5. Mai 2012, 01:13 Uhr

Johnson bleibt Bürgermeister von London

Der Konservative Boris Johnson bleibt Bürgermeister von London. Insgesamt wurde seine Partei bei den Kommunalwahlen in Großbritannien jedoch abgestraft - ein Denkzettel für den Premier David Cameron.

Konservativer,J ohnson, London, Bürgermeister, Amt

Bleibt Bürgermeister von London: Boris Johnson©

Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien hat die konservative Partei von Premierminister David Cameron deutlich an Stimmen eingebüßt. Doch in London wurde gegen den Landestrend der konservative Bürgermeister Boris Johnson im Amt bestätigt. Wie in der Nacht zum Samstag offiziell mitgeteilt wurde, erhielt er 51,5 Prozent der Stimmen.

Der 47-jährige Johnson lag damit knapp vor seinem Herausforderer und Amtsvorgänger, Ken Livingstone von der Labour-Partei, der auf 48,5 Prozent der Stimmen kam. Der 66-jährige Livingstone war seinem konservativen Rivalen bereits 2008 unterlegen. In London waren rund 5,8 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 38 Prozent. In seiner kurz vor Mitternacht gehaltenen Siegesrede an der City Hall sagte Johnson, er werde weiter für ein gutes Angebot für die Londoner kämpfen. Zugleich erinnerte daran, dass die Olympiastadt London "in 84 Tagen die Welt willkommen heißen" werde. Die Welt werde eine Stadt erleben, die beispiellose Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr getätigt habe.

Livingstone verwies in seiner Rede auf die Labour-Siege im nationalen Maßstab. Ironisch fügte er hinzu, hoffentlich habe das Wahlergebnis dem Premierminister nicht den Magen verdorben. Zugleich gab er bekannt, dass er zu keiner Wahl mehr antreten werde.

AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Bürgermeisterwahl in London Johnson und Livingstone kämpfen um Bürgermeisterposten

Kurz vor den Olympischen Spielen mussten die Londoner einen neuen Bürgermeister wählen. Mit dem Amtsinhaber Boris Johnson und Herausforderer Ken Livingstone kämpfen zwei Populisten gegeneinander.

Ärger bei EU-Gipfel Camerons Plan fällt in Brüssel durch

Ärger beim EU-Gipfel in Brüssel: Deutschland und Frankreich lassen Englands Premier David Cameron ihren Grimm spüren. Ein vom ihm verfasstes Wachstumspapier fällt durch. Der Brite ist frustriert.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?