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Nach wochenlanger Regierungskrise ist der tschechische Ministerpräsident Stanislav Gross wegen seines privaten Finanzgebarens zurückgetreten - und rettet damit die Regierungskoalition.
Noch heute, drei Jahrzehnte nach dem "Wunder der Belgrad", denken die Tschechen mit Freude an das EM-Finale 1976 zurück. Und auch jetzt ist die WM das wichtigste Thema im Land. Die Teilnahme hatte sogar Einfluss auf eine wichtige Wahl.
Zwar zeichnet sich bei der Parlamentswahl in Tschechien ein Sieg für die Sozialdemokraten ab. Für ein angestrebtes Linksbündnis gibt es allerdings keine Mehrheit. Parteichef Paroubek zog die Konsequenzen - und kündigte seinen Rücktritt an.
Tschechiens Opposition jubelt: Die Regierung von Ministerpräsident Mirek Topolanek hat ein Misstrauensvotum verloren und muss abdanken. Der Entschluss des Parlaments kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt - derzeit hat Tschechien auch die Ratspräsidentschaft der EU inne.
Das Wunder hat nicht stattgefunden, die Franzosen haben Nein zur EU-Verfassung gesagt - eine empfindliche Niederlage für Präsident Jacques Chirac. Wie Europa auf die Ablehnung reagiert.
Nach den Franzosen haben auch die Niederländer die EU-Verfassung mit klarer Mehrheit abgelehnt. Staats- und Regierungschefs reagierten mit Besorgnis auf das klare Nein, das die Krise um das Vertragswerk weiter verschärft.
Die Einigung von Union und SPD eine Koalitionsregierung unter Angela Merkel bilden zu wollen, ist in Europa begrüßt worden. Frankreichs Staatspräsident Chirac beglückwünschte Merkel und dankte Schröder.
Die Hochwasserlage an der oberen Elbe spitzt sich dramatisch zu: In Tschechien wurde der Notstand ausgerufen, in Österreich ist ein Damm gebrochen und der Ort Dürnkrut überflutet worden, viele Häuser wurden evakuiert.
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich zu einer Denkpause über die Verfassung entschlossen. Dänemark und Portugal werden ihre Referenden deshalb verschieben und haben damit offenbar einen Dominoeffekt ausgelöst.
Die Hochwasserlage an der Elbe hat sich verschärft: Mehr als Tausend Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Die Höchststände der Pegel sind noch nicht erreicht, der Druck auf die Deiche wächst. Auch in Tschechien ist die Lage angespannt.
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