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2. Juli 2008, 11:51 Uhr

Tote bei Amokfahrt mit Bulldozer

Albtraumhafte Szenen in Jerusalem: Ein Palästinenser hat bei einer Amokfahrt mit einem Bulldozer im Zentrum der israelischen Stadt eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der junge Mann tötete mindestens drei Menschen und verletzte mehr als 50, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde.

Schneise der Verwüstung: Bei der Amokfahrt eines Palästinensers in Jerusalem starben mindestens vier Menschen, Dutzende wurden verletzt© Marina Passos/AFP

Bei einer Amokfahrt mit einem Bulldozer hat ein palästinensischer Attentäter am Mittwoch in der Jerusalemer Innenstadt mindestens drei Israelis getötet. Mehr als 50 Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt, als der Fahrer mit der Schaufel des Baufahrzeugs auf der zentralen Jaffa-Straße mehrere Autos demolierte und einen Autobus auf die Seite warf. Mehrere Menschen eröffneten das Feuer auf den Fahrer, der schließlich starb.

"Ich habe gesehen, wie der Bulldozer Autos auf der Jaffa-Straße rammte, Leute fingen an zu schreien. Ich kam aus der Bank, sah den Truck und habe auf den Fahrer geschossen", sagte Schmuel Abukija, Sicherheitsmann einer nahegelegenen Bank, der Nachrichtenagentur AFP. Ein AFP-Reporter beobachtete, wie mehrere Polizisten auf den Bagger sprangen und Schüsse auf den Fahrer abgaben.

Der Attentäter stammte laut Polizei aus dem arabischen Ost-Jerusalem und war als Krimineller bekannt. Der israelische Rundfunk meldete, er gehöre vermutlich zu keiner der militanten Palästinenserorganisationen und habe offenbar auf eigene Faust gehandelt. Gleichzeitig bekannte sich jedoch eine Gruppierung namens Emad Maghanija-Brigaden zu dem Anschlag, die nach dem im Februar in Damaskus bei einem Sprengstoffanschlag getöteten Militärchef der libanesischen Hisbollah-Miliz benannt ist. Die Organisation hatte sich jedoch nach palästinensischen Angaben schon in der Vergangenheit zu Anschlägen bekannt, die von anderen Gruppen verübt wurden.

Hamas: Natürliches Resultat israelischer Aggression

Die radikalislamische Hamas-Organisation bezeichnete die Amokfahrt als "natürliches Resultat der israelischen Aggression" gegen die Palästinenser. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri in Gaza wollte den Anschlag jedoch nicht ausdrücklich gutheißen. Er sagte, Hamas habe keine Informationen über die Motive des palästinensischen Fahrers. Die pro-iranische Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad lobte den Anschlag hingegen als Reaktion auf die israelischen Militäreinsätze im Westjordanland.

Nach Augenzeugenberichten arbeitete der Mann mit dem Bulldozer auf einer Baustelle im Stadtzentrum. Der Mann, der nach Fernsehberichten über eine israelische Identitätskarte verfügte, habe plötzlich mit der Amokfahrt begonnen, die eine Schneise der Zerstörung hinterließ.

Szenen wie aus einem Albtraum

Augenzeugen berichteten von Bildern wie aus einem Albtraum. Der Fahrer habe mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck mehrere Fahrzeuge gerammt, darunter zwei Autobusse, und sie teilweise mit sich geschleift. Eine Frau sei in ihrem Auto von der Schaufel des Bulldozers zu Tode gedrückt worden. Mehrere demolierte Autos lagen am Straßenrand. Hunderte Menschen liefen in Panik durch die Straßen der Innenstadt. Am Unglücksort lagen Verletzte zwischen Glassplittern und Blutlachen auf der Straße. Hubschrauber kreisten über dem Ort des Anschlags.

Am Morgen hatte Israel die Grenzübergänge in den Gazastreifen für Waren wieder freigegeben. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte die Wiedereröffnung zwei Wochen nach Vereinbarung einer Waffenruhe mit den militanten Palästinensergruppen angeordnet.

