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Obama legt seine Sicherheit in weibliche Hände

Einst jagte er lediglich Geldfälscher, seit 1901 garantiert er auch die Sicherheit des Präsidenten: der Secret Service. Mit Julia Pierson erhalten die US-Spezialagenten erstmals einen weiblichen Chef.

  Julia Pierson, die erste Frau an der Spitze des Secret Service

Julia Pierson, die erste Frau an der Spitze des Secret Service

Die Spezialagenten des amerikanischen Secret Service bekommen erstmals in der Geschichte eine Frau als Chef. US-Präsident Barack Obama ernannte am Dienstag Julia Pierson zur Direktorin seiner weltberühmten Leibgarde. Die 53-Jährige sei nach 30 Jahren im Dienste der Sicherheitsbehörde "ausgesprochen qualifiziert" für den Posten. Zuletzt arbeitete sie als Stabschefin des seit Februar pensionierten Direktors Mark Sullivan.

Die Elitetruppe hat gut 150 Büros und mehr als 4000 Mitarbeiter, rund ein Drittel davon gehören der uniformierten Einheit an. Sie beschützen den Präsidenten und seine Familie, die Ex-Präsidenten sowie ausländische Staatsgäste.

Seit 1901 für Schutz des Präsidenten zuständig

Der Secret Service ist dem Finanzministerium unterstellt, was historische Gründe hat: Er wurde 1865 mit der Aufgabe gegründet, Geldfälscher zu verfolgen, was auch heute noch in seinen Zuständigkeitsbereich fällt. Erst nach dem Attentat auf Präsident William McKinley 1901 wurde ihm der Schutz des Staatsoberhauptes übertragen.

Im vergangenen Jahr wurde die Leibgarde von einem Sex-Skandal erschüttert. Mehrere Personenschützer von Obama wurden entlassen, weil sie vor einem Gipfel in Kolumbien Trinkgelage veranstaltet und sich mit Prostituierten eingelassen haben sollen.

dho/DPA/DPA

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