005, 09:57 Uhr

Dunkle Geschichte in hellen Räumen

Rund zehn Jahre hat die Planung für das neue Holocaust-Museum gedauert. Jetzt wird es zum ersten Mal in Jerusalem unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen seine Türen öffnen.

Das Gebäude des neuen Museums bohrt sich in Form eines Prismas auf dem Gelände von Jad Vaschem durch den Berg der Erinnerung© Jim Hollander/DPA

Rund 2000 Vertreter aus 40 Ländern, unter ihnen auch Bundesaußenminister Joschka Fischer, Nobelpreisträger Elie Wiesel sowie zahlreiche Präsidenten und Ministerpräsidenten aus aller Welt, werden an der Einweihungsfeier für das neue Holocaust-Museum in Jad Vaschem teilnehmen. Höhepunkt der Feierlichkeiten in Jerusalem ist die Eröffnungszeremonie. Die Polizei verschärfte bereits am Montag die Sicherheitsmaßnahmen, während die ersten internationalen Besucher in Israel eintrafen.

Das neue Museum wird auf der Hompepage von Jad Vashem als Revolution angekündigt. So finde in der neuen Gedenkstätte ein Wechsel der Perspektive statt. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der einzelnen Opfer. Diese werden von einer sehr persönlichen Seite präsentiert, nicht wie bisher als anonyme Verfolgte. Das Museum versuche die Geschichten von mehr als 90 Opfern zu erzählen und in einen historischen Rahmen einzubetten.

Auch die Gestaltung steht im Gegensatz zu dem bisherigen Museum. Während der Vorgängerbau eher dunkel gestaltet war, ist die neue Gedenkstätte hell erleuchtet. Das lang gestreckte Gebäude in Form eines Prismas, bohrt sich auf dem Gelände von Jad Vaschem durch den Berg der Erinnerung. Der zum größten Teil unterirdische Bau besteht aus grauem Zement und Glas und ist in neun verschiedene Räume aufgeteilt. Die einzelnen Abschnitte befassen sich jeweils mit unterschiedlichen Abschnitten der Geschichte der Judenvernichtung. Der Bau des 4200 Quadratmeter großen Museums hat umgerechnet 43 Millionen Euro gekostet.

DPA
 
 
 
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