DPA/AFP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
Administrator (03.07.2008, 14:19 Uhr)
Liebe User,
vielen Dank für Ihre Beiträge. Ihre Diskussion bewegt sich seit Längerem vom eigentlichen Thema des Artikels weg. Daher schließen wir die Diskussion an dieser Stelle.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
ecomoc4u (03.07.2008, 10:15 Uhr)
meinungsfreiheit
hier sind überwiegend zioistische postings zu lesen. und ihr verlangt nun vom admin. diese zu zensieren, oder nur die paar von den nicht zionisten.
.
immer die gleiche taktik. tarnen, täuschen, verpissen.
Carolarco (02.07.2008, 23:13 Uhr)
loki-Asgard@
Na,das wuerde Ihrem Herrn und Meister aber garnicht gefallen, dass Sie einen so linkslastigen Jargon benutzen.
Aber sonst waere er wohl ganz zufrieden mit Ihnen.
znew (02.07.2008, 18:34 Uhr)
keine Zensur?
Na, wo bleibt denn mein Posting ihr zensurfreien Medienretarder?
Peter Hacks sagte einmal, daß ein Land das freie Medien habe keine Zensur benötige. Da hatte er, wiw bei so vielem anderen, recht. Die Zensur führt der abhängig beschäftigte Journalist, Admin, et al., schon von ganz allein aus. Ohne daß er es merkt.
Administrator (02.07.2008, 17:26 Uhr)
Liebe User,
offenbar gibt es Diskussionsbedarf zum Thema "rechtsradikale/rassistische Äußerungen" in den Artikel-Kommentaren. Nichts liegt uns ferner, als hier den Eindruck zu erwecken, wir würden einseitig löschen oder rechtsradikales Gedankengut sogar "fördern". Allerdings stellt sich die Sache auch nicht ganz so einfach dar, wie es hier scheint.
Gern stellen wir uns Ihrer Kritik und legen Ihnen die Kriterien unserer Arbeit transparent dar und diskutieren die einzelnen Punkte mit Ihnen. Leider ist dies nicht der geeignet Platz dafür - wir würden die inhaltliche Diskussion an dieser Stelle stören.
Daher gibt es in unseren Foren ein eigenes Forum zu Thema Admin-Arbeit auf stern.de: http://www.stern.de/foren/admin-arbeit-auf-stern-de/
Sie können sich mit Ihrem auch für die Kommentare gültigen Log-In anmelden und direkt mit uns diskutieren.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
Carolarco (02.07.2008, 17:07 Uhr)
Zum Thema..
Darf man nun zum Thema zurueckkehren, bzw. damit mal anfangen?
Die Palaestinaenser haetten schon lange einen Staat haben koennen.Aber leider haben sie es auch nach ueber 60 Jahren nicht begriffen, dass mit jedem neuen Terrorakt dieser Staat immer mehr zu Utopie wird.Mit wem soll man wohl ernsthaft verhandeln, wenn jede militante Gruppe,heute Hammas,morgen Gdud El-Aksa, Jihad Islami,Fatah usw."im Namen des palaest.Volkes" Terrorakte begehen ?
Wer soll wohl die Adresse sein ?
Eine Loesung sehe ich fuer die kommenden Generationen nicht.Es geht ihnen ja nicht in Wirklichkeit um einen eigenen Staat neben Israel, sondern um einen Staat statt Israel...
Alex64 (02.07.2008, 16:20 Uhr)
@exiled
Verschone uns mit dem "interessanten" Teil.
Dabei dürfte das Niveua denn nochweiter in Richtung "Absolut Null" sinken...
Und zum Thema: Wer begreift, wie die Gewaltspirale funktioniert, wundert sich wohl nicht über soviel Dummheit (auf beiden Seiten).
Known (02.07.2008, 16:00 Uhr)
Unmöglich
Ächz, wann wird die Stern-Redaktion endlich verstehen, dass zum Thema Israel / USA / Irak keine vernünftigen Diskussionen möglich sind?
Carolarco (02.07.2008, 15:51 Uhr)
Sternredaktion
Das ist alles, was es zum Thema zu sagen gibt...? Erschreckend.
Liebe Sternredakteure, Die Kritik/Diskussion mit znew@ zum Thema "entfuehrte israel.Soldaten" war da wohl berechtigt.
Ich meine es waere an der Zeit mal ernsthaft darueber nachzudenken, warum Juden/Israelhasser sich ausgerechnet in den STERN-foren auslassen.In anderen Foren gibt es die zwar auch, aber nicht in diesen Mengen und auf diesem Niveau.
Dieses ist dem Ruf Ihrer Zeitung als serioeses Blatt sehr nachteilig.
Schade.
Frei_Talk (02.07.2008, 15:44 Uhr)
Naiv
Um was geht es hier eigentlich?
Glaubtjemand ernsthaft das wenn die israelis weg wären das dann da Friede Freude Eierkuchen wär. Die Päletinenser sind nicht dazu in der Lage. Die waren es nie und werden es nie sein. Die dürfen froh sein in unmittelbarer Nähe zu einem richtigen Land leben zu dürfen.Na israel wird sich noch bedanken den "Bauarbeiter"...Gut so...
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