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19. März 2008, 07:14 Uhr

Bush verteidigt Irak-Krieg

Fünf Jahre nach Beginn der Irak-Invasion am 20. März 2003 hat US-Präsident George W. Bush seine Kriegsentscheidung verteidigt. Der Einmarsch sei trotz "hoher Kosten an Menschenleben und Vermögen" richtig gewesen. Heute gebe es zudem "unbestreitbare" Erfolge im Irak.

Am 9. April 2003 legte ein US-Soldat eine Flagge auf das Gesicht einer Statue von Iraks Ex-Diktator Saddam Hussein© AP

Zum fünften Jahrestag des Irak-Kriegs hat US-Präsident George W. Bush alle Forderungen nach einem Truppenabzug zurückgewiesen. Dies würde nur die Rolle des Irans in der Region stärken und dem Terrorismus neuen Auftrieb geben, erklärte Bush nach einem vorab verbreiteten Text der Rede, die er am Mittwoch im Pentagon halten will.

Trotz der "hohen Kosten an Menschenleben und Vermögen" zweifle er nicht daran, dass seine Entscheidung zum Einmarsch am 20. März 2003 richtig gewesen sei, erklärte Bush. "Die Erfolge, die wir im Irak sehen, sind unbestreitbar, und dennoch fordern einige in Washington immer noch den Rückzug", heißt es in dem Redetext. "Die Kriegskritiker können nicht länger glaubwürdig argumentieren, dass wir im Irak verlieren. Deshalb sagen sie jetzt, die Kriegskosten seien zu hoch." Diese Ausgaben seien aber notwendig, um einen "strategischen Sieg für unsere Feinde im Irak" zu verhindern. Bei einem Abzug der US-Truppen aus dem Irak bestünde die Gefahr, dass die Terrororganisation Al Kaida sich mit Geldmitteln für Massenvernichtungswaffen versorgen würde, um die USA anzugreifen.

Kritik von Demokraten

Auf den Beginn des Krieges zurückblickend erklärte Bush: "Nach fünf Jahren in dieser Schlacht gibt es eine verständliche Debatte darüber, ob es sich gelohnt hat, diesen Krieg zu führen, ob es sich lohnt, ihn zu gewinnen und ob wir ihn gewinnen können. Die Antworten sind für mich klar: Es war die richtige Entscheidung, Saddam Hussein zu entmachten, und dies ist ein Kampf, den Amerika gewinnen kann und muss."

Der demokratische Abgeordnete John Dingell bezeichnete den Jahrestag als einen "düsteren Meilenstein", der einen Anlass biete, "sich zu erinnern, wie wir in diese Situation geraten sind, und darüber nachzudenken, wie wir am besten wieder rauskommen. Die im Irak anstehenden Aufgaben wie die Teilung der politischen Macht könnten nur von den Irakern selbst gelöst werden. Seit Beginn des Irak-Kriegs kamen mehrere hunderttausend Iraker und mindestens 3.990 Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Die amerikanischen Steuerzahler hat der Einsatz bislang rund 500 Milliarden Dollar (320 Milliarden Euro) gekostet. Zurzeit befinden sich 158.000 US-Soldaten im Land. Diese Zahl soll bis Sommer auf 140.000 verringert werden.

Mehr zum Irak-Krieg im stern

Mehr zum Irak-Krieg im stern Lesen Sie mehr zum Jahrestag des Krieges und das komplette Interview mit Lynndie England im neuen stern.

 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Georges13437 (20.03.2008, 09:13 Uhr)
Die Neuen Römer
Das Amerikanische Reich wird noch sehr lange Bestand haben, denn dafür sorgen die Vasallenstaaten dieser Erde in ihrer perfieden Unterwürfigkeit. Auch Deutschland hat diese Untertanenmentalität. Der Einzelne wie auch der gesamte Staat. Die DDR unterwarf sich Moskau und die Bundesrepublik war und ist gleich Diener mehrerer Herren.
"Die Gedankenwelt ist eine alleinige, sie ist die einzige Freiheit, die den Menschen, geblieben ist". Georges Peters
MfG Georges P.
cebo21 (19.03.2008, 10:33 Uhr)
@UR63 warum sondern sie immer den
gleichen Müll ab? Kritische Äußerungen zum Stand der Dinge haben mit Hass (schreckliches Wort) nicht viel zu tun. Die Kommentatoren geben ein Urteil über die politischen Entscheidungen der amreikanischen Regierung ab. Dafür hasst hier doch keiner die Menschen in den USA. Bitte schön differenzieren. Mit den Taten im Irak hat sich die Regierung der USA nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Wenn sie sagen, dass Salbei helfen soll, dann schmieren sie sich doch ein Brötchen damit und genießen es. Mahlzeit.
UR63 (19.03.2008, 10:12 Uhr)
Sind die USA..
Hasser schon am frühen morgen unterwegs????
Salbei soll helfen!!!
quintus11 (19.03.2008, 09:12 Uhr)
Kriegskosten
Natürlich braucht Amerika die hohen Kriegskosten, immerhin fließen vier von fünf Dollar auf ein Konto der verantwortlichen Strippenzieher. So ist das schon seit der Antike, wer sich nicht direkt aus dem Staatsgeld bedienen kann, muss sich einen Umweg ausdenken. Natürlich will die Waffenlobby um Busch weiterhin Waffen herstellen, die jeder einzelne Amerikaner mit seinem sauer verdienten Geld bezahlen muss.
Sukram71 (19.03.2008, 08:51 Uhr)
Klasse Erfolg im Irak ...
Ein Truppenabzug "würde nur die Rolle des Irans in der Region stärken und dem Terrorismus neuen Auftrieb geben, erklärte Bush..."
--
Klasse Erfolg der eigenen Politik, wenn man quasi selber dafür gesorgt hat, dass der (böse, böse) Iran und der Terrorismus in der Region Auftrieb bekommen, wenn man nicht quasi auf ewig dort unten tagtäglich US-Soldaten sterben lässt.
Ryan2k (19.03.2008, 08:16 Uhr)
naja.....
ich würde mal so sagen, die USA kann es sich leisten. Dieses Land wird immer unantasbar sein, da es für die Weltwirtschaft einfach zu wichtig ist.
Aber trotzdem ist natürlich total dämlich was die da machen und es wird Zeit für den Regierungswechsel dort.
Salzsteuer (19.03.2008, 08:07 Uhr)
Lernunfähig
ist dieses Volk und seine Führung.
Nicht einmal aus der Lektion Vietnam haben sie gelernt. Der Untergang kommt aus eigener Kraft.
